| 28.06.2012, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() Flugzeug-Strukturteile aus geschweißten kohlenstoff-faserverstärkten Thermoplasten ersetzen klassische Kombinationen aus Metallen und duroplastischen Faserverbunden - (Bild: Fokker Aerostructures). ![]() Roboter können Faserstrukturen dreidimensional legen und erlauben dadurch die Herstellung komplexer Hochleistungs-CFK-Teile auf der Basis thermoplastischer Kunststoffe - (Bild: Victrex Plc). Die Veranstalter erwarten etwa 350 internationale Teilnehmer und 30 Aussteller zu der Konferenz, auf der beispielhafte Lösungen und Verfahren aus allen beteiligten Branchen vorgestellt werden sollen. Die ITHEC, eine Konferenz mit begleitender Messe, will damit Bezug auf die nachhaltige Verbesserung der Wirtschaftlichkeit nehmen und mögliche Wertschöpfungsketten für unterschiedliche industrielle Anwendungen vertiefen. Damit sollen tiefgründige Verbesserungspotenziale für zukünftige Anwendungen im Automobil, in der Luft- und Raumfahrt, im Offshore- und Windenergiesektor sowie im Bereich neuer Prozesstechnologien diskutiert werden. Die Veranstaltung will eine Plattform bieten für einen intensiven gemeinsamen Austausch aus Industrie und Forschung mit internationalen Experten auf dem Gebiet der thermoplastischen faserverstärkten Strukturanwendungen. Für Professor Dr. Axel S. Herrmann bieten die neuen Werkstoffe enorme Vorteile in der Serienfertigung und der Verbindungstechnik. „Eigentlich ist es ein Wunder, dass es ein solches Spezialforum bisher weltweit nicht gibt.“ Herrmann ist der Initiator: Er ist Professor an der Universität Bremen im Fachbereich Produktionstechnik mit dem Schwerpunkt Faserverbundwerkstoffe und Spezialfasern, ist Institutsleiter des Faserinstitut Bremen, er ist weiterhin Vorstandsvorsitzender des CFK-Valley Stade e.V. und Geschäftsführer der Airbus-Tochter Composite Technology Center (CTC) GmbH Stade, eines der Gründungsmitglieder des CFK-Valley. Region Bremen gilt als „Hightech-Standort“ Die Region Bremen gilt als einer der „Hightech-Standorte“ für die Luft- und Raumfahrt, die Automobilindustrie sowie für Unternehmen aus dem Windkraftanlagenbau in Europa. „Die ausgezeichnete Vernetzung der Universität mit Forschungseinrichtungen und Industriepartnern in aller Welt macht Bremen zu einem idealen Standort“, sagt Herrmann. Den Marktzuwachs der thermoplastischen Faserverbundwerkstoffe beziffert er auf jährlich 15 Prozent, dazu kommen noch die duroplastischen CFK Werkstoffe. So entfallen derzeit demnach schon rund 22 Prozent des Gewichts des Airbus A380 auf CFK. Beim A350 XWB will Airbus diesen Anteil sogar auf 50 Prozent steigern, vor allem mit einem erhöhten Anteil an thermoplastischen CFK Strukturbauteilen im Flugzeugrumpf. Aber auch für carbonfaserverstärkte Rohrleitungen auf der Basis von Hochleistungsthermoplasten für die Tiefseeöl- und Gasförderung im Offshorebereich entsteht ein immer größer werdender Markt. Das niedrige Gewicht und die hohe Ermüdungsbeständigkeit in der Tiefsee im Vergleich zu Stahl spielt in immer größeren Wassertiefen (bis zu 4.000 Metern Tiefe) eine entscheidende Rolle. Auch das Elektroauto der Zukunft wird ohne eine Karosserie aus Faserverbundwerkstoffen kaum ein wirtschaftlicher Erfolg. Die dafür benötigten Produktionsverfahren sind aber bisher in den meisten Fällen noch nicht für den Massenmarkt geeignet. Thermoplastische kohlenstofffaserverstärkte Hochleistungswerkstoffe eröffnen damit auch neue Märkte, sie können Bauteile für eine Serienfertigung tauglich machen. Weitere Informationen: www.ithec.de, www.messe-bremen.de, www.faserinstitut.de ITHEC - Int. Conference and Exhibition on Thermoplastic Composites, 29.-30. Oktober 2012, Bremen |
Messe Bremen + Faserinstitut Bremen, Bremen
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