| 01.10.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Engel stellt auf der Fakuma 2026 eine erweiterte Ausbaustufe seines KI-gestützten "Engel Virtual Assistant" ("EVA") vorstellen. Der Assistent verarbeitet frei formulierte Fragen zur laufenden Spritzgießproduktion, berücksichtigt den jeweiligen Maschinen- und Prozesskontext und schlägt auf Basis hinterlegter Informationen Handlungsschritte vor. Neu ist die Möglichkeit, freigegebene Änderungen nach ausdrücklicher Bestätigung durch das Bedienpersonal kontrolliert an die Maschinensteuerung zu übergeben (siehe auch plasticker-News vom 24.09.2026).Für die inhaltliche Erweiterung des Systems steuern das SKZ - Das Kunststoff-Zentrum und Meusburger Fachwissen zur Analyse und Behebung typischer Spritzgießfehler bei. Grundlage ist ein frei verfügbarer Fehlerkatalog, der Fehlerbilder, mögliche Ursachen und geeignete Abstellmaßnahmen beschreibt. Damit ergänzt Engel das maschinen- und prozessbezogene Wissen des Assistenten um externes Fachwissen aus Kunststofftechnik, Weiterbildung sowie Werkzeug- und Formenbau. SKZ bringt Fehlerwissen aus Weiterbildung und Kunststofftechnik ein Eine zentrale Rolle übernimmt das SKZ mit seinem anwendungsbezogenen Wissen zu Spritzgießfehlern. Das Institut beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Forschung, Prüfung, Weiterbildung, Zertifizierung und Wissenstransfer in der Kunststofftechnik. Für "EVA" fließen insbesondere Inhalte aus dem Themenfeld "Spritzgießfehler - Ursachen und Fehlerbehebung" ein. Das Wissen des SKZ umfasst typische Fehlerbilder wie Einfallstellen, Bindenähte, Verzug, Gratbildung oder Lufteinschlüsse sowie deren mögliche Ursachen und Abstellmaßnahmen. Durch die strukturierte Einbindung in den Assistenten soll dieses Fachwissen direkt im Produktionsumfeld abrufbar werden. Bediener können eine Abweichung per Text- oder Spracheingabe beschreiben; "EVA" verknüpft die Anfrage mit Maschinen- und Prozessinformationen und leitet daraus mögliche Maßnahmen ab. Damit übernimmt das SKZ vor allem die Rolle des Wissenslieferanten für die systematische Fehleranalyse. Der Ansatz überführt bisher vorwiegend in Schulungen, Fachunterlagen und Expertenwissen verfügbares Know-how in eine digitale Assistenzumgebung, die unmittelbar an der Maschine genutzt werden kann. Meusburger ergänzt Werkzeug- und Prozesswissen Meusburger bringt ergänzend seine Erfahrung aus Werkzeug-, Formen- und Maschinenbau ein. Der Normalienhersteller mit Hauptsitz in Wolfurt, Österreich, stellt insbesondere Wissen zu Werkzeugauslegung, Prozessstabilität und Fehlervermeidung in der Spritzgießfertigung bereit. Diese Perspektive ergänzt die kunststofftechnische Fehleranalyse des SKZ um werkzeugbezogene Einflussgrößen. Bei der Ursachenanalyse von Bauteilfehlern kann damit neben Maschinen- und Prozessparametern auch berücksichtigt werden, ob konstruktive oder werkzeugtechnische Faktoren eine Rolle spielen. Für die Assistenzfunktion ist diese Verknüpfung relevant, weil viele Fehlerbilder im Spritzgießprozess nicht eindeutig einer einzelnen Ursache zugeordnet werden können. Von der Fehlerbeschreibung zur freigegebenen Maschinenaktion Der "Engel Virtual Assistant" verarbeitet Fragen in natürlicher Sprache und greift dafür auf Dokumentationen, maschinenspezifische Informationen und hinterlegtes Expertenwissen zurück. Nach Angaben von Engel kann das System den aktuellen Maschinenkontext einbeziehen und daraus Empfehlungen für weitere Schritte ableiten. Mit der auf der Fakuma 2026 gezeigten Ausbaustufe soll "EVA" nicht mehr nur Informationen bereitstellen. Nach Bestätigung durch den Anwender können freigegebene Änderungen an die Maschinensteuerung übergeben werden. Die Entscheidungsfreigabe verbleibt damit beim Bedienpersonal. Technische Grundlage ist das "Engel AI Interface", über das Maschineninformationen für freigegebene KI-Anwendungen strukturiert bereitgestellt werden. Die Kombination aus Maschinenwissen von Engel, kunststofftechnischem Fehlerwissen des SKZ und werkzeugbezogener Kompetenz von Meusburger zielt auf eine schnellere Eingrenzung von Fehlerursachen und eine systematischere Ableitung möglicher Gegenmaßnahmen. Besonders relevant ist dies in Produktionssituationen, in denen erfahrenes Fachpersonal nicht unmittelbar verfügbar ist. Vorstellung auf der Fakuma 2026 Engel zeigt die Lösung auf der Fakuma 2026 in Halle A5, Stand A5-5203. Meusburger ist in Halle A2, Stand 2313, vertreten, das SKZ in Halle B3, Stand 3000. Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026 Weitere Informationen: engelglobal.com, www.meusburger.com, www.skz.de |
Engel Austria GmbH, Schwertberg, Österreich + Meusburger Georg GmbH & Co KG, Wolfurt, Österreich + SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
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