| 09.12.2013, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Das Institut für Polymertechnologien (IPT) und das Thünen Institut für Holzforschung (TI) haben die wesentlichen im Markt verfügbaren Anlagenkonzepte zur Herstellung von Wood-Plastic-Composite(WPC)-Granulaten getestet. Die ermittelten Daten sollen Anlagenherstellern Anhaltspunkte zur Optimierung ihrer Technik liefern, den Anwendern sollen sie bei der Auswahl der richtigen Compoundiermethode helfen. Die Untersuchung wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gefördert. Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe (engl. Wood Plastic Composite, WPC) verzeichnen in Deutschland und Europa jährlich zweistellige Wachstumsraten. Der Markt bietet bei der Compoundherstellung eine Vielzahl an möglichen Verfahren, die sich in Preis und Leistung deutlich unterscheiden. Um hier einen besseren Überblick zu schaffen und neuen Akteuren den Markteintritt zu erleichtern, haben das IPT und das TI insgesamt dreizehn Compoundierverfahren zur Herstellung von je vier WPC-Rezepturen (mit Holzgehalten von 70, 60, 50 und 40%) vergleichend getestet. Die erzeugten Compounds wurden am IPT mit Extrusions- und Spritzgießverfahren zu WPC verarbeitet und unter mechanischen und rheologischen Aspekten untersucht. Am TI fand eine mikroskopische und spektroskopische Charakterisierung der Materialproben statt. ![]() Vergleich der Biegefestigkeiten von vier WPC-Rezepturen mit elf verschiedenen Compoundierverfahren - (Grafik: IPT). Der durchgeführte Vergleich stellt eine Momentaufnahme der aktuellen Compoundiertechnik dar. Für den potenziellen Nutzer wird deutlich, dass die Auswahl einer Anlage sehr stark von der Rezeptur und dem angestrebten Preis-Leistungsverhältnis abhängt. Je genauer ein Kunde weiß, welche WPC-Eigenschaften er benötigt, desto leichter fällt die Anlagenauswahl. Die detaillierten Untersuchungsergebnisse sind im Abschlussbericht nachzulesen, der auf www.fnr.de im Menü Projekte & Förderung unter dem Förderkennzeichen 22041811 zur Verfügung steht. Außerdem werden die Projektergebnisse auf dem 5. Deutschen Wood-Plastic-Composites-Kongress, veranstaltet vom nova-Institut am 10. und 11. Dezember in Köln, und beim Seminar „Herstellung und Charakterisierung von WPC“ des IPT am 30. und 31. Januar 2014 in Wismar (ipt-wismar.de/WPC-Seminar/) präsentiert. Schließlich nutzt auch das Biopolymernetzwerk der FNR die Projektergebnisse und stellt sie der interessierten Fachöffentlichkeit zur Verfügung. Weitere Informationen: www.fnr.de, www.biopolymernetzwerk.fnr.de |
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., Gülzow-Prüzen
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