| 28.06.2017, 15:47 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Am 15. Juni ist der Professor der Technischen Universität Ilmenau Michael Koch im Alter von 61 Jahren gestorben. Der Kunststofftechniker erlag einer kurzen schweren Krankheit. An der TU Ilmenau hatte Koch das Fachgebiet Kunststofftechnik aufgebaut, weltweit galt er als eine der herausragenden Persönlichkeiten der PET-Verpackungsindustrie und des Maschinenbaus für die Kunststoffverarbeitung. Professor Michael Koch war an rund 200 wissenschaftlichen Publikationen beteiligt. Geboren im Jahr 1955, leitete Professor Michael Koch bis zu seinem Tod das Fachgebiet Kunststofftechnik, das er 2009 als Stiftungsprofessur der Thüringer Kunststoffindustrie aufgebaut hatte. Anfang dieses Jahres, mit Beginn seiner Krankheit, ging das Fachgebiet von der Stiftungsprofessur in eine konventionelle unbefristete Professur über. Hatte Koch vor acht Jahren mit dem Aufbau seines Fachgebiets fast bei null angefangen, ist es mittlerweile auf 16 feste Mitarbeiter, 30 wissenschaftliche Hilfskräfte und fünf externe Doktoranden angewachsen. Heute ist das Fachgebiet mit einem hochmodernen Analyselabor für Kunststoffe und einem großen Technikum für alle gängigen Kunststoffverarbeitungsverfahren wie Spritzgießen, Extrusion und die Faserverbundverarbeitung ausgestattet, die für Forschungsprojekte und Dienstleistungen genutzt werden. In den acht Jahren seines Bestehens haben die Forscher des Fachgebiets Kunststofftechnik über 25 Forschungsprojekte erfolgreich abgeschlossen. Universitätsweit zählt das Fachgebiet zu den größten Einwerbern von Drittmitteln. Die TU Ilmenau ist bestrebt, das Fachgebiet Kunststofftechnik über den Tod von Professor Michael Koch hinaus so weiterbestehen zu lassen, wie er es aufgebaut hat. Sowohl Forschung als auch Lehre sollen von seinen wissenschaftlichen Mitarbeitern weitergeführt werden. In der Lehre errichtete Professor Michael Koch eine eigenständige Master-Vertiefungsrichtung Kunststofftechnik im Rahmen des Studiengangs Maschinenbau. Die gesamte Lehre am Fachgebiet profitierte von Kochs Erfahrungen aus seinem Berufsleben in der PET-Verpackungsindustrie und im Maschinenbau von Spritzgießmaschinen. Mit den 250 studentischen Abschlussarbeiten, die seit seinem Bestehen am Fachgebiet abgelegt wurden, wurde Prof. Koch seinem eigenen Anspruch, die Ausbildung von Kunststoffingenieuren in Thüringen zu verbessern, gerecht. Als Geschäftsführer des Polymermat e.V. Kunststoffcluster Thüringen, des Netzwerks der Kunststoffindustrie in Thüringen, vertrat Professor Michael Koch die Belange seines Industriezweigs in der Politik, er stärkte die Ausbildung und die Vermittlung von Fachkräften in die Industrie und er richtete dreimal den Mitteldeutschen Kunststofftag in Erfurt aus. Seit Jahren hatte Michael Koch sich für einen Kompetenzschwerpunkt Leichtbau stark gemacht, während seiner Erkrankung wurde es im Rahmen des Thüringer Innovationszentrums Mobilität, das an der TU Ilmenau angesiedelt ist, bewilligt. Das Projekt ermöglicht den Ausbau der Mitarbeiterzahl und bedeutende Investitionen in Maschinen. Zeit seiner Tätigkeit an der TU Ilmenau hatte Prof. Koch den Aufbau des Kompetenzzentrums Leichtbau als eine seiner zentralen Anliegen betrachtet und die Grundlage dafür gelegt, seine Realisierung hat er nicht mehr erlebt. Weitere Informationen: www.tu-ilmenau.de |
Technische Universität Ilmenau, Ilmenau
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