| 06.04.2022, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
|
|
Der Reifenhersteller Continental führt ab sofort recyceltes Polyestergarn in die Serienproduktion ein, das aus PET-Kunststoffflaschen in einem neuen Verfahren gewonnen wird. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, kommt der neue Hochleistungswerkstoff im ersten Schritt in ausgewählten Dimensionen der Continental Sommerreifen PremiumContact 6 und EcoContact 6 sowie dem Ganzjahresreifen AllSeasonContact zum Einsatz. So wird das herkömmlich verwendete Polyester in der Karkasse der Reifen vollständig ersetzt. Bei einem Satz Standard-Pkw Reifen sollen rund 40 recycelte PET-Flaschen zum Einsatz kommen. Continental hatte die eigens entwickelte sogenannte „ContiRe.Tex“-Technologie im September 2021 erstmals vorgestellt. Mit ihr kommt den weiteren Angaben zufolge Polyestergarn zum Einsatz, das ohne jegliche chemische Zwischenschritte aus gebrauchten PET-Flaschen gewonnen wird, die nicht anderweitig wiederverwertet werden. Die Technologie sei damit deutlich effizienter als andere bekannte Methoden zur Aufbereitung von PET-Flaschen in Hochleistungs-Polyestergarne. Die für die Technologie eingesetzten Flaschen sollen ausschließlich aus Regionen ohne geschlossenen Recyclingkreislauf stammen. Sie werden im Rahmen des speziellen Prozesses sortiert, die Verschlusskappen entfernt und maschinell gereinigt. Nach der mechanischen Zerkleinerung erfolgt die Weiterverarbeitung zu PET-Granulat und schließlich zu gesponnenem Polyestergarn. „Wir verwenden ausschließlich Hochleistungswerkstoffe in unseren Premiumreifen. Dazu gehört ab sofort auch Polyestergarn aus besonders effizient recycelten PET-Flaschen. In nur acht Monaten haben wir unsere innovative ContiRe.Tex-Technologie in Serie gebracht. Ich bin stolz auf unser gesamtes Team für diese bemerkenswerte Leistung“, so Ferdinand Hoyos, der das Reifenersatzgeschäft von Continental in Europa, Nahost und Afrika (EMEA) leitet. „Den Anteil erneuerbarer und recycelter Materialien in unseren Reifen bauen wir stetig aus. Bis spätestens 2050 wollen wir ausschließlich nachhaltige Materialien in unserer Reifenproduktion einsetzen.“ Erste Reifen mit recycelten PET-Flaschen ab sofort erhältlich Alle Reifen mit der ContiRe.Tex-Technologie, die in der nun beginnenden Markteinführungsphase gefertigt werden, stammen aus dem Continental Reifenwerk in Lousado, Portugal. Reifen mit ContiRe.Tex-Technologie verfügen über ein entsprechendes Logo auf der Seitenwand („Contains Recycled Material“). Polyestergarn aus PET wird seit Langem als Werkstoff im Pkw-Reifenbau eingesetzt. Die Textilkorde nehmen die Kräfte des Reifeninnendrucks auf und bleiben auch unter hoher Belastung und Temperatur formstabil. Um Reifen künftig noch energiesparender und umweltfreundlicher in Herstellung, Einsatz und Recycelbarkeit zu machen, forscht Continental intensiv an alternativen Materialien für die Reifenproduktion. Im September 2021 hatte der Premiumreifenhersteller auf der IAA Mobility mit dem Conti GreenConcept erstmals einen Konzeptreifen vorgestellt, bei dem Polyester aus recycelten Kunststoffflaschen in der Karkasse zum Einsatz kam. Für die zweite Saison der vollelektrischen Rennserie Extreme E, die im Februar 2022 gestartet ist, hat Continental einen Reifen entwickelt, in dem ebenfalls ContiRe.Tex zum Einsatz kommt. Auch die Begleitfahrzeuge der diesjährigen Tour de France sollen exklusiv mit ContiRe.Tex-Reifen ausgerüstet werden. Continental bietet den PremiumContact 6, den EcoContact 6 sowie den AllSeasonContact zunächst in je fünf Dimensionen mit der ContiRe.Tex-Technologie an. Weitere Informationen: www.continental.com |
Continental AG, Hannover
» insgesamt 62 News über "Continental" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Syntech Plastics: Übernahme des Geschäftsbetriebs der VBI Plastics
Spectrix + voestalpine: Additive Formeinsätze verkürzen Zykluszeit um 28 Prozent
Borouge: Kapazitätsausbau für mechanisch recycelte Polyolefine
Arburg: Partnerprojekt integriert individuelle Data-Matrix-Codes direkt in den Spritzgießprozess
Amis: Zerkleinerungssysteme für Spritzguss- und Blasformabfälle
Meist gelesen, 10 Tage
Leuna-Polyamid: Insolvenzverfahren eröffnet - Geordnete Stilllegung der Anlagen eingeleitet
Arburg: Partnerprojekt integriert individuelle Data-Matrix-Codes direkt in den Spritzgießprozess
Westlake: Aus für PVC-Werk von Vinnolit in Köln
Ernst Jäger Kunststoffverpackung: Insolvenzverfahren nach Sanierung in Eigenverwaltung aufgehoben
Amis: Zerkleinerungssysteme für Spritzguss- und Blasformabfälle
Meist gelesen, 30 Tage
Arburg: Mikro-Spritzgießen filigraner 0,002-Gramm-Bauteile
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Haitian: Spritzgießtechnik, Automation und europäische Fertigung im Fokus
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Mocom: Dirk Sadowski übernimmt CEO-Position
Schütz: Neues IBC-Werk am BASF-Standort Ludwigshafen soll 2027 in Betrieb gehen
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Dann veräußern Sie diese kostenlos
in der Rohstoffbörse.
| "Dichten. Kleben. Polymer." - Ausgabe 2026
|