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Erschienen am 01.12.2017 um 12:35 Uhr Optionen:       

FACC: Spezialist für Faserverbundkomponenten und -systeme für die Luftfahrtindustrie investiert bis zu 100 Mio. Euro

FACC investiert in den kommenden drei Jahren bis zu 100 Millionen Euro in neue Technologien und Produkte - (Bild: FACC).
FACC investiert in den kommenden drei Jahren bis zu 100 Millionen Euro in neue Technologien und Produkte - (Bild: FACC).
Die Prognosen für die Luftfahrzeugindustrie versprechen ein stabiles Passagierwachstum. Bis zum Jahre 2036 werden demzufolge mehr als 41.000 neue Flugzeuge benötigt. Die FACC AG profitiert erheblich von diesen Entwicklungen und hat Mitte des Geschäftsjahres die nächste Ausbauphase gestartet.

„Wir investieren heute in die Zukunft von morgen. Im Rahmen des groß angelegten Investitionsprogramms werden wir in den kommenden drei Jahren bis zu 100 Millionen Euro aufwenden“, unterstreicht FACC-CEO Robert Machtlinger. „Damit reagieren wir auf das weltweit starke Wachstum im Flugverkehr und bereiten uns auf neue Technologien und Trends vor. Dank unserer Innovationskraft treiben wir den Fortschritt nicht nur im Leichtbau voran. Gleichzeitig leisten wir mit unseren gewichtssparenden Produkten einen wertvollen Beitrag zur globalen Mobilität und machen die Luftfahrt leichter, effizienter und komfortabler.“

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Das Technologieunternehmen verfügt nach eigenen Angaben über einen Auftragsstand von über fünf Milliarden USD, die vorhandenen Kapazitäten sind demnach für die kommenden sieben Jahre ausgelastet, neue Projekte würden in der Pipeline stehen und die stufenweise Anhebung der Fertigungsraten von den Kunden bestätigt. FACC baut daher die Kapazitäten zur Produktion von Leichtbauteilen für die Aerospace-Industrie aus und investiert in neue Produkte, Technologien und Prozesse. Der Fokus liegt vorrangig auf den oberösterreichischen Standorten Reichersberg und Ort im Innkreis.

FACC hat sich im Rahmen der Unternehmensstrategie „Vision 2020“ das Etappenziel gesetzt, die Umsatzerlöse bis zum Jahr 2020/21 auf eine Milliarde zu steigern. Derzeit erwirtschaftet das Unternehmen einen Jahresumsatz von über 700 Mio. Euro. Der nun gestartete Ausbau um 6.400 Quadratmeter an zusätzlicher Produktionsfläche ist ein erster Schritt des strategischen Investitionsprogramms. Der Großteil der Investitionen wird den Angaben nach in den Jahren 2017 und 2018 umgesetzt werden.

Aufwendige Logistik beim Transport der Autoklaven
Die Einbringung des Autoklaven mit einer Länge von 19,9 Metern und einem Durchmesser von 6,1 Metern gilt als eine logistische Meisterleistung. Der Autoklav wird der größte bis dato bei FACC in Betrieb befindliche sein – (Bild: FACC).
Die Einbringung des Autoklaven mit einer Länge von 19,9 Metern und einem Durchmesser von 6,1 Metern gilt als eine logistische Meisterleistung. Der Autoklav wird der größte bis dato bei FACC in Betrieb befindliche sein – (Bild: FACC).
Eine logistische Herausforderung stellen der Transport und die Einbringung der beiden Autoklaven dar. Einer dieser gasdichten verschließbaren Druckbehälter, die zur thermischen Behandlung von Bauteilen im Überdruckbereich eingesetzt werden, wird mit einer Länge von 19,9 Metern und einem Durchmesser von 6,1 Metern der größte bis dato bei FACC in Betrieb befindliche sein. Ihre lange Reise vom deutschen Hersteller Scholz in Coesfeld nach Oberösterreich traten die Autoklaven per Schiff an. Sie wurden am 13. November 2017 im Hafen Lüdinghausen auf ein Binnenschiff verladen und trafen am 27. November 2017 in Aschach an der Donau ein. Dort wurden die Autoklaven von der Firma Felbermayr auf zwei Tieflader umgeschlagen, um das letzte Teilstück der Anlieferung zu ihren Zielorten in Reichersberg bzw. Ort im Innkreis auf der Straße zu absolvieren. Die Schwertransporter hatten eine Länge von 38,5 Meter, eine Breite von 6,5 Meter und ein Gewicht von 232 Tonnen. Die Zugmaschinen, die für den Transport eingesetzt wurden, verfügen jeweils über 800 PS. Das Gewicht des Autoklavs von 160 bzw. 140 Tonnen ruhte jeweils auf einem Tieflader, verteilt auf zwölf und acht Achsen mit je acht Räder pro Achse. Entlang der Strecke mussten im Vorfeld mehrere Brückenbauwerke, die für das Gewicht nicht zugelassen waren, verstärkt werden. Zahlreiche Strom- bzw. Telefonkabel mussten gehoben und Verkehrszeichen, Ampeln, Lichtmasten und Zäune entfernt werden.

Über FACC
Die FACC AG gilt als eines der weltweit führenden Unternehmen in Design, Entwicklung und Fertigung von Faserverbundkomponenten und -systemen für die Luftfahrtindustrie. Die Produktpalette reicht von Strukturbauteilen an Rumpf und Tragflächen über Triebwerkskomponenten bis hin zu kompletten Passagierkabinen für zivile Verkehrsflugzeuge, Business Jets und Hubschrauber. FACC produziert für alle großen Flugzeughersteller wie Airbus, Boeing, Bombardier, Embraer, COMAC und Sukhoi sowie Triebwerkhersteller und Sublieferanten der Flugzeughersteller. Im Geschäftsjahr 2016/17 erzielte FACC einen Jahresumsatz von 705,7 Mio. Euro. Das Unternehmen beschäftigt derzeit über 3.300 Mitarbeiter weltweit.

Weitere Informationen: www.facc.com

FACC AG, Ried, Österreich

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