| 27.02.2026, 08:40 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Selenis will die Produktionskapazität an seinem Industriehauptsitz im portugiesischen Portalegre bis zum dritten Quartal 2027 verdoppeln. Die Investition dient dem Ausbau der Herstellung biobasierter Copolyester sowie recycelter und CO₂-armer Polyesterlösungen für medizinische Anwendungen, Verpackungen und Textilien. Kern des Projekts ist die Einführung einer kontinuierlichen Polymerisationstechnologie (CP) der nächsten Generation, die die bestehende Batch-Produktion ergänzt. Durch die Kombination beider Verfahren soll die Produktionsflexibilität erhöht und ein kontinuierlicher, konsistenter Materialfluss ermöglicht werden. Gleichzeitig zielt die neue Technologie auf eine deutliche Senkung des Energieverbrauchs pro produzierter Tonne ab. Die CP-Linie wird mit elektrischen Vakuumsystemen integriert. Dadurch soll der Anteil elektrifizierter Prozesse am Standort steigen und die Abhängigkeit von Erdgas sinken. Ein Teil des zusätzlichen Strombedarfs wird durch einen neu in Betrieb genommenen Solarpark am Standort gedeckt. Nach Unternehmensangaben führt dies zu einer strukturellen Veränderung des Energieprofils und zu einer Reduktion der CO₂-Emissionen. Mit der Kapazitätserweiterung reagiert Selenis auf regulatorische und marktseitige Entwicklungen in Europa. Die EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) sieht vor, dass bis 2030 alle Verpackungen auf dem EU-Markt recyclingfähig sein müssen, und definiert verbindliche Zielvorgaben für Rezyklatanteile sowie Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit. Zudem erkennen die jüngsten Anpassungen der Einwegkunststoffrichtlinie fortschrittliches Recycling und zertifizierte Massenbilanzansätze – einschließlich chemisch recycelter Inhalte – als zulässige Erfüllungsoptionen an. Vor diesem Hintergrund plant Selenis, bis 2027 auch die eigene Kapazität für recyceltes Polyester zu verdoppeln. Dazu zählen chemisch recyceltes Post-Consumer-Rezyklat (PCR) sowie ISCC+-zertifizierte Biomassenbilanz-Lösungen, die den geltenden europäischen Rückverfolgbarkeitsanforderungen entsprechen. Die zusätzliche Produktionsmenge soll insbesondere die Nachfrage in den Segmenten Lebensmittel- und Gesundheitsverpackungen sowie Textilien bedienen. Ziel ist die Bereitstellung zirkulärer und CO₂-armer Polyester in industriellem Maßstab. Selenis produziert an Standorten in Portugal, Italien und den USA. Die Anlagen umfassen diskontinuierliche (Batch-) und kontinuierliche Polymerisationsverfahren sowie Solid-State-Polymerisation. Dadurch kann das Unternehmen sowohl amorphe als auch kristallisierte Polyester für spezialisierte Anwendungen herstellen. Das Unternehmen ist Teil der IMG Group mit Hauptsitz in Portugal. Weitere Informationen: www.selenis.com |
Selenis, Portalegre, Portugal
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