bvse-Marktbericht Kunststoffe - Juni 2007

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Markt für Primärkunststoffe

Die Welle der soften, leisen und schleichenden Preiserhöhungen hält an. Seit Dezember steigen die Preise für die Standardkunststoffe monatlich im Bereich von 5-15 €/t an. Dabei notieren entweder ausgesuchte Qualitäten oder fast alle Standardkunststoffe jeweils leicht höher. Dies gilt auch für den EUWID-Preisspiegel von Mai. Gemittelt über die zehn unten angegebenen Kunststoffe haben diese um durchschnittlich 18 €/t zugelegt. Der Durchschnittspreis beträgt jetzt 1220 €/t: LDPE-Folie 1240-1270 €, LLDPE-Folie 1210-1240 €, HDPE-Spritzguss 1240-1280 €, HDPE-Blasware 1250-1280 €, PS-glasklar 1320-1390 €, PS-schlagfest 1370-1450 €, PP-Homopolymer 1200-1270 €, PP-Copolymer 1250-1320 €, PVC-Rohrqualität 920-940 € und PVC-Folien/Kabel 970-990 €. Weiterhin unverändert notiert PVC. Die Märkte nachfrageorientiert. Anlagenstillstände sorgen für ein teils knappes Angebot.

Preiserhöhungen auch bei PET! Die PET-Notierungen lauten im Mai: Westeuropa 1270-1320 €/t, USA 1150 €/t-1250 €/t und Asien 1150-1250 €/t. Besonders deutliche Erhöhung der asiatischen PET-Preise um 170 €/t, die damit das Niveau von Westeuropa und USA erreichen. In Europa ist mit weiteren Preiserhöhungen bei PET zu rechnen. An der London Metal Exchange Börse (LME) notieren in der KW 25 die Juli, August und September-Einkaufspreise von PP bei 1210 US $, 1215 US $ und 1215 US $ sowie die von LLDPE bei jeweils 1195 US $. Damit erniedrigen sich die Juli-Notierungen von PP um 50 €/t und die von LLDPE um 20 €/t. Wegen des knappen Angebots bei guter Nachfrage und geringer Importe werden im Juli wiederum moderate Preissteigerungen erwartet.


Markt für Sekundärkunststoffe

Moderate Preiserhöhungen im EUWID-Preisspiegel Mai für ausgewählte Sekundärkunststoffe. Der Preisspiegel zeigt keine Änderungen bei PS, PVC und PET. Der Mai-Markt erweist sich als relativ stabil. Die Preiserhöhungen aus den Primärmärkten kommen im Sekundärkunststoffmarkt zeitverzögert und verhalten an. Häufig werden auch hier nur ausgewählte Qualitäten moderat erhöht. Der Export aus Europa nach Fernost verläuft weiterhin verhalten. Auch im Export häufen sich die Reklamationen der Empfängerländer über die angelandeten Qualitäten. Chinesische Aufkäufer agieren relativ offensiv auf den deutschen Märkten.

Die genannten moderaten Preiserhöhungen um 10-20 €/t Preiserhöhungen sind vor allem bei PE-Markt evident. Für die PE-Produktionsabfälle gelten nun die folgenden Preise: HDPE bunt 420-580 €/t, HDPE natur 430-630 €/t, LDPE bunt 420-580 €/t, LDPE natur 430-630 €/t, LDPE Folie bunt (K49) 300-380 €/t und LDPE Folie natur (K40) 420-550 €/t. Folgende Preise gelten für den PE post user Bereich: LDPE-Schrumpfhaube natur (E40) mit 460-530 €/t LDPE-Schrumpfhaube bunt (E49) 230-340 €/t, LDPE-Stretchfolie (E70) mit 340-380 €/t, PE-Folie transparent natur < 70 μm 370-420 €/t, PE-Folie transparent farbig < 70 μm 70-140 €/t, LDPE-Agrarfolie natur (B40) < 70 μm 0-40 €/t, LDPE-Agrarfolie s/w (B41) > 70 μm 20-80 €/t, PE-Gewerbemischfolie (90/10) 210-260, PE-Gewerbemischfolie (80/20) 170-220 €/t, HDPE-Hohlkörper bunt (C29) 120-250 €/t, HDPE-Kastenware farbsortiert 640-900 €/t und HDPE-Kastenware bunt 560-680 €/t. Die Angaben für Folien im allgemeinen und Exportfolie im speziellen gehen auseinander. Der erschwerte Absatz und schwierigere Preisverhandlungen bei Folien schlagen sich nicht im Preis nieder. Im Gegenteil Folien notieren höher und diese Tendenz hält an. Die gute Angebotssituation bei Folie hält an. Dadurch können Die Verarbeiter auch wiederum mehr auf Qualitäten achten. Qualitätsmahlgut ist weiterhin gesucht und erzielt gute Preise. Weitere, moderate Preiserhöhungen werden bei Mahlgut erwartet.

Bei den PP-Produktionsabfällen sind folgende Änderungen zu berichten: Folie bunt (K59) 120-210 €/t und Homopolymer natur 520-650€/t. Teilweise werden auch qualitativ hochwertige Produktionsabfälle im Bereich von 700 €/t und darüber gehandelt.

Der Preisspiegel zeigt keine Änderungen bei PS, PVC und PET. PS: Während qualitativ hochwertiges PS-Mahlgut bei 530-700 €/t und in der Spitze mit über 800 €/t gehandelt wird, liegt der Preis für Regranulate bei 800-1000 €/t und der Preis für Neuware beginnt bei 1320 €/t. PVC: Der PVC zeigt sich nach außen hin als ruhig. Marktveränderungen werden teilweise durch die Zweitware, also durch Mahlgut aufgefangen, das aus aussortiertem PVC gewonnen wird.

Der PET-Markt zeigt zwar keine Veränderungen in den Notierungen, dennoch ist er in Bewegung. In Deutschland werden die Verarbeitungskapazitäten ausgebaut. In Europa werden Überlegungen zur PET-Flaschensammlung und PET-Verarbeitung realisiert. Die europäischen Sammelmengen werden erhöht. PET gewinnt Marktanteile von Glas und Verbundverpackungen. Der Fernostexport nach China stagniert. Die Nachfrage aus Indien nach europäischem PET erhöht sich. In Deutschland sind die Läger der Aufbereiter und Verwerter gut gefüllt. Außerdem ist der Nachschub an PET aus dem Handel und im geringeren Umfang aus den Dualen Systemen gut. Der Verbrauch von PET-Flaschen hat ein relativ stabiles und hohes Niveau erreicht. Das Qualitätsflake gewinnt gegenüber anderen Zwischenprodukten immer mehr an Bedeutung. Im EUWID-Preisspiegel notieren die PET-Flaschen als Ballenware unverändert: Mehrweg hellblau 220-270 €/t, Einweg natur 260-300 €/t und Einweg bunt 40-200 €/t.


Den angegebenen Preisen liegen vor allem die monatlichen Veröffentlichungen des EUWID Preisspiegels für Primär- und Altkunststoffe zu Grunde. Die Preisangaben Altkunststoffe beziehen sich hierbei auf Ballenware oder Mahlgut. Bei den Angaben handelt es sich um Preise, die für Abschlüsse zwischen Sortierern bzw. Händlern und Weiterverarbeitern genannt wurden. Die Preise beziehen sich in der Regel auf Mengen größer 20 Tonnen. Die im Handel erzielbaren Preise können je nach Qualität der angebotenen Kunststoffsorte von der angegebenen Preisspanne deutlich nach oben und nach unten abweichen. Die bei einigen Qualitäten angegebenen Kurzbezeichnungen verweisen auf die bvse/BIR-Sortenliste für Altkunststoffe. Dem Marktbericht selbst liegen unterschiedliche Quellen zu Grunde, die entsprechend journalistisch aufbereitet sind. Nicht zuletzt werden eigene Informationen und Recherchen im Marktbericht verwendet.


Die Informationen zur Marktlage von Kunststoffen wurden uns freundlicherweise bereitgestellt von:
bvse - Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.

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