| 31.08.2026, 09:11 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Geschäftsbetrieb des Flaschenverschluss- und Korkenherstellers SpieKo in Olbernhau ist nach dem Insolvenzantrag stabilisiert. Nach Angaben von Insolvenzverwalter Dr. Dirk Herzig ist die Produktion auf Basis der aktuellen Ertrags- und Liquiditätsplanung bis mindestens Ende 2026 gesichert. Alle bestehenden Aufträge sollen planmäßig produziert und ausgeliefert werden. Parallel läuft die Suche nach einem Investor für eine langfristige Fortführung des Unternehmens. Zur Stabilisierung tragen Vereinbarungen mit der Hausbank und einem Großteil der Maschinenfinanzierer bei. Sicherungsübereignete Materialien und Rohstoffe können weiterhin für die Fertigung eingesetzt werden, zudem wurden Finanzierungsraten für Maschinen angepasst. Entscheidend für die weitere Entwicklung bleibt nach Angaben des Insolvenzverwalters jedoch eine ausreichende Auslastung der Produktion. Hier zeichnet sich nach Unternehmensangaben eine Verbesserung ab. Mehrere Kunden haben SpieKo demnach nach dem Insolvenzantrag erneut Aufträge erteilt und Interesse an einer weiteren Belieferung signalisiert. Künftig soll das Unternehmen verstärkt direkt an Kunden liefern. In der Vergangenheit war SpieKo häufig als Subunternehmer tätig; der Wegfall entsprechender Geschäftsbeziehungen hatte zu deutlichen Umsatzrückgängen beigetragen. SpieKo produziert Flaschenverschlüsse, Kunststoffkorken und Holzdrehteile und kann sowohl Kleinmengen als auch größere Serien fertigen. Das 1993 gegründete Unternehmen hat in den vergangenen Jahren nach eigenen Angaben in Automatisierung und Fertigungstechnik investiert. Zum Maschinenpark gehören Sondermaschinen, die teilweise im eigenen Unternehmen entwickelt und gefertigt wurden. Das Insolvenzverfahren wurde planmäßig zum 1. August 2026 eröffnet. Nach dem Ende des Insolvenzgeldzeitraums werden die Löhne und Gehälter der zehn Beschäftigten wieder aus dem laufenden Geschäftsbetrieb finanziert. Die gesicherte Produktion bis zum Jahreswechsel soll insbesondere Zeit für die Suche nach einer langfristigen Fortführungslösung schaffen. Nach Angaben des Insolvenzverwalters liegen bereits erste Interessensbekundungen potenzieller Investoren vor. Möglich sind sowohl ein Einstieg bei SpieKo als auch die Eingliederung des Unternehmens in eine bestehende Unternehmensgruppe. Als Ursachen der wirtschaftlichen Schwierigkeiten nennt das Unternehmen starke Umsatzrückgänge und gestiegene Kosten für Ausgangsmaterialien bei gleichzeitig unveränderter Finanzierungslast. Die daraus entstandene Liquiditätslücke konnte SpieKo nicht mehr aus eigener Kraft schließen. Weitere Informationen: www.spieko.de |
SpieKo Flaschenverschlüsse e.K., Olbernhau
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