| 07.02.2012, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Roquette und Rhodia Acetow haben ein Joint Development Agreement (JDA, Gemeinsame Entwicklungsvereinbarung) unterzeichnet, mit dem Ziel, die Kompetenzen beider Unternehmen gemeinsam zur Entwicklung neuer Polymere aus pflanzlichen Rohstoffen zu nutzen, heißt es in einer Mitteilung der beiden Partner. Jean Bernard Leleu, stellvertretender Geschäftsführer von Roquette und verantwortlich für Forschung, Entwicklung und Innovation kommentierte: „Es ist unser Ziel, kontinuierlich nach neuen Lösungen in Wachstumsmärkten zu suchen und unsere Wettbewerbsfähigkeit mit innovativen Technologien zu steigern. Diese Kooperation ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Entwicklung von neuen Stärkederivaten zu beschleunigen, welche eine kostengünstige und nachhaltige Alternative zu Polymeren auf fossiler Rohstoffbasis darstellen.“ „Diese Kooperation wird es uns ermöglichen, schneller neue Polymere zur Marktreife zu führen, die der steigenden Nachfrage nach Erzeugnissen aus nachwachsenden Rohstoffen entgegenkommen. Diese Kooperation ist ein erster Schritt zur Diversifizierung unseres Produktportfolios,“ sagte Gérard Collette, Geschäftsführer von Rhodia Acetow. Er betonte jedoch gleichzeitig: „Celluloseacetat und Celluloseacetatfasern aus nachwachsenden Rohstoffen werden auf absehbare Zeit für Rhodia Acetow das Hauptgeschäft bleiben.“ Dank der Verbindung des Know-hows von Roquette im Bereich Stärkeacetat und dem Einsatz der Rhodia-Technologie sollen bereits Anfang 2012 erste Probeläufe der neuen Stärkeacetatproduktion erfolgen. Dadurch sollen mehrere Tonnen Stärkeacetat für Tests in verschiedenen industriellen Anwendungen zur Verfügung stehen, zum Beispiel in den Bereichen Papier, Lacke, Farbstoffe und Pharmaprodukte. Über Rhodia Rhodia, ein Unternehmen der Solvay-Gruppe, ist ein Spezialchemieunternehmen mit elf global tätigen Geschäftsbereichen (GBUs). Das Unternehmen bedient Kunden in den Märkten Automobil, Elektronik, Aromen und Duftstoffe, Kosmetika, Gesundheits- und Reinigungsmittel sowie Konsum- und Industriegüter. Rhodia beschäftigt rund 14.000 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2010 einen Umsatz von 5,23 Milliarden Euro. Rhodia Acetow ist ein international operierendes Unternehmen und produziert Zelluloseacetatfasen, die vor allem für Zigarettenfilter Verwendung finden. Mit einem Marktanteil von 16 Prozent ist Rhodia Acetow nach eigenen Angaben der drittgrößte Hersteller dieses Produktes, mit Werken in Deutschland, Brasilien, Frankreich, Russland und den USA. Über Roquette Roquette, ein international operierender französischer Familienkonzern, verarbeitet erneuerbare Rohmaterialen wie Mais, Weizen, Kartoffeln, Erbsen und Mikroalgen. Das Unternehmen gehört nach eigenen Angaben zu den fünf weltweiten Marktführern in der Stärkeherstellungsindustrie. Es bietet seinen Kunden eine Vielzahl an Produkten und Lösungen im Bereich Ernährung, pharmazeutische Kosmetik, Papier, Pappe, chemische Bioindustrie und Tiernahrung. Mit einer Präsenz in über 100 Ländern erwirtschaftet Roquette einen Umsatz von 3 Milliarden Euro. Die Gruppe beschäftigt rund 6.800 Mitarbeiter. Weitere Informationen: www.roquette.com |
Rhodia Acetow, Freiburg + Roquette, Lestrem, Frankreich
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