| 17.05.2022, 10:32 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Amaplast, Verband der italienischen Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen, meldet für das Jahr 2021 ein zweistelliges Produktionswachstum von 14 Prozent (siehe auch plasticker-News vom 18.05.2021). Die positive Bilanz wurde demzufolge vor allem von der Inlandsnachfrage getragen, die gegenüber 2020 um fast 30 Prozent gestiegen ist. Der Anteil der Exporte entspricht den weiteren Angaben zufolge dem der Vorjahre und liegt bei fast 70 Prozent der Produktion. Auch der Auslandsumsatz verzeichnete einen deutlichen Aufschwung (+9 Prozent), ohne jedoch die drei Mrd. Euro zu erreichen, die in den drei Jahren vor der Corona-Krise jeweils deutlich überschritten wurden. Die Hauptzielregion ist Europa, wenn auch mit einem leichten Rückgang gegenüber dem Jahr 2020. Andererseits profitierten die italienischen Unternehmen des Sektors auch von transatlantischen Verkäufen, von denen ein erheblicher Teil auf Nordamerika entfiel. Parallel verzeichnete die Branche eine starke Zunahme aus Märkten wie China und Indien. In Russland verzeichneten die italienischen Maschinenexporte bereits im Jahr 2021 einen Rückgang um 16 Prozent. Der Umsatz lag bei knapp über 80 Millionen Euro. Die Exporte in die Ukraine lagen unter 7,5 Millionen Euro und verzeichneten damit ein Minus von 39 Prozent gegenüber 2020. Was die Produktkategorien betrifft, so war nach den Verlusten, die 2020 für verschiedene Maschinentypen verzeichnet wurden, im Jahr 2021 eine Erholung in den meisten Kategorien zu verzeichnen, von den Kernmaschinen bis hin zu den Hilfsmitteln und Formen. So stieg der Auslandsumsatz bei den Spritzgieß- und Blasformmaschinen um 29 Prozent, bei den Anlagen für Mono- und Multifilamente um 18 Prozent und bei Formen um sechs Prozent. Die Amaplast-Mitgliedsunternehmen sollen die anderen Unternehmen des Sektors mit einer durchschnittlichen Umsatzsteigerung von sechzehn Prozentpunkten gegenüber 2020 übertroffen haben. Bei etwa der Hälfte der Unternehmen, die das Jahr mit einem positiven Wachstum abschlossen, lag demnach der Anstieg bei plus 20 Prozent oder darüber. Angesichts dieser positiven Entwicklung sei es nicht verwunderlich, dass auch die Zahl der Beschäftigten in den Mitgliedsunternehmen gestiegen sei (plus acht Prozent gegenüber 2020, wobei ein Drittel der Stichprobe sogar noch höhere Einstellungszahlen aufweisen soll). Es sei recht schwierig, Prognosen für die kommenden Monate zu wagen, da es viele Faktoren gebe, die den globalen wirtschaftlichen Kontext beeinflussen können, die schwer zu quantifizieren seien und sich im Laufe der Zeit kumulieren oder überlagern könnten. Die Verknappung von Rohstoffen und Komponenten und der daraus resultierende Preisanstieg, den die Unternehmen seit über einem Jahr beklagen, könnte sich durch die jüngste Schließung des Hafens von Shanghai im Rahmen der drastischen Maßnahmen Chinas zur Bekämpfung der Covid-Pandemie noch verschärfen. Dies werde sich wahrscheinlich auf die Logistik- und Vertriebsketten auswirken. Wichtige Materialien für verschiedene Fertigungsprozesse würden in Gebieten produziert, die vom russisch-ukrainischen Konflikt betroffen seien, der auch die Energiepreise auf ein Niveau in die Höhe schnellen ließ, die für viele Produktionsketten nicht mehr tragbar sei. Die Unternehmen befinden sich in einer äußerst komplizierten und auch paradoxen Situation: Trotz der oben genannten Probleme würden sich die Aufträge weiter anhäufen, und es könnte für viele Unternehmen schwierig werden, sie zu erfüllen. Die jüngste Umfrage von Amaplast unter seinen Mitgliedern für das erste Quartal 2022 zeige, dass die Nachfrage nach Maschinen, Ausrüstungen und Formen für die Kunststoff- und Kautschukverarbeitung weiter steige, insbesondere auf den ausländischen Märkten (+28 Prozent im Vergleich zu Januar-März 2021). Die Aussichten für das zweite Quartal seien ebenfalls von Optimismus geprägt, zumindest was die Auftragseingänge betreffe, für die ein weiteres Wachstum von 6-7 Prozent erwartet werde. Weitere Informationen: |
Amaplast, Turin, Italien
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