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23.10.2008 | Lesedauer: ca. 3 Minuten Optionen:       

Masterbatch Verband: Seit 10 Jahren schlagkräftige Interessenvertretung für Masterbatcher

Aktivitäten von REACH bis Weiterbildung
Sich einmischen, den beteiligten Unternehmen in der Öffentlichkeit gegenüber Gesetzgeber, Medien und den Kundenindustrien Gehör verschaffen und sich untereinander vernetzen. Das waren die Ziele der 14 Gründungsmitglieder, die im September 1998 den Masterbatch Verband (www.vdmi.de) aus der Taufe hoben. Im Laufe seines 10-jährigen Bestehens hat er sich zu einem effektiven Sprachrohr für deutsche Hersteller von Farb- und Additiv-Masterbatches entwickelt. Grund genug für die Verbandsspitze, im November dieses Jahres im Rahmen der Mitgliederversammlung das Gründungsjubiläum auch ein wenig festlich zu begehen.

Zwar sind auch einige größere Unternehmen dabei, der inzwischen auf 19 Mitgliedsfirmen angewachsene Verband wird aber in der Hauptsache von kleinen und mittelständischen Betrieben getragen. Ihre Vertreter treffen sich seit 10 Jahren regelmäßig zum Meinungs- und Informationsaustausch, um die Branche betreffende technische, ökologische und rechtliche Fragen zu diskutieren und dazu gemeinsame Positionen zu formulieren.

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Diese Positionen werden selbstverständlich auch in die öffentliche Debatte eingebracht: "Wir haben uns bereits sehr früh an der Diskussion zur Neuordnung des europäischen Chemikalienrechts beteiligt und bei dem seit 2001 laufenden Gesetzgebungsprozess interveniert", beschreibt Geschäftsführerin Dr. Heike Liewald (Bild) den wichtigsten Punkt aus der Verbandsarbeit der letzten Jahre. Zurzeit, so Frau Liewald weiter, stehe die Auseinandersetzung mit den Konsequenzen von REACH, der seit 2007 gültigen EU-Verordnung zur Registrierung von chemischen Stoffen, für die Mitglieder im Vordergrund. "Für unsere Branche heißt das, den Schaden durch die eventuell drohende Eliminierung einzelner Rohstoffe und die damit einhergehende Um- oder Neuformulierung von Anwendungsrezepturen möglichst gering zu halten. Gleichzeitig müssen wir bezüglich der Herkunft und Entstehung der Werkstoffe neue Wege bei der Informationsbeschaffung und -weitergabe gehen", benennt sie die aktuellen Herausforderungen.

Weitere neuralgische Punkte, die nicht so schnell von der Tagesordnung des Verbandes verschwinden werden, sind die permanent steigenden Kosten bei Rohstoffen, Energie und Logistik oder eine Vielzahl von neuen Regelungen im Bereich des Zollrechts oder auch des Verbraucherschutzes. Mit der Einrichtung einer Technischen Kommission, die neben dem Informationsaustausch auch Hilfestellungen bei der Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen gibt, mit der Benennung von Fachreferenten für Tagungen oder der Vermittlung von Behördenkontakten steht der Verband seinen Mitgliedern hier zur Seite.

Förderung der Aus- und Weiterbildung
Besonderes Augenmerk wird unter den Masterbatch-Herstellern auf die Förderung der Aus- und Weiterbildung für die Beschäftigten der Mitgliedsunternehmen gelegt. 2001 beispielsweise startete auf Initiative des Verbandes eine Kursreihe "Coloristik" zur anwendungsbezogenen Aus- und Weiterbildung beim Forschungsinstitut für Pigmente und Lacke (FPL). Das Seminar läuft auch 2008 erfolgreich weiter. "Ein anderes Beispiel ist das von uns 2006 in zweiter Auflage herausgegebene Buch ‚Farb- und Additiv-Masterbatches in der Praxis´", ergänzt Dr. Liewald. "Seit der Erstauflage 2003 hat es sich als Standardwerk etabliert, das von Studenten der technischen Hochschulen und angehenden Fach- und Führungskräften in der Kunststoffverarbeitung konsultiert wird. Damit sprechen wir Interessenten gezielt an, um ihnen als potenziellen Mitarbeitern unsere Arbeit nahezubringen."

Weitere Stärkung als Interessenvertretungsorgan
Dass die eigene Position als Interessenvertretungsorgan der Masterbatchindustrie noch weiter gestärkt werden kann, dafür sieht Frau Liewald in der Zukunft durchaus Potenzial: Zum einen möchte man natürlich bald die noch nicht organisierten Masterbatcher möglichst breit mit einbeziehen. Zum anderen wird im Verband schon seit längerem diskutiert, ob die im Gegensatz zu vielen asiatischen Ländern oder den USA in Deutschland übliche Unterscheidung zwischen "Masterbatchern" und "Compoundeuren" noch sinnvoll ist.

Masterbatch Verband im Verband der Mineralfarbenindustrie e.V., Frankfurt

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