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11.10.2018, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten Optionen:       

Barlog: Spritzgegossene Weichmagnete für kontaktlose Energie­über­tragung, Radarabschirmung und detektierbare Verpackungen

Als Experte für spritzgegossene Magnete stellt die Barlog Plastics GmbH auf der Fakuma 2018 unter anderem ihr Portfolio an kunststoffgebundenen magnetischen Werkstoffen vor. „Kebablend“ / MW kombiniert die magnetischen Eigenschaften von Metallen mit den fertigungstechnischen Vorteilen von Kunststoffen im Spritzgussverfahren. Das Standardsortiment der weichmagnetischen Werkstoffe umfasst diverse Füllstoffe wie Weichferrite, Magnetit oder Eisen. Als Trägerpolymer wird in der Regel PA12, PPS, PPA oder EBA verwendet. Neben den Werkstoffen bietet die Barlog Gruppe umfangreiches Know-how für die Entwicklung und Fertigung spritzgegossener Magnete. „Von der Simulation magnetischer Baugruppen und Systeme, über Materialauswahl, kundenspezifische Compoundentwicklung, Auslegung und Simulation von Spritzgusswerkzeug und Fertigungsprozess, bis hin zur Betreuung des Serienanlaufs erhalten unsere Kunden alles aus einer Hand“, betont Frank Barlog, Geschäftsführer des Dienstleistungsbereichs Bahsys.

Das induktive Laden ist im alltäglichen Gebrauch von Haushaltsgeräten, wie der elektrischen Zahnbürste, bereits länger bekannt. Im Zusammenhang mit der täglichen Smartphone-Nutzung, eröffnet das Wireless-Charging (Qi-Ladetechnik) heute neue Möglichkeiten einer benutzerfreundlichen Bedienung ohne lästige Ladekabel. Aus Sicht der Elektrodynamik ist für eine effiziente Energieübertragung von der Transmitter- zur Receiverspule ein weichmagnetischer Rückschluss (shielding) notwendig. „Spritzgegossene Weichmagnete aus ‚Kebablend‘ / MW bieten hierbei gleich mehrere Vorteile“, erläutert Robert Konnerth, Produktmanager bei Barlog Plastics: „Gehäusekomponenten aus diesem Werkstoff weisen die geforderte Magnetfeldabschirmung auf und führen die Magnetfeldlinien für einen maximalen Wirkungsgrad in die gewünschte Richtung. Somit lässt sich dank der enormen Gestaltungsfreiheit ein optimales Spulendesign erzeugen und der begrenzte Bauraum bestmöglich nutzen. Unsere Messungen zeigen, dass die Lösung aus ‚Kebablend‘ / MW, im Vergleich zur herkömmlichen Lösung (Folienverbund aus weichmagnetischen Ferriten), die Spulengüte um bis zu zehn Prozent erhöht und somit den Energieverlust reduziert.“

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‚Kebablend‘ / MW bietet demnach zudem fertigungstechnische Vorteile, da bei Minimierung der Bauteilanzahl die Gehäusekomponenten aus dem Material auf herkömmlichen Spritzgussmaschinen produziert werden können. „Derzeitige Konzepte zielen außerdem darauf ab, mittels Mehrkomponenten-Spritzguss in Kombination mit ‚Kebablend‘ / M Hartmagneten eine Positionierungshilfe für Smartphone und Ladegerät zu realisieren“, so Konnerth weiter.

Ein weiteres Anwendungsgebiet sieht das Unternehmen bei der Abschirmung von hochfrequenten Radarstrahlen. Im Zusammenhang mit E-Mobilität und autonom fahrenden Fahrzeugen sei zu erwarten, dass die Nachfrage nach Materialien mit möglichst hoher Schirmdämpfung weiter steigt. Um möglichst viele Radarkomponenten für die Fahrassistenzsysteme in dem begrenzten Bauraum des Fahrzeugs zu platzieren, ist es notwendig, dass sich die einzelnen Geräte nicht gegenseitig stören. Dafür sorgen Gehäuse aus Kunststoff mit radarabsorbierenden Füllstoffen. Neue Entwicklungen aus ‚Kebablend‘ / MW weisen den weiteren Angaben nach diesbezüglich in dem Frequenzbereich von 48 GHz bis 96 GHz eine Schirmdämpfung von mindestens 40 dB auf.

Auf Basis weichmagnetischer Compounds vertreibt Barlog zudem mit „Detectopac“ detektierbare Masterbatches für Lebensmittelverpackungen. Unerwünschte Kunststoffteilchen in Lebensmitteln sollen mithilfe des Produktes zuverlässig, effizient und gezielt aufgefunden werden können. „Detectopac“ ist auf Basis von PE, PP und PA66 erhältlich und wird als Zusatz mit einer Dosierung von 10-20 Prozent einfach zum Serienmaterial hinzugegeben. Die Grundeigenschaften der Serienprodukte werden laut Herstellerangaben dabei nur geringfügig verändert und die Verarbeitung wird demzufolge dadurch nicht beeinflusst. Somit sollen sich detektierbare Folien, Netze, Beutel, Bänder, Maschinenteile etc. herstellen und durch handelsübliche Metalldetektoren auffinden lassen. Das Ziel sei ein optimaler Schutz für Lebensmittel und Verbraucher bei einer Risikoreduzierung von Kontaminationen und der Vermeidung von Rückrufaktionen. Das Material erfüllt die strengen Anforderungen für Kunststoffe im Lebensmittelkontakt – sowohl nach der EU-Verordnung 10/2011 als auch nach den FDA-Richtlinien der USA.

Weitere Informationen: www.barlog.de

Fakuma 2018, Friedrichshafen, 16.-20. Oktober 2018, Halle A3, Stand 3209

Barlog plastics GmbH, Overath

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