Hier finden Sie einige grundlegende Begriffserklärungen und Erläuterungen zur LME und zum
Handel mit Futures. Weitergehende Informationen und Details entnehmen Sie bitte
der FAQ
(auf Englisch) der LME.
Welche Spezifikationen gelten für die gehandelten Kunststoff-Typen?
Wo finde ich weitere Informationen?
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Was ist die LME? Während in ihrer großen Schwester, der Londoner Börse, überwiegend Aktien gehandelt werden, beinhaltet die Londoner Metallbörse (Englisch: London Metal Exchange, auch LME genannt), den Markt für Kassageschäfte und Termingeschäfte in unedlen und sonstigen Metallen, sowie seit einigen Jahren auch die Kunststoffe PP und PE-LLD. Damit gehört sie, neben den Metallbörsen in Singapur (SIMEX) und New York (COMEX an der New York Mercantile Exchange), zu den weltgrößten Metallhandelsplätzen. Die Börse ermittelt täglich weltweite Referenz- bzw. Kassakurse für Metalle und Kunststoffe, bietet Hedgegeschäfte an und ermöglicht auch die mit dem Handel verbundenen, physischen Lagerungen. Geschichte der LME Wurde zuerst nur Kupfer gehandelt, so kamen bald Blei und Zink in den Handel, auch wenn diese erst seit 1920 offiziell gehandelt werden. Während des zweiten Weltkriegs und bis 1952 war die LME geschlossen. Der Handel wurde darauf hin erweitert auf Aluminium (1978), Nickel (1979) und Aluminium-Legierungen (1992). Weitere unedle Metalle werden durch die LME seit 2000 gehandelt. Seit 2005 können an der LME auch die Kunststoffe PP und PE-LLD gehandelt werden. Das gesamte Handelsvolumen wird auf ca. 2.000 Milliarden $ jährlich geschätzt. Börsenhandel an der LME Lediglich elf Maklergesellschaften haben eine exklusive Zulassung, in diesem Ring zu handeln. Sie gelten als Mittler oder Broker für ca. 100 weitere Gesellschaften, die indirekt an der LME handeln, in Deutschland gehören zu letzteren zum Beispiel die Wieland-Werke in Ulm. Handel mit Kunststoffen an der LME Quellen: wikipedia.de und lme.com Was sind Futures? Ein Future ist ein verbindlicher Börsenvertrag (Kontrakt) zwischen zwei Parteien (im Gegensatz zu halbseitig verpflichtenden Verträgen bei Optionen), eine Art von börsengehandelten Termingeschäften. - Lieferung (für den Verkäufer) bzw. Abnahme (für den Käufer) Dies ermöglicht einen transparenten Handel, geringe Handelskosten und einen leichten Marktzugang. Für den Abschluss eines Futures fallen keine Kosten in Form von Prämien an. Sowohl Käufer wie Verkäufer tragen gleiche Rechte und Pflichten. Somit ist es nicht nötig, einen Ausgleich zwischen den Vertragsparteien zu schaffen. Dies steht im Gegensatz zu Optionen. Sehr wohl müssen beide Vertragspartner aber eine Vorschusszahlung leisten. Sie dient als Sicherheitsleistung, und wird auch „Einschusszahlung“, „Sicherheitsleistung“ oder „Initial Margin“ genannt. Sie beträgt nur einen Bruchteil des Kontraktwertes – z. B. fünf Prozent des Kontraktwertes oder auch einen fixen Betrag – und kann je nach vorherrschender Volatilität nach oben oder unten korrigiert werden. Der Betrag wird in Form von Bargeld oder der Hinterlegung erstklassiger Staatsanleihen vor der Ausführung eines Auftrags auf ein Margin-Konto eingezahlt. Geschichte Beispiel Im Laufe des 19. Jahrhunderts begannen Käufer und Verkäufer, über solche Geschäfte formale Verträge (Kontrakte) abzuschließen, die auch als Kreditversicherungen gegenüber Banken dienten. Der Startschuss für den organisierten Handel mit Futures-Kontrakten fiel 1848 mit der Gründung der ersten Warenterminbörse in Chicago, der Chicago Board of Trade (CBOT). Wert & Preis Dass der Future-Preis dennoch in der Regel vom Preis desselben Basiswertes abweicht, ist dazu kein Widerspruch: Denn der "wahre Wert" eines Future-Kontraktes folgt zwar - in den meisten Fällen - dem Tages-Kassapreis, aber je nachdem wie weit der Erfüllungszeitpunkt noch in der Zukunft liegt, nach oben verschoben. Ein September-Future 2008 auf einen beliebigen Basiswert (insbesondere eines Rohstoffs) wird am 1. Juli 2008 also mehr kosten als der Juli-Future 2008, dessen Erfüllungstermin kurz bevorsteht. Der Grund: Irgendjemand muss dafür sorgen, dass die Ware (der Wert) auch tatsächlich bis zum Erfüllungstermin bereit gehalten wird. Ein Soft-Commodity, wie Orangensaft-Konzentrat etwa, muss jemand lagern, rechtzeitig speditieren und entsprechend kühlen. Das kostet Geld. Diese Kosten werden als Bestandhaltungskosten bezeichnet. Der Wert eines Future wird deshalb im allgemeinen so berechnet: Wert (Terminpreis) = Kassapreis (jetziger Preis, Spot Price) + Bestandhaltungskosten (Cost of Carry) Im Beispiel beträgt der Terminpreis (Termin in einem Jahr) 400 € plus 25 € gleich 425 €. Standardisierung Ein Kontrakt "Frozen Concentrated Orange Juice" (Gefrorenes Orangensaft-Konzentrat) der Klasse A (FCOJ-A) an der Warenterminbörse NYBOT (New York Board of Trade)
ist zum Beispiel wie folgt definiert: Preisangaben der Terminbörsen erfolgen immer in Bezug auf die Maßeinheit - im obigen Beispiel also pro lbs. (US-Pfund). Handel & Bedeutung In den modernen Futures-Märkten werden inzwischen weniger als 3 % der Kontrakte durch Realtausch (= Verkauf & Kauf von realer Ware) erfüllt, bei der LME sind es nach eigenen Angaben nur ca. 2%. Der überwiegende Teil wird durch ein Gegengeschäft vor dem Fälligkeitszeitpunkt "glattgestellt". Der Inhaber einer Short-Position (Verkäufer) erwirbt also eine Long-Position und umgekehrt. Die Differenz zwischen den Preisen der beiden Kontrakte ergibt einen Spekulationsgewinn oder -verlust. Quellen: wikipedia.de und lme.com Was bedeutet Hedging? Der Begriff Kurssicherung oder Hedgegeschäft (kurz Hedging; von engl. to hedge "absichern") bezeichnet ein Finanzgeschäft zur Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen. Die Person oder Unternehmung, die eine Transaktion hedgen möchte (auch Hedger genannt), geht zu diesem Zweck eine weitere Transaktion ein, die mit der zugrunde liegenden Transaktion gekoppelt ist. Dies findet gewöhnlich in der Form eines Termingeschäfts statt. Ein perfekter Hedge eliminiert jegliches Risiko, ist aber in der Praxis fast unmöglich.Merkmale von Hedgegeschäften Hedgegeschäfte lassen sich grundsätzlich sowohl mit börsengehandelten Instrumenten wie Futures und Optionen (oft als portfolio insurance bezeichnet) als auch außerbörslich in so genannten over-the-counter Märkten mittels nichtstandardisierter Derivate einrichten. Der Erfolg des Kurssicherungsgeschäftes beruht auf einer preisausgleichenden Wirkung der Kursschwankungen des Grundgeschäftes durch ein entgegengerichtetes Engagement im Terminmarkt. Stimmen Kursrichtung und das Ausmaß der Kursänderungen in Spot- bzw. Kassamarkt und Terminmarkt vollständig überein, so lässt durch die Einnahme einer Gegenposition im Terminmarkt die Ungewissheit über die zukünftige Kursentwicklung des Grundgeschäftes vollständig beseitigen. Durch eine Parallelbewegung der Terminkurse zu den Spot- bzw. Kassakursen eines Marktgegenstandes gleichen sich Kursgewinne und Kursverluste mithin idealerweise vollständig aus. Beispiel Um sich gegen diese Schwankungen abzusichern, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein einfaches Beispiel mit sicherem Wechselkurs: Das Unternehmen kann heute schon einen fixen Wechselkurs erhalten und daher mit Sicherheit einen bestimmten Betrag erlösen. Wie das Beispiel verdeutlicht, besteht so die Möglichkeit, aus unsicheren zukünftigen 10.000 € sichere heutige 9.900 € zu machen. Linktipp über Hedging mit Futures: http://www.deifin.de/fuhedge.htm Quellen: wikipedia.de und lme.com Welche Spezifikationen gelten für die gehandelten Kunststoff-Typen? Um für den Handel an der LME ein eindeutige Vergleichbarkeit der Güter zu garantieren, die den Kontrakten zugrunde liegen, hat die LME für alle gehandelten Materialien eindeutige Standards definiert. Dies stellt sicher, dass jeder Handel gleich abläuft und alle Marktteilnehmer gleich behandelt werden. Sowohl für das "LME-PP" und das "LME-PE-LLD" gibt es eindeutige technische Typ-Spezifikationen. Entsprechend den echten regionalen Marktgegebenheiten gibt es für die regionalen (Europa, Nordamerika und Asien) Kontrakte auch eigene, marktübliche Spezifikationen.
Wo finde ich weitere Informationen? Auf den Seiten der LME finden Sie eine Vielzahl weiterer Informationen in englischer Sprache: Antworten auf viele häufig gestellte Fragen rund um die Börse und den Handel mit Kunststoff-Futures sowie den daraus abgeleiteten Preisen.
Angebot an Lehrveranstaltungen über die LME oder über das Hedging mit Futures.
Kostenfreies Online-Lernmodul für die LME Plastics mit interaktiven Funktionen.
Literatur und Daten der LME über den Handel mit Kunststoff-Futures an dieser Börse.
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