| 03.11.2025, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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![]() In einer neuen Studie zeigt die ETH Zürich, dass die Gasifizierung von Automobilschredderrückständen zusammen mit Bioabfall weniger Treibhausgasemissionen erzeugt als die Verbrennung der Abfälle mit Energierückgewinnung. Gleichzeitig entsteht ein neuer, zirkulärer Rohstoff für die chemische Industrie - (Bild: BASF). Das Forschungsprojekt baut auf ein Pilotvorhaben von BASF und der österreichischen Best GmbH auf, das Mitte 2025 in einer industriellen Pilotanlage erstmals die kombinierte Gasifizierung von Biomasse und Kunststoffabfällen aus Autoschreddern erfolgreich demonstrierte. Dabei entsteht neben Dampf vor allem Synthesegas, das als wertvoller Rohstoff für neue Chemikalien dient und fossile Ausgangsstoffe ersetzen kann. Die Forschenden betonen die Bedeutung der Ergebnisse für die aktuell diskutierten EU-Regelungen zu Altfahrzeugen. Das Verfahren könnte einen Beitrag leisten, Kohlenstoffkreisläufe zu schließen, fossile Ressourcen zu schonen und Emissionen zu mindern. Voraussetzung sei jedoch ein rechtlicher Rahmen, der gemischte Kunststoffabfälle als recycelbar anerkennt und langfristige, verbindliche Recyclingziele vorgibt. Laut André Bardow, Professor an der ETH Zürich, stellt das chemische Recycling einen wichtigen Schritt zu einer Kunststoffindustrie dar, die innerhalb ökologischer Grenzen operiert. Seine Kollegin Prof. Catharina Bening fordert ambitionierte Zielvorgaben und eine stärkere sektorübergreifende Zusammenarbeit, um Emissionsminderungen voranzubringen. BASF-Manager Martin Jung plädiert zudem für politische Maßnahmen, die eine Mehrzweck-Nutzung bestehender Gasifizierungsanlagen mit Hilfe eines flexiblen Massenbilanz-Ansatzes ermöglichen. Das Potenzial ist erheblich: In Europa fallen jährlich über eine Million Tonnen Kunststoffabfälle aus Altfahrzeugen an, die bislang überwiegend verbrannt oder deponiert werden. Das neue Verfahren erlaubt, diese gemischten Abfallströme gemeinsam mit Biomasse stofflich zu nutzen. Die daraus gewonnenen zirkulären Rohstoffe können zu Kunststoffen mit Neuwarequalität weiterverarbeitet werden, die selbst hohen technischen Anforderungen, etwa im Automobilbau, entsprechen sollen. Weitere Informationen: |
BASF SE, Ludwigshafen + ETH Zürich, Zürich, Schweiz
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