| 16.05.2013, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Menge an biobasierten Polymeren und die Zahl verschiedener daraus hergestellter Produkte nehmen immer weiter zu. Im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft müssen auch die Fragen zum Produktlebensende ausreichend beantwortet werden. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fördert aktuell über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), die Etablierung einer Beratungsstelle, die sich mit Fragen zum Recycling und Verwerten von Produkten aus biobasierten Polymeren befasst. Die Beratungsstelle wird bei der Knoten Weimar GmbH eingerichtet und startet im Mai 2013 mit ihrer Arbeit. Die Tätigkeiten der Beratungsstelle integrieren sich in die Aktivitäten des Biopolymernetzwerkes bei der FNR. Bisher spielten biobasierte Kunststoffe aufgrund ihrer geringen Produktions- und damit auch Abfallmengen nur eine untergeordnete Rolle im Bereich des Stoffstrommanagements von Kunststoffen. Doch mit zunehmender Menge und Zahl an Produkten aus biobasierten Kunststoffen sind diese vermehrt im Abfall wiederzufinden. Während sich chemisch gleichartige Kunststoffe wie z.B. biobasiertes PET oder PE in die bekannten Verwertungskreisläufe integrieren, können neuartige Kunststoffe wie z.B. PLA (Polylactid) oder Stärkeblends zu Störungen in den etablierten Recyclingprozessen führen. Zusätzlich stellen rechtliche Änderungen wie z.B. das Auslaufen der Ausnahmeregelung für biologisch abbaubare Kunststoffe in der Verpackungsverordnung und eine erhöhte Aufmerksamkeit bei Verbrauchern sowie Umweltverbänden die Unternehmen vor weiteren Herausforderungen. Mit dem Aufbau einer Beratungsstelle für die verschiedenen Interessensgruppen – vom Hersteller über den Entsorger bis hin zum Rezyklatverarbeiter und darüber hinaus auch für kommunale Entscheider – steht ab sofort nicht nur ein Ansprechpartner zur Verfügung, sondern es sollen auch weitergehende Informationen und Handlungsempfehlungen erarbeitet werden. Die Beratungsstelle unterstützt das Biopolymernetzwerk fachlich in der Thematik Verwertung und Recycling von biobasierten Polymeren. Zusammen sollen Fachgespräche zu dieser Thematik durchgeführt, Informationsdefizite und Handlungsoptionen eruiert und eine sinnvolle Verknüpfung mit weiteren Themen wie z.B. der Verarbeitung von biobasierten Polymeren und dem Produktdesign geschaffen werden. Angesprochen sind alle beteiligten Akteure bis hin zu den Herstellern der Produkte im Sinne einer Produktverantwortung. Informationen und Ansprechpartner zum Vorhaben stehen in der Projektdatenbank der FNR auf www.fnr.de, Menü Projekte & Förderung unter dem Förderkennzeichen 22018112 bereit. Aktivitäten und Ergebnisse aus der Beratungsstelle werden auf den Internetseiten des Biopolymernetzwerkes bei der FNR (www.biopolymernetzwerk.de) veröffentlicht. |
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., Gülzow-Prüzen
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