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19.02.2020, 13:36 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten    

Gerresheimer: Leichtes Umsatzplus in 2019

Die Gerresheimer AG meldet einen erfolgreichen Abschluss des Geschäftsjahrs 2019. "Wir haben 2019 gemeinsam das Fundament gelegt, unsere Gerresheimer fit für die Zukunft zu machen und das Unternehmen auf einen klaren Wachstumskurs zu bringen. An den Themen Innovation, Exzellenz, Kunden- und Mitarbeiterfokus haben wir aktiv gearbeitet und werden es weiter tun. Wir haben einen Rekordwert in Wachstum, Kapazitäten, Optimierung der Prozesse und Digitalisierung investiert. Unser klares Ziel: nachhaltig und profitabel wachsen“, kommentierte Dietmar Siemssen, Vorstandsvorsitzender der Gerresheimer AG.

2019 seien bei Gerresheimer wichtige Weichen für zukünftiges, profitables Wachstum gestellt worden. Das Unternehmen baue im Hinblick auf zukünftiges Wachstum stark auf neue Segmente wie Komplettlösungen für Biotech-Medikamente, Innovationen, mehr Umsatzerlöse in schnell wachsenden Märkten sowie Investitionen. 2019 wurde das größte Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte gestartet. Konkret wurden 2019 Investitionen in Höhe von EUR 185 Mio. getätigt. Schwerpunkte der Investitionen waren Wachstumsprojekte, Kapazitätsausbau, Optimierung der Prozesse und Digitalisierung. Dazu gehörten der weitere Ausbau der Inhalatorproduktion im Werk in Horsovsky Tyn in Tschechien, der Bau der neuen Werke in Nordmazedonien und Brasilien sowie der Ausbau des Produktportfolios und die Schaffung weiterer Produktionskapazitäten. Zwei neue Werke in China und Indien für die Produktion pharmazeutischer Primärverpackungen aus Kunststoff wurden eingeweiht. Weitere Investitionen betrafen die geplante Ofenreparatur und -erweiterung in Essen sowie die Modernisierung und Automatisierung der Produktionsanlagen mehrerer Werke. Darüber hinaus wurde das Innovations- und Technologiezentrum für Glas in Nordamerika im Zuge einer Kundenveranstaltung eröffnet.

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Gerresheimer hat die operativen währungsbereinigten Umsatzerlöse von EUR 1.365,5 um 2,4 Prozent auf EUR 1.397,5 Mio. im Geschäftsjahr 2019 gesteigert. Ohne die Sondereffekte aus dem unerwartet gekündigten Projekt zur Entwicklung einer Mikropumpe zur Behandlung von Diabetes, seien die währungsbereinigten Umsatzerlöse von 1.373,5 um 0,5 Prozent auf EUR 1.380,2 Mio. gestiegen.

Das währungsbereinigte operative Adjusted EBITDA lag im Geschäftsjahr 2019 bei EUR 292,8 Mio., ein Plus von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 290,6 Mio. Das währungsbereinigte Adjusted EBITDA, ohne die Sondereffekte aus der unerwarteten Kündigung des Projektes zur Entwicklung einer Mikropumpe zur Behandlung von Diabetes, betrug EUR 396,1 Mio. im Geschäftsjahr 2019 nach EUR 300,2 Mio. im Vorjahr.

Der Strategiewechsel von Sanofi habe zur unerwarteten Kündigung des Diabetes-Projektes geführt. Infolgedessen haben sich die folgenden nicht zahlungswirksamen Sondereffekte ergeben:
Diese Kündigung führte zu einer Vertragsanpassung und somit zu einer kumulativen Anpassung der bis zu diesem Zeitpunkt erfassten Umsatzerlöse von EUR 17,3 Mio., die in gleicher Höhe einen negativen Effekt auf das währungsbereinigte Adjusted EBITDA hatte. Weiterhin wurde das währungsbereinigte Adjusted EBITDA in diesem Zusammenhang mit EUR 9,2 Mio. belastet. Darüber hinaus ergab sich im Geschäftsjahr 2019 ein Wertminderungsaufwand in Höhe von insgesamt EUR 116,7 Mio., dem ein sonstiger betrieblicher Ertrag in Höhe von EUR 129,8 Mio. aus der Ausbuchung von bedingten Kaufpreisbestandteilen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Sensile Medical gegenüber steht.

Die Nettofinanzschulden sind zum 30. November 2019 gegenüber dem Vorjahr angestiegen und betrugen EUR 942,7 Mio. nach EUR 886,4 Mio. zum Vorjahresstichtag. Der Adjusted EBITDA Leverage (Nettofinanzschulden im Verhältnis zum Adjusted EBITDA der letzten zwölf Monate laut der gültigen Rahmenkreditvereinbarung) betrug zum 30. November 2019 das 2,4-fache.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 24. Juni 2020 vorschlagen, eine Dividende in Höhe von EUR 1,20 je Aktie für das Geschäftsjahr 2019 auszuschütten. Im Vorjahr betrug die Dividende EUR 1,15 je Aktie.

Prognose
Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet Gerresheimer:
- Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich
- Adjusted EBITDA-Marge von rund 21 Prozent
- Investitionen von rund 12 Prozent der Umsatzerlöse

Indikation für die Folgejahre
- Jährliches organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich
- Mittelfristig wird eine Adjusted EBITDA-Marge von 23 Prozent angestrebt
- Jährliches Investitionsvolumen zwischen 8 Prozent und 10 Prozent der Umsatzerlöse

Weitere Informationen: www.gerresheimer.com

Gerresheimer AG, Düsseldorf

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