bvse-Marktbericht Kunststoffe - Januar 2005

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Markt für Primärkunststoffe

Im Dezember stiegen die Preise für Standardneukunststoffe weiter und zwar durchschnittlich um 11,50 €/t. Nur die Preise für Polystyrol gaben nach. Allerdings verlangsamte sich der Preisanstieg für die Primärkunststoffe im Dezember wiederum. Es wird gemeldet, dass die Kunststoffbevorratung der Verarbeiter relativ gering ist. LDPE und LLDPE bleiben weiter knapp. Die Preise, für zehn ausgesuchte Standardkunststoffe, sind je Tonne: LDPE-Folien 1210-1230 €, LLDPE-Folien 1140-1180 €, HDPE-Spritzguß 1090-1120 €, HDPE-Blasware 1090-1130 €, PS-glasklar 1270-1350 €, PS-schlagfest 1320-1400 €, PP-Homopolymer 1030-1110 €, PP-Copolymer 1080-1160 €, PVC-Rohrqualität 920-950 €, PVC-Folien/Kabel 930-970 €. Die Kunststoffverarbeiter versuchen, die Preiserhöhungen der Ausgangsstoffe an die Produkte weiterzureichen.

Weitere Preiserhöhungen konnten auch bei den Technischen Neukunststoffen mit Ausnahme von PMMA, PC und POM durchgesetzt werden. Weitere Preiserhöhungen sind für Anfang 2005 angekündigt. Die Kunststoffverarbeiter haben Schwierigkeiten, die Preiserhöhungen an die Produkte weiterzugeben. Die Preise für die Technischen Kunststoffe PMMA, ABS, PC, POM und PA sind im Oktober um durchschnittlich 100 €/t gestiegen. So sind folgende Preise zu melden: PMMA glasklar 2850-3050 €/t, ABS natur 1700-1900 €/t, ABS weiß 1800-2000 €/t, ABS schwarz 1800-2000 €/t, ABS farbig 2400-2600 €/t, PC glasklar 2850-3000 €/t, PC GF verstärkt 3100-3250 €/t, POM natur 2300-2500 €/t, PA 6 natur 2650-2850 €/t, PA 6 schwarz 2650-2850 €/t, PA 6 GF verstärkt 2900-3100 €/t, PA 66 natur 2800-3000 €/t und PA 66 GF verstärkt 3050-3250 €/t.


Markt für Sekundärkunststoffe

Der Markt für Standardaltkunststoffe zeigt sich im Dezember uneinheitlich. Während PP, PVC, PS und Mischkunststoffe preisstabil bleiben, kommt es einerseits bei einigen PET- und PE-Qualitäten zu Preiserhöhungen und andererseits bei einigen PE-Qualitäten zu Preiskorrekturen. Preisrücknahmen werden im Inland v.a. bei geringeren Altkunststoffqualitäten deutlich. Gute Qualitäten erzielen nach wie vor hohe Preise. Mahlgüter höchster Qualität erzielen Preise, die an die Regranulatpreise heranreichen. Traditionell ist die Kunststoffnachfrage im Januar geringer als vor den Festtagen im Dezember. Wegen der hohen Preise für Primärware wird von Verarbeitern weiterhin verstärkt Sekundärware eingesetzt. Preisrücknahmen sind im Exportgeschäft zu melden. Die Fernostnachfrage leidet auch wegen des bevorstehenden chinesischen Neujahrsfests. Die insgesamt rückläufige Auslandsnachfrage nach Altkunststoffen verunsichert zudem den europäischen Markt weiter. Der Fernostmarkt wird von Kunststoffmarktkennern als einigermaßen gesättigt bezeichnet. Der Absatz der Neuwaren, die mit Hilfe von Sekundärkunststoffen gefertigt werden, sei auf den asiatischen Märkten rückläufig. Preisprognosen für Januar und Februar werden nicht abgegeben. Die Kunststoffverarbeiter können jetzt ihre Qualitätsansprüche an die angelieferte Ware wieder besser durchsetzen.

PE zeichnet sich durch deutliche Preisrücknahmen bei geringeren Folien-Qualitäten aus, während Mahlgüter unverändert notieren. Zwei Preisveränderungen sind bei den Produktionsabfällen zu melden, nämlich nachgebende Preise bei LDPE-Folien bunt (K49) mit 150-240 €/t und eine Preiserhöhung bei LDPE-Folien natur (K40) mit 300-450 €/t. Im post-user-Bereich bleibt festzustellen, dass nur die LDPE-Schrumpfhauben natur (E40) mit 320-430 €/t höher notieren, während PE-Folie transparent natur < 70 μm mit 270-330 €/t, PE-Folie transparent farbig < 70 μm mit 60-100 €/t, PE-Gewerbemischfolie (90/10) mit 190-260 €/t und PE-Gewerbemischfolie (80/20) mit 135-235 €/t geringer gehandelt werden.

Im Preisspiegel ergeben sich wiederum keine Preisveränderungen bei den PP-Produktionsabfällen. Die fortlaufenden Preiserhöhungen der Primärware aus November und Dezember schlagen auch diesmal nicht auf die Sekundärware durch. Der gleiche Effekt bei PS - auch hier bewirken die beiden Preisrücknahmen der Primärware aus November und Dezember keine Preisrücknahme bei der Sekundärware. Händler konnten zum Teil deutlich höhere Preise für PS-Mahlgut bei entsprechender Qualität erzielen, als sie in den Preisspiegeln beschrieben wird. Stabile Preise bei guter Nachfrage sind weiterhin für PVC-Fensterware und PVC-Produktionsabfälle und zu melden.

Die erwarteten Preiserhöhungen bei PET zeigen sich im Dezember bei den beiden Mehrwegqualitäten. Die Notierungen für PET-Flaschen sind: Mehrweg natur 235-370 €/t, Mehrweg hellblau mit 200-270 €/t, Einweg natur 200-270 €/t und Einweg bunt mit 135-200 €/t. Die Marktpreise streuen in Abhängigkeit der Qualität deutlich weiter als im Preisspiegel angegeben. Darüber hinaus wird der Markt durch die verschiedenen PET-Qualitäten des PET-Mehrweg-, PET-Einweg- und PETCycle-Systems sowie durch die Art der Verarbeitung, nämlich Flake oder bottle to bottle, bestimmt. Im Inland sei die Bevorratung mit PET gering. Bei bunten Qualitäten wird ein Preisrückgang erwartet. Es wird gemeldet, dass für Flakes inzwischen im Inland bessere Preise als im Export zu erzielen seien.

Die angegebenen Altkunststoffpreisen sind Preise für Ballenware und Mahlgut. Bei den Angaben handelt es sich um Preise, die für Abschlüsse zwischen Sortierern bzw. Händlern einerseits und Weiterverarbeitern andererseits genannt wurden. Die Preise beziehen sich in der Regel auf Mengen größer 20 Tonnen. Die im Handel erzielbaren Preise können je nach Qualität der angebotenen Kunststoffsorte von der angegebenen Preisspanne deutlich nach oben und nach unten abweichen. Die bei einigen Qualitäten angegebenen Kurzbezeichnungen verweisen auf die bvse/BIR-Sortenliste für Altkunststoffe.


Die Informationen zur Marktlage von Kunststoffen wurden uns freundlicherweise bereitgestellt von:
bvse - Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.

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