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22.05.2018, 05:58 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten Optionen:       

Innovationspreis „Bio-based Material of the Year 2018“: Drei bio-basierte Materialien ausgezeichnet

Preisverleihung Innovation Award „Bio-based Material of the Year 2018“, v.l.n.r.: Dr. Asta Partanen, nova-Institut; Michael Carus, nova-Institut; Dr. Pillar Villanueva, Aimplas; Tomi Kangas, Arctic Biomaterials; Koenraad Debouck, Cardolite Corporation, Gordana Hofmann-Jovic, Sponsor InfraServ Knapsack - (Bild: nova-Institut, 11th International Conference on Bio-based Materials, Köln, 15.-16. Mai 2018 ).
Preisverleihung Innovation Award „Bio-based Material of the Year 2018“, v.l.n.r.: Dr. Asta Partanen, nova-Institut; Michael Carus, nova-Institut; Dr. Pillar Villanueva, Aimplas; Tomi Kangas, Arctic Biomaterials; Koenraad Debouck, Cardolite Corporation, Gordana Hofmann-Jovic, Sponsor InfraServ Knapsack - (Bild: nova-Institut, 11th International Conference on Bio-based Materials, Köln, 15.-16. Mai 2018 ).
Der Innovationspreis „Bio-based Material of the Year 2018“ wurde an drei bio-basierte Materialien verliehen. Der Wettbewerb prämiert aktuelle Entwicklungen in der bio-basierten Ökonomie, die im Jahr 2018 am Markt eingeführt werden. Die Gewinner wurden von den Teilnehmern der elften „International Conference on Bio-based Materials“ in Köln gewählt. Sponsor des Preises war wie im Vorjahr die InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG, Dienstleister für Anlagenbau und Betreiber des Chemieparks Hürth-Knapsack.

Die jährlich stattfindende „International Conference on Bio-based Materials“ in Köln wird vom nova-Institut (Hürth) veranstaltet. Am 15. und 16. Mai trafen sich in Köln 205 Teilnehmer aus 22 Ländern, hauptsächlich Experten aus der Chemie- und Kunststoffindustrie, um sich über neue Entwicklungen der Branche auszutauschen. Zudem präsentierten 21 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen.

Die Gewinner im Portrait:

Platz 1: Arctic Biomaterials Oy (Finnland): PLA verstärkt mit Glasfasern, die in der Kompostierung zu Mineralien abbauen
Collage der Sieger-Produkte, 11th International Conference on Bio-based Materials - (Bild: nova-Institut).
Collage der Sieger-Produkte, 11th International Conference on Bio-based Materials - (Bild: nova-Institut).
ArcBioxTM BGF30-B1 ist eine Polymilchsäure (polylactic acid; PLA), die durch die Nutzung einer Langfaser-Technologie (LFT) mit speziellen, abbaubaren Glasfasern verstärkt wird. Dies soll es möglich machen, dass bio-basierte Kunststoffe in technisch anspruchsvollen und langlebigen Anwendungen eingesetzt werden und trotzdem am Lebensende biologisch abgebaut werden können. Die Verstärkung erfolgt durch eine von Arctic Biomaterials Oy (ABM) entwickelte Glasfaser und kann auch für verschiedene andere bio-basierte Polymere verwendet werden. Dieser bio-basierte Verbundwerkstoff soll den CO2-Fußabdruck und die Nutzung nicht-erneuerbarer Energien im Vergleich zu fossilen glasfaserverstärkten Kunststoffen drastisch reduzieren. Das verstärkte PLA ist den Angaben zufolge kompostierbar und mit dem „Keimling“-Zeichen von DIN CERTCO zertifiziert.

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Platz 2: Cardolite Corporation (USA/Belgien): Blockiermittel aus Cashewnussschalen-Rückständen
NX-2026 ist ein ultrahochreines 3-Pentadeca-Dienylphenol, das kürzlich von Cardolite durch eine verbesserte Prozesstechnologie entwickelt wurde. 3-Pentadeca-Dienylphenol ist die Hauptkomponente des Cashew-Schalenöls, einem erneuerbaren und nicht essbaren Harz, das aus der Fruchtwand der Cashewnuss gewonnen wird. NX-2026 wurde als ungiftiges Isocyanat-(NCO)-Blockiermittel, das als Ersatz für petrochemische Phenole geeignet sein soll, in den Beschichtungs- und Klebstoffmarkt eingeführt. NCO-Systeme, die mit NX-2026 blockiert sind, bieten den Angaben zufolge eine niedrigere Viskosität und Entblockungstemperatur als vergleichbare Systeme, die mit Phenolen blockiert sind. Darüber hinaus können NX-2026 blockierte NCO-Prepolymere in 2K-Epoxysystemen verwendet werden, um die Haft- und T-Schälfestigkeit zu verbessern und gleichzeitig gute Härtungseigenschaften zu erhalten.

Platz 3: Aimplas Instituto Tecnológico del Plástico (Spanien): Bio-basierte und biologisch abbaubare Netze für grüne Bohnen
Das Produkt ist ein biologisch abbaubares Netz für die Verpackung von grünen Bohnen, welches durch reaktive Extrusion und die Kombination verschiedener biologisch abbaubarer Materialien und Additiven entwickelt wurde. Die chemische Modifikation erfolgte durch die Ergänzung von niedermolekularen Einheiten, wie z.B. Fettalkoholen, die durch die Fermentation von Zucker aus pflanzlichen Abfällen (Wassermelone) gewonnen werden.

Sonderpreis der Jury für das beste “Bio-based Concept of the Year 2018” für Warka Water Inc. (USA): The Warka Water Tower
Das Warka-Wasserprojekt soll eine alternative Wasserquelle (den Warka-Wasserturm) für die ländliche Bevölkerung bieten, die vor Herausforderungen beim Zugang zu Trinkwasser steht. Der bio-basierte Turm ist elf Meter hoch und wiegt nur 80 Kilogramm. Die dreieckige Rahmenkonstruktion aus Bambus ist auf Leichtigkeit und Festigkeit optimiert und bietet sowohl Stabilität als auch Robustheit. Im Inneren der Bambusstruktur hängen ein Kunststoffnetz, das bei hoher Luftfeuchtigkeit Wassertropfen (Nebel, Tau) abscheidet und an einen Auffangbehälter weiterleitet.

Weitere Informationen:
www.nova-institut.de
www.bio-based-conference.com
www.abmcomposite.com
www.cardolite.com
www.aimplas.es
www.warkawater.org

nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH, Hürth

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