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Erschienen am 19.03.2018 um 06:08 Uhr Optionen:       

Arburg: Erneutes Rekordjahr mit gut 680 Mio. Euro Umsatz - Elektrische Maschinen sorgen für Sprung beim Auftragseingang

Gute Zahlen und entspannte Gesichter beim Management, v.l.n.r.: Jürgen Boll (GF Fi­nan­zen), Gerhard Böhm (GF Ver­trieb), Michael Hehl (geschäftsführender Ge­sell­schafter, Sprecher der GL) und Heinz Gaub (GF Technik).
Gute Zahlen und entspannte Gesichter beim Management, v.l.n.r.: Jürgen Boll (GF Fi­nan­zen), Gerhard Böhm (GF Ver­trieb), Michael Hehl (geschäftsführender Ge­sell­schafter, Sprecher der GL) und Heinz Gaub (GF Technik).
Anlässlich der 20ten Ausgabe seiner Technologie-Tage (14.-17.03.2018, siehe auch plasticker-News vom 15.03.2018), meldet der Spritzgießmaschinen-Hersteller Arburg aus Loßburg im Schwarzwald zum vierten Mal in Folge einen Rekordumsatz und berichtet von einem durchgehend erfolgreichen Geschäftsverlauf im zurückliegenden Jahr. Für das Jahr 2017 nannte der geschäftsführende Gesellschafter, Michael Hehl, einen vorläufigen konsolidierten Umsatz von 680 Mio. Euro. Wie üblich steht der testierte Umsatz aller Arburg Gesellschaften weltweit im März noch nicht fest, die finale Zahl lag in der Vergangenheit aber meist noch ein wenig höher.

Damit liegt der im letzten Jahr erwirtschaftete Umsatz aller Arburg Gesellschaften fast sieben Prozent über dem bisherigen Spitzenjahr 2016, wo Arburg einen Umsatz von 636 Mio. Euro erzielte (frühere Jahre s.u., Tabelle). 2017 war somit das vierte Jahr in Folge, in dem der schwäbische Maschinenbauer deutlich wachsen und jeweils eine neue Rekordmarke beim Umsatz erreichen konnte. Auch die Personalstärke erhöhte sich den Angaben zufolge - ähnlich wie in den beiden Vorjahren - um rund sechs Prozent auf nunmehr über 2.850 Mitarbeiter, von denen etwa 2.330 in Deutschland arbeiten. Der Zuwachs beim Personal erstrecke sich dabei prozentual gleichmäßig auf das Stammwerk in Loßburg und die internationalen Niederlassungen.

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Beständiges Wachstum - Plus 27 Prozent beim Auftragseingang - Lange Lieferzeiten
Das Wachstum liegt mit knapp sieben Prozent noch ein wenig höher als im Jahr 2016, der Sprung beim Auftragseingang um beachtliche 27 Prozent - in 2016 lag der Auftragseingang noch unverändert zum Vorjahr. Das deutet darauf hin, dass der Umsatz in 2018 noch stärker zulegen könnte. Michael Hehl und Gerhard Böhm, Geschäftsführer Vertrieb, zeigten sich daher optimistisch für das laufende Jahr und auch mit dem jüngsten Geschäftsverlauf sehr zufrieden.

Limitierende Faktoren scheinen zurzeit nur die Produktionskapazitäten bei den Zulieferern und bei Arburg selbst zu sein, wobei der größte Engpass bei den Lieferanten liege, z.B. bei Elektronikteilen, wie der Geschäftsführer Technik, Heinz Gaub, erklärte. Trotz erheblicher Investitionen in Fertigungshallen und Produktionsanlagen in den letzten Jahren, ist der "Auftragseingang aktuell höher, als das, was wir bauen können", so Gerhard Böhm. Daraus resultieren lange Lieferzeiten für die Kunden, die Arburg mit fünf bis sechs Monaten angibt, was momentan marktüblich sei.


Ungebremste Investitionstätigkeit am und im Loßburger Stammwerk
Nach dem Neubau ist vor dem Ausbau - so könnte man die regen und unübersehbaren Investitionen in die Gebäudeinfrastruktur des Werksgeländes seit dem Jahr 2014 zusammenfassen. Wichtige Erweiterungen waren dabei die neue Montagehalle 22 für große Spritzgießmaschinen und Turnkey-Anlagen mit 18.600 Quadratmetern, die 2016 eingeweiht wurde (siehe auch plasticker-News vom 24.02.2016), das neue Mitarbeiter-Parkhaus mit 600 Stellplätzen sowie eine neue Halle für die gesamte Abteilung Messelogistik mit 6.400 Quadratmetern Nutzfläche.

Aktuell drehen sich die Kräne an der Stirnseite des Geländes für das neue Schulungscenter mit 13.700 Quadratmetern Büro- und Nutzfläche auf fünf Stockwerken (siehe auch plasticker-News vom 20.07.2017) und auf den Reserveflächen hinter der neuen Halle 22 wurde bereits wieder ein Behelfsparkplatz angelegt. Insgesamt habe man in den vergangenen zehn Jahren einen dreistelligen Millionen-Betrag allein für neue Gebäude am Standort Loßburg aufgebracht, so Michael Hehl.

Das Loßburger Arburg-Stammwerk aus der Vogelperspektive: Oben links die neue Montagehalle (2016) und Reservefläche auf der Wiese dahinter, rechts am Bildrand das neue Parkhaus (2017) und davor die Bausstelle für das künftige Schulungszentrum.
Das Loßburger Arburg-Stammwerk aus der Vogelperspektive: Oben links die neue Montagehalle (2016) und Reservefläche auf der Wiese dahinter, rechts am Bildrand das neue Parkhaus (2017) und davor die Bausstelle für das künftige Schulungszentrum.

Traditionell schlüsselt Arburg seine Gebäudeinvestitionen nicht en Detail auf. Genauere Angaben machte Hehl aber zu den anderen Investitionen in die Produktionskapazitäten des Werkes: Zusätzlich zu den baulichen Investitionen, habe Arburg im Jahr 2017 in Loßburg noch insgesamt 21,5 Mio. Euro (2016: 19,3 Mio. Euro) investiert. Schwerpunkte seien dabei die Fertigungstechnik und die Logistik gewesen, um die Effizienz in der Produktion weiter zu steigern. Unter anderem entstanden in den letzten Monaten ein neues Bearbeitungszentrum und ein zusätzliches Hochregallager. Arburg unternimmt damit offenbar erhebliche Anstrengungen, um der dynamischen Nachfrage mit der eignen Fertigungskapazität hinterher zu kommen.

Ende Februar in Loßburg, lange nach Mitternacht: Ein 29m langer Schwerlasttransporter parkt mit dem 45t schweren Herzstück eines neuen Bearbeitungszentrums rückwärts in die Werkshalle ein - (alle Bilder: Arburg).
Ende Februar in Loßburg, lange nach Mitternacht: Ein 29m langer Schwerlasttransporter parkt mit dem 45t schweren Herzstück eines neuen Bearbeitungszentrums rückwärts in die Werkshalle ein - (alle Bilder: Arburg).

Deutliche Verschiebung von Umsatzanteilen hin zu elektrischen Antrieben, überproportionales Wachstum auch bei Turnkey-Anlagen
Nachdem der Umsatzanteil der elektrischen Maschinen bei Arburg früher lange Zeit bei knapp 20 Prozent lag, hat er nun signifikant zugelegt: Nach 27 Prozent im Jahre 2016 ist deren umsatzbezogener Anteil im letzten Jahr nun - vollelektrische und hybride Maschinen zusammen - auf rund 50 Prozent geklettert. Damit hat sich der Umsatzanteil der Maschinen mit elektrischen Antrieben innerhalb von nur etwa drei Jahren mehr als verdoppelt. Deutlich wird dies auch, wenn man die Entwicklung bei den Auftragseingängen betrachtet:

Für die vollelektrischen Maschinen verzeichnete Arburg den Angaben zufolge eine wertmäßige Steigerung um satte 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2016: +14 Prozent) - bei einem Gesamtplus von 27 Prozent beim Auftragseingang. Bei den Hybridmaschinen betrug die Steigerung hier immerhin 13 Prozent nach nur drei Prozent Auftragszuwachs in 2016.

Diese erhebliche Verschiebung zugunsten elektrischer Antriebe wird voraussichtlich weitergehen und hängt im Falle von Arburg vermutlich auch stark mit der vollelektrischen Einsteigerbaureihe Golden Electric zusammen, die Arburg im Jahre 2016 bei den Technologie-Tagen erstmals vorgestellt hatte (siehe auch plasticker-News vom 16.03.2016). Aktuell erweitert Arburg sein Angebotsportfolio aber auch im Premiumsegement seiner elektrischen Alldrive Maschinen leicht nach oben wie nach unten. Ab sofort sollen die Alldrive Maschinen in drei Leistungsstufen erhältlich sein - noch feiner auf die Bedürfnisse der Kunden in Sachen Leistung und Preis ausdifferenziert.

Weiterhin sehr erfolgreich ist Arburg nach eigenen Angaben auch beim Geschäft mit Turnkey-Anlagen, bei denen der Auftragseingang immerhin um 26 Prozent zulegte. Für den Bereich des Arburg Kunststoff-Freiformens rund um den Freeformer nannte Arburg weiterhin noch keine Umsatzanteile, dennoch habe dieses Geschäftsfeld weiterhin eine hohe Bedeutung; perspektivisch auch für den Umsatz und Ertrag.

Sehr positive Entwicklung im Inland sowie gute Geschäfte in Europa, Amerika und China
Bei den weltweiten Anteilen des Gesamtumsatzes nach Ländern bzw. Regionen habe es im Jahr 2017 keine signifikanten Verschiebungen gegeben, nahezu überall auf der Welt - und ganz besonders in Deutschland - verzeichne man eine positive Entwicklung, berichtet der Loßburger Maschinenbauer. So zeigte sich Gerhard Böhm deutlich zufrieden über den Geschäftsverlauf, der im Jahr 2017 die eigenen Erwartungen in einigen Ländern sogar noch übertroffen habe: In Europa habe es insgesamt eine Steigerung gegeben, herausragendes Wachstum verzeichnete Arburg nach eigenen Angaben in Italien, in der Schweiz, die den Währungsschock überwunden habe, und in Osteuropa. Gleichzeitig merke Arburg nichts vom drohenden Brexit oder politischen Krisen: In Großbritannien und der Türkei liefen die Geschäfte gut und auch Russland trage zur Steigerung bei.

In Amerika waren die USA in 2017 den Angaben zufolge weiterhin stärkster Auslandsmarkt für Arburg, mit kontinuierlichem Wachstum. Ebenso seien die Geschäfte in Mexiko weiterhin auf einem guten Weg und die Nachfrage aus Brasilien sei "wiedererwacht".

Die Umsatzentwicklung in Asien sei insgesamt positiv aber differenziert zu betrachten, berichtete Böhm: In China liege man im selbst gesteckten und ambitionierten Wachstumsplan und in Taiwan, wo Arburg erst dem Jahr 2016 eine eigene Tochtergesellschaft gründete, habe man seine Ziele für 2017 "sehr deutlich übertroffen". Dagegen sei die Entwicklung bei den zehn ASEAN Staaten (u.a. Malaysia, Thailand, Indonesien) wie immer etwas durchwachsen gewesen, insgesamt stehe aber auch dort ein Plus.

Weitere Informationen: www.arburg.com

Arburg GmbH + Co KG, Loßburg

  insgesamt 181 News über "Arburg" im News-Archiv gefunden

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