| 30.07.2002 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das neue Altfahrzeug-Gesetz setzt die deutschen Fahrzeughersteller unter Druck. Die Umsetzung der EU-Altfahrzeugrichtlinie durch Bundesregierung und Bundesrat verpflichtet die Hersteller künftig zur kostenlosen Rücknahme von Altfahrzeugen und einer angemessenen Entsorgung. Dabei gilt von 2006 an eine Recyclingquote von mindestens 85 Prozent. Bis zum Jahr 2015 soll dieser Anteil auf maximal fünf Prozent gesenkt werden.
Sechs vollautomatische Sortiersysteme hat die Separation Systems Engineering GmbH (SSE, www.metall-sse.de) mit Sitz in Wedel bei Hamburg entwickelt. Mit ihnen ist die trockene, sortenreine Trennung und Rückgewinnung von mehr als 95 Prozent der Metalle, Kunst- und Schaumstoffe oder Glas möglich. Altfahrzeuge können so zunächst ausgeschlachtet und dann ohne weitere Vorsortierung komplett geshreddert werden. Die entstandenen Leichtfraktionen werden den SSE-Anlagen zugeführt. Durch Kombination spezieller elektromagnetischer Detektoren, optischer Trennsensoren und Luftdrucktechnik erfolgt dann vollautomatisch die sortenreine Rückgewinnung – aus bis zu fünf Tonnen Schüttgut pro Stunde. „Damit erfüllen die Anlagen schon heute mehr als die gegenwärtige 85-Prozent-Quote der Altauto-Verordnung“, urteilt Eric van Looy, Geschäftsführer von SSE. Mit der so genannten Metal“X“ Techologie hat das Unternehmen einen Lösungsansatz entwickelt, mit dem bei der Altautoverwertung bereits heute Metalle, Kunststoffe und Glas bis zu 98 Prozent sortenrein recycelt werden können. Selbst Restfraktionen, die bislang deponiert werden, lassen sich weiter sortenrein trennen. Auf diese Weise amortisieren sich nach Herstellerangaben die Investitionen bereits bei einer jährlichen Leichtfraktion-Tonnage von 24.000 Tonnen in rund sechs Monaten – allein durch gesunkene Transport- und Deponiekosten. Verringerte Personalkosten, gesteigerte Einnahmen beziehungsweise reduzierte Ausgaben durch erhöhtes Metallaufkommen sowie neue Umsatzerlöse durch die Rückführung sortenreiner Kunststoffe bieten weiteren Mehrwert, hieß es in einer Mitteilung. |
Separation Systems Engineering GmbH, Hamburg
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