| 03.03.2017, 12:19 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Delacamp AG hat zum 1. Oktober 2016 den Geschäftsbereich Convena Polymers von der Convena GmbH übernommen, die sich seit ihrer Gründung im Jahre 1994 auf Fluor- und Hochleistungskunststoffe spezialisiert hat. Volker Kappius, Vorstandsvorsitzender der Delacamp AG, beobachtet in den letzten Monaten einen starken Anstieg der Preise für Fluorpolymere. Einen der Hauptgründe sieht Kappius vor allem in der katastrophalen Luftverschmutzung in China. Diese habe die chinesische Zentralregierung dazu veranlasst, drastische Maßnahmen im Umwelt- und Emissionsschutz zu ergreifen. Dies gelte für die gesamte chinesische produzierende Industrie. Damit treffe es natürlich auch den Bereich der Fluor- und Hochleistungskunststoffe. In einer ersten Aktion seien viele Werke untersucht und einige Werke bereits vorübergehend stillgelegt worden - darunter auch namhafte Hersteller. Die Umwelt- und Emissionsauflagen gehen laut Kappius teils soweit, daß einzelne Werke in weniger dichtbesiedelte Regionen umgesiedelt werden müssen. Als eine erste Reaktion stiegen zum Beispiel die Preise für Polytetrafluorethylen (PTFE) um über 25 Prozent. "Derzeit finden Audits zum Umwelt- und Emissionsschutz auf Provinzregierungsebene statt, um die Umsetzung von Auflagen zu beobachten. Diese gelten als Vorbereitung für die nächsten Audits der Zentralregierung im April dieses Jahres", erläutert Kappius. Die Audits auf Provinzregierungsebene sollen allerdings nicht zu vorübergehenden Stilllegungen führen. Das sei den Audits der Zentralregierung vorbehalten. Hier werde sich im April zeigen, welche Zulieferwerke und Werke für Fluorkunststoffe weiter arbeiten können und dürfen. Die Anzahl der Werke, die nach dem Audit weiter arbeiten können, dürften die weitere Preisentwicklung der Fluorkunststoffe ab Mai/Juni dieses Jahres stark beeinflußen. Die Kapazitätsausfälle in China seien an sich schon ein wichtiger Grund der aktuellen Preissteigerungen für Fluorkunststoffe, aber potenziert werde dies noch durch die hohe Nachfrage nach Hexafluorpropylen (HFP) für die Herstellung des neuen Kältemittels für Klimaanlagen Tetrafluorpropen (HFO-1234YF bzw. R1234YF). "Wenn eine hohe Nachfrage auf geringere Kapazitäten trifft, dann treibt dies die Preise nach oben", resumiert Kappius. "Von dieser Welle lassen sich auch die großen, etablierten Produzenten von Fluorkunststoffen gerne tragen. Auch hier finden Preisanpassungen nach oben statt. Die Preissteigerungen betreffen damit nicht nur Fluorkunststoffe aus China. Erste Preiserhöhungen der etablierten Hersteller finden bereits statt." Belastbare Aussagen zu der weiteren Preisentwicklung der Fluorkunststoffe und deren Verfügbarkeit können laut Kappius daher frühestens ab Mai/Juni wieder getroffen werden. Diese geschilderten Entwicklungen betreffen nach seiner Einschätzung vor allem den Markt der virginalen Fluorkunststoffe. Fluorkunststoffrezyklate sollen von dieser Entwicklung zeitlich verzögert, wenn überhaupt, betroffen sein. Ein erstes Anziehen des Marktes der Fluorkunststofferezyklate lasse sich bereits feststellen. Virginale Ware bleibe aber vorerst knapp. Weitere Informationen: www.convena-polymers.de |
Delacamp Aktiengesellschaft, Hamburg
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