bvse-Marktbericht Kunststoffe - Februar 2006

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Markt für Primärkunststoffe

Im Januar konsolidierte sich der Markt für Standardkunststoffe. Die Standardkunststoffe verteuerten sich, gemittelt über die zehn hier angegebenen Kunststoffe, um 15,50 €/t. So kosten diese per Tonne: LDPE-Folie 1060-1110 €, LLDPE-Folie 1030-1090 €, HDPE-Spritzguß 1010-1090 €, HDPE-Blasware 1010-1090 €, PS-glasklar 1060-1110 €, PS-schlagfest 1110-1170 €, PP-Homopolymer 1130-1180 €, PP-Copolymer 1180-1230 €, PVC-Rohrqualität 800-840 € und PVC-Folien/Kabel 850-890 €. Während deutliche Preiserhöhungen bei PS um 90 €/t zu melden sind, verbilligte sich PVC um 30 €/t. Im Januar haben die Verarbeiter geordert, um ihre Aufträge abarbeiten zu können und die Lager wieder zu füllen. Die Nachfrage nach PE und PP sei hoch; insbesondere sei PS nachgefragt, so Experten. Bei allen PE-Kunststoffen sowie bei PS wird im Februar mit weiter steigenden Preisen gerechnet. An der London Metall Exchange Börse (LME) notieren in der KW 7 die März-, April- und Mai-Preise für Käufer von PP bei 1135 US $ bzw. 1140 US $ bzw. 1140 US $ sowie von LLDPE bei 1185 US $ bzw. 1195 US $ bzw. 1200 US $. Damit geben die LME-Notierungen im März nach und zwar um15 €/t bei PP und um 60 €/t bei LLDPE. Kunststoffhersteller, Dow Europe und Basell, haben angekündigt, die Preise für PE und PP zum 1. Februar zu erhöhen. Im Januar wurden die Vorprodukte der Kunststoffe deutlich teurer. Für Februar werden daher für die Standardkunststoffe moderate Preiserhöhungen und für März deutlichere Preiserhöhungen erwartet.

Berg- und Talfahrt bei den PET-Preisen. Im Dezember werden folgende PET-Marktpreise angegeben: Westeuropa 1200-1280 €/t und Fernost 950-1050 €/t. Im Januar lauten die Notierungen: Westeuropa 1120-1200 €/t und Fernost 950-1050 €/t. Für Februar sind zwar Preiserhöhungen bei PET um 200 €/t angekündigt, deren Umsetzung bleibt aber abzuwarten.


Markt für Sekundärkunststoffe

Der Markt für Sekundärkunststoffe zeigt sich im Januar, mit Ausnahme von PE, als unverändert. Der Altkunststoffmarkt dreht langsam von der Angebots- zur Nachfrageorientierung. Folien werden knapp, während die Versorgung mit Mahlgütern noch gut sei, so Experten. Bei den Mahlgütern zieht die Anfrage nach HDPE, PP und PS langsam an. Die Nachfrage nach Regranulaten sei noch schwach, die Bevorratung mit Regranulaten hingegen gut. Die Versorgung mit Altkunststoffen war im Januar deutlich geringer, die Exportnachfrage aber deutlich höher als im Vormonat. Der Fernostexport zieht wieder an. Daher werden im Februar höhere Preise für einige ausgewählte Sekundärkunststoffe erwartet. Eine allgemeine Trendwende zu höheren Preisen wird aber frühestens im März erwartet. Insgesamt klagen die Verarbeiter über zu hohe Input-Preise. Die Verwerter berichten, dass häufig versucht werde, akzeptable Qualitäten mit minderwertigen Qualitäten zu vermengen. Entsprechend strenge Kontrollen werden deshalb beim Wareneingang durchgeführt. Ware, die auch nur in geringen Teilen nicht den vereinbarten Ansprüchen genügt, wird rigoros zurückgewiesen.

PE-Markt: Die Notierungen der PE-Produktionsabfälle sind zum Vormonat unverändert. Saubere Mahlgüter sind stark nachgefragt und erzielen hohe Preise. Der PE-post-user-Bereich ist durch folgende Preiserhöhungen gekennzeichnet: LDPE-Schrumpfhaube natur (E40) 420-500 €/t, LLDPE-Stretchfolie (E70) 280-345 €/t, Folie transparent natur <70 mm 330-380 €/t, Gewerbemischfolie (90/10) 200-265 €/t und Gewerbemischfolie (80/20) 140-210 €/t. Bei den Kunststoffmischungen notiert PE/PP-Windelfolie weiß (V01) leicht höher mit 150-280 €/t. Durch die Fernostnachfrage kam es im Januar zu deutlichen Preiserhöhungen bei den Folien, die teilweise zu Tagespreisen gehandelt werden.

Im Januar ist der PET-Preispiegel unverändert. Die Vielfalt an PET-Getränkeverpackungen nimmt weiter zu. PET-braun und PET opak mindern die Verwertungsmöglichkeiten. Die Preise für PET-bunt stehen auf Grund ihrer minderen Qualität unter Druck. Die häufig nur noch vermischt abgegebenen PET-Qualitäten müssen von den Verwertern nachsortiert werden. Händler versuchen die Preise für Pfandware noch vor der Einführung der allgemeinen Pfandpflicht festzusetzen.


Die angegebenen Preise sind aus dem monatlichen EUWID Preisspiegel für Altkunststoffe entnommen. Die Preisangaben beziehen sich auf Ballenware oder Mahlgut. Bei den Angaben handelt es sich um Preise, die für Abschlüsse zwischen Sortierern bzw. Händlern und Weiterverarbeitern genannt wurden. Die Preise beziehen sich in der Regel auf Mengen größer 20 Tonnen. Die im Handel erzielbaren Preise können je nach Qualität der angebotenen Kunststoffsorte von der angegebenen Preisspanne deutlich nach oben und nach unten abweichen. Die bei einigen Qualitäten angegebenen Kurzbezeichnungen verweisen auf die bvse/BIR-Sortenliste für Altkunststoffe.


Die Informationen zur Marktlage von Kunststoffen wurden uns freundlicherweise bereitgestellt von:
bvse - Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.

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