| 08.04.2026, 06:08 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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WPU, das Kunststoffrecyclinggeschäft von Vitol, plant im Hafen von Rotterdam den Bau einer neuen Anlage für chemisches Recycling von Kunststoffabfällen am Ende ihres Lebenszyklus. Der Standort soll neben der Vitol-Raffinerie VPR entstehen. Die geplante Anlage ist auf eine Verarbeitungskapazität von 80.000 Tonnen Post-Consumer-Kunststoffen pro Jahr ausgelegt. Damit würde sich die gesamte Recyclingkapazität von WPU auf 100.000 Tonnen jährlich erhöhen. Nach Angaben des Unternehmens könnte die Anlage in Rotterdam zu den größten Chemierecyclinganlagen für Altkunststoffe in Europa zählen. Zum Einsatz kommen soll die firmeneigene Batch-Pyrolysetechnologie von WPU, mit der Kunststoffabfälle in Pyrolyseöl umgewandelt werden. Dieses Öl dient als zirkulärer Rohstoff für die Herstellung von Chemikalien, Zwischenprodukten und neuen Kunststoffen. Das Projekt wird vor dem Hintergrund einer steigenden Nachfrage nach zirkulären Rohstoffen sowie regulatorischer Vorgaben in Europa eingeordnet, die höhere Rezyklatanteile und die Dekarbonisierung petrochemischer Wertschöpfungsketten fördern. WPU verweist dabei auf Erfahrungen aus dem bestehenden Werk im dänischen Farevejle. Dort ist die Technologie bereits im kommerziellen Maßstab im Einsatz. Die Anlage verfügt über eine Recyclingkapazität von 20.000 Tonnen pro Jahr und arbeitet den Angaben zufolge derzeit nahezu unter Volllast. Damit gehört WPU zu den frühen Anbietern, die Kunststoffpyrolyse für Altkunststoffe in industriellem Maßstab umgesetzt haben. Für den Standort Rotterdam ist zudem der Einsatz moderner Ofentechnologie vorgesehen, die Emissionen senken und den Energieverbrauch verringern soll. Vergleichbare Technik wurde laut Unternehmen bereits in der benachbarten Raffinerie VPR installiert. Dort habe dies zu einer Verringerung der NOx-Emissionen um 50 Prozent, der SO2-Emissionen um 80 Prozent sowie des Energieverbrauchs um 40 Prozent geführt. Das Vorhaben steht noch unter dem Vorbehalt der erforderlichen behördlichen Genehmigungen. Im Zuge des weiteren Verfahrens ist zudem eine umfassende Konsultation relevanter Anspruchsgruppen vorgesehen. Weitere Informationen: www.vitol.com, wpu-dk.com |
Vitol, Rotterdam, Niederlande
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