| 09.11.2017, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die SGL Technologies Composites Holding GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der SGL Carbon SE, erwirbt die 50-Prozent-Beteiligung der Benteler Carbon Composites Beteiligungs-GmbH am gemeinsamen Joint Venture Benteler-SGL GmbH & Co. KG, Paderborn. Somit wird die SGL Carbon SE alleiniger Eigentümer des Unternehmens. Eine entsprechende Vereinbarung über den Verkauf, der bis Ende 2017 abgeschlossen sein soll, haben die beiden Gesellschafter gestern getroffen. Die Transaktion steht unter dem üblichen Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Behörden. Die Vereinbarung ist das Ergebnis einer eingehenden Analyse der Geschäftsportfolios beider Unternehmen. Für Benteler und die SGL Group ist die Fokussierung auf ihre Kernkompetenzen ein wesentlicher Bestandteil ihrer jeweiligen Strategie. „Mit der vollständigen Übernahme von Benteler-SGL erweitern wir unsere Fähigkeiten im Bereich der Serienfertigung von Bauteilen aus Faserverbundwerkstoffen. In Zukunft können wir unseren Kunden Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Carbonfasern über Materialien bis zu Komponenten aus einer Hand anbieten“, sagt Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der SGL Group. „Die Expertise in der Serienfertigung werden wir zudem auch anderen Industrien zur Verfügung stellen. Ich danke Benteler für die konstruktive und sehr partnerschaftliche Zusammenarbeit über nun fast zehn Jahre hinweg. Gemeinsam haben wir in vielen Projekten Pionierarbeit geleistet.“ Benteler wird auch künftig Leichtbaulösungen entwickeln, um diesen wichtigen Trend in der Automobilindustrie zu bedienen. Dabei setzt das Unternehmen auf seine ausgewiesene Kompetenz in der Aluminium- und Stahlverarbeitung. „Die bisher erfolgreiche Partnerschaft mit der SGL Group werden wir auch in Zukunft fortführen, um, wo erforderlich, Produkte aus glas- oder carbonfaserverstärktem Kunststoff zu beziehen“, erklärt Laurent Favre, CEO von Benteler Automotive. „Der Automobilmarkt verändert sich rasant. Der Verkauf unserer Anteile am Joint Venture ermöglicht es uns, verstärkt in unser Kerngeschäft zu investieren, um die Zukunft der Automobilindustrie aktiv mit zu gestalten. So treiben wir Entwicklungen im Bereich Elektromobilität voran und bieten komplette Systemlösungen an, da unsere Kunden diese immer häufiger auslagern. Erhebliches Potenzial sehen wir darüber hinaus in der Digitalisierung, in Startup-Kooperationen und in Wachstumsmärkten wie China.“ Das Gemeinschaftsunternehmen Benteler-SGL wurde im Jahr 2008 gegründet und zählt sich heute zu den führenden Entwicklern und Großserienherstellern von Leichtbauteilen aus Verbundwerkstoffen (auf Basis von Glas- und Carbonfasern) für den Automobilbereich. Im Geschäftsjahr 2016 erwirtschaftete das Joint Venture mit 221 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 33 Millionen Euro. Die Produktpalette umfasst Komponenten aus Faserverbundwerkstoffen wie zum Beispiel Autodächer, Heckspoiler und Blattfedern. Zu den Kunden zählen unter anderem Audi, BMW, Lamborghini, Porsche und Volvo. Nach dem Erwerb werden die zwei Produktionsstandorte in Ried und Ort (beide im Innkreis, Österreich) als Teil des Geschäftsbereichs „Composites – Fibers & Materials“ (CFM) unter dem Dach der SGL Group firmieren. Innerhalb des Geschäftsbereichs CFM verfügt die SGL Group bereits über profunde Entwicklungs- und Produktionskompetenz für Fasern, im speziellen für Acrylfasern, oxidierte Fasern sowie Carbonfasern, und für Faserverbundwerkstoff-Materialien. Die Expertise zur Herstellung von Komponenten in der Großserienfertigung wird durch den Erwerb der Benteler-SGL gestärkt. Die Akquisition ergänzt den im Jahr 2016 begonnenen Aufbau des Lightweight and Application Center (LAC) in Meitingen. Dort werden Produkte und die dazugehörigen Produktionsverfahren für großserienfähige Leichtbaukomponenten entwickelt. Weitere Informationen: www.sglgroup.com |
SGL Carbon SE, Wiesbaden
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