| 13.02.2007 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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In den letzten 10-15 Jahren sind viele Projekte im Bereich der Entwicklung von Biopolymerwerkstoffen erfolgreich bearbeitet worden, ohne dass sich deren Marktanteil entsprechend den viel versprechenden Prognosen entwickelt hat. Es ist bisher nicht gelungen, die überwiegend auf nachwachsenden Rohstoffen basierenden Werkstoffe und Produkte in einem industriellen Maßstab nachhaltig zu etablieren. Ein entscheidender Grund dafür ist insbesondere die mangelnde, nicht einheitliche Verfügbarkeit aktueller, vollständiger, anwendungsspezifischer Materialdaten, insbesondere in der heutigen Zeit der zunehmenden elektronischen Datenbeschaffung. Zu den verschiedenen Werkstoffen gab es in der Vergangenheit zwar einige gezielte materialtechnische Untersuchungen, jedoch sind diese Ergebnisse meist veraltet oder sehr speziell und können daher nur selten für aktuelle Anwendung oder Fragestellungen herangezogen werden. Der Zeitaufwand für interessierte Anwender, um Materialdaten ausfindig zu machen, ist daher immer noch viel zu groß und meistens nicht von Erfolg gekrönt. Jedoch ist gerade jetzt vor dem Hintergrund der veränderten ökonomischen und ökologischen Rahmenbedingungen, sowohl auf der Seite der petrochemischen Rohstoffe als auch auf Entsorgungsseite, die schnelle Verfügbarkeit von Materialdaten bei diesen, im Vergleich zu den etablierten Kunststoffen neuartigen Werkstoffen, sehr wichtig. Mit der Charakterisierung der aktuell verfügbaren Biopolymere und der Erstellung einer Biopolymerdatenbank soll dieses Problem beseitigt werden. Als Vorlage dieser Datenbank dient hier die bereits bekannte Campus-Datenbank, welche als internationales Standardsystem für konventionelle Polymere bekannt ist. Die neue Biopolymerdatenbank kann aufgrund der ermittelten und EDV-technisch aufbereiteten sowie bereitgestellten Materialdaten wertvolle Vorarbeit bei der Werkstoffsuche leisten und den Prozess bis zur Findung eines Biopolymers mit geeignetem Eigenschaftsprofil für eine bestimmte Anwendung signifikant beschleunigen. Für die Biopolymerdatenbank ist es erforderlich, dass alle Ergebnisse nach dem gleichen Schema bzw. nach dem gleichen Ablauf auf Basis entsprechender Normen untersucht und die Daten einheitlich strukturiert werden. Insbesondere werden dabei wichtige Gebrauchs- und Entsorgungseigenschaften der Biopolymere als Verpackungswerkstoffe, wie z.B. Verarbeitbarkeit, mechanische und thermische Kennwerte, Barriereeigenschaften, Recycling- oder Verbrennungsverhalten betrachtet. Projektpartner sind M-Base Engineering + Software GmbH (www.m-base.de) und die European Bioplastics (www.european-bioplastics.org). Das Projekt, welches Ende 2006 anlief, wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) finanziert. Projektträger ist die Fachagentur Nachwachsender Rohstoffe e.V. (FNR). Im Rahmen des Projektes werden im Gegensatz zu alten und kürzlich veröffentlichten Studien ausschließlich am aktuellen Markt befindliche Biopolymere untersucht und in die Datenbank eingearbeitet. Kontaktdaten für Fragen, Anregungen oder gewünschte Zusammenarbeit: Fachhochschule Hannover Fachbereich Bioverfahrenstechnik Heisterbergallee 12 30453 Hannover Prof. Dr.-Ing. Hans-Josef Endres Tel. 0049 (0)511-9296 2212 Fax 0049 (0)511-9296 2210 hans-josef.endres@fh-hannover.de Dipl.-Ing. Andrea Siebert Tel. 0049 (0)511-9296 2230 Fax 0049 (0)511-9296 2210 andrea.siebert@fh-hannover.de |
Fachhochschule Hannover, Fachbereich Bioverfahrenstechnik, Hannover
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