| 18.06.2010 | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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Krise unterbrach Aufwärtstrend / Deutschland wichtiges Lieferland Nachdem die israelische Nachfrage nach Produkten aus Kunststoff durch der Weltwirtschaftskrise gedämpft wurde, wird angesichts der 2010 deutlichen Wirtschaftserholung eine Rückkehr zum Wachstum erwartet. Davon können ausländische Anbieter profitieren, die 2009 Umsatzeinbußen hinnehmen mussten. Im vergangenen Jahr entfielen auf Bezüge aus Deutschland 11,6% der Gesamteinfuhr. (Kontaktanschriften) An der Schwelle zum neuen Jahrzehnt weist der israelische Importmarkt für Kunststoffprodukte gute Voraussetzungen für eine anhaltende Expansion auf. Falls sich die für die kommenden Jahre prognostizierte positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung materialisiert, dürfte die Nachfrage nach einer breiten Palette von Waren aus Kunststoff rapide steigen. Die Einfuhr expandierte stärker als der Binnenumsatz der einheimischen Anbieter. Zwar blieben diese noch immer dominant, doch konnten ausländische Fabrikate ihren Importanteil steigern. Im Krisenjahr 2009 gab die Einfuhr jedoch um 14,1% auf 356 Mio. US$ nach. Allerdings war auch dies das bisher drittbeste jemals erzielte Importergebnis. Nunmehr hoffen ausländische Anbieter, ihre Lieferungen in absoluten Zahlen wie ihren Marktanteil wieder steigern zu können. Die Nachfrage nach Kunststoffprodukten steigt langfristig in allen Kategorien. Während des letzten Wirtschaftsbooms erzielte der Umsatz mit Kunststoffwaren für technischen Einsatz die höchste Zuwachsrate. Im Einfuhrbereich zog die Nachfrage nach Kunststoffverpackungen für den Transport und für den Handel überdurchschnittlich schnell an. Mit der anziehenden Baukonjunktur wird das Baugewerbe in den kommenden Jahren voraussichtlich zu einem wichtigen Träger des Umsatzwachstums. Als führendes Lieferland konnte sich China etablieren. Im Jahre 2009 entfielen 19,7% der Gesamteinfuhr von Waren aus Kunststoffen auf die Volksrepublik China. In den Jahren 2005 bis 2007 konnte China seine Lieferungen auf das Zweieinhalbfache steigern und 2009 entgegen dem allgemeinen Krisentrend um 2,7% ausbauen. Große Dynamik legen auch Exporteure aus der Türkei an den Tag: In den Jahren 2005 bis 2008 nahmen die Bezüge aus der Türkei auf das Dreieinhalbfache zu, gingen 2009 allerdings um 22,3% zurück. In den kommenden Jahren wird der steigende Konkurrenzdruck auf dem israelischen Markt anhalten. Deutsche Anbieter spielen eine wichtige Rolle und konnten vom Einfuhrboom profitieren. In den Jahren 2004 bis 2008 nahmen die israelischen Importe deutscher Kunststoffprodukte um 65,1% zu. Im Jahre 2009 nahmen die Bezüge aus der Bundesrepublik um 10,8% ab, doch fiel dieser Rückgang milder als die Schrumpfung der Gesamtimporte von Kunststoffprodukten aus, so dass die deutschen Kunststoffprodukte ihre Position geringfügig ausbauen konnten. Insgesamt zeichnete sich der deutsche Importmarktanteil im Laufe des Jahrzehnts durch weitgehende Stabilität aus. Deutsche Anbieter können mit hohem Innovationsniveau und einer bedarfsgerechten Angebotspalette Markterfolge erzielen. Die einheimischen Hersteller von Kunststoffprodukten bieten eine breite Palette von Produkten an und zeichnen sich durch einen hohen Forschungs- und Entwicklungsaufwand (FuE) aus. Viele Firmen suchen ihre Wachstumschancen in innovativen Bereichen wie Medizintechnik, Wasserindustrie oder Kfz-Teile. Parallel dazu werden aber auch traditionelle Produkte hergestellt. Zahlreiche israelische Hersteller von Kunststoffprodukten streben FuE-Kooperation mit ausländischen Partnern an. Das israelische Industriezentrum für Forschung und Entwicklung, Matimop, ist ausländischen Firmen bei der Suche nach potenziellen FuE-Partnern behilflich und unterhält eine im Internet aufrufbare Datenbank mit aktuellen Kooperationsangeboten im FuE-Bereich. Die Abhängigkeit vom Auslandsgeschäft ist beträchtlich, wobei Israel ein Nettoexporteur von Kunststoffwaren ist. In den Jahren 2004 bis 2008 lag die Exportquote zwischen 44 und 48%. Indessen brachen die Exporte im Jahre 2009 um 30,2% auf nur noch 699 Mio. US$ ein. Damit wurde die bis dahin steigende Ausfuhr von Kunststoffprodukten um ein halbes Jahrzehnt zurückgeworfen. Der Rückkehr zum Exportwachstum kommt daher hohe Priorität zu. Als Fachverband der Kunststoffindustrie fungiert die Israeli Association of Plastics and Rubber Manufacturers, der neben Herstellern von Kunststoffprodukten auch Hersteller von Kunststoffen sowie von Kautschukprodukten angehören. Kontaktanschriften: Israeli Association of Plastics and Rubber Manufacturers Ansprechpartner: Mr. Eyal Dekel, Secretary-General POB 50022, Tel Aviv 61500 Tel.: 00972 3/519-88 49; Fax: -87 17 ed@industry.org.il, www.industry.org.il MATIMOP Israeli Industry Center for R&D Ansprechpartnerin: Ms. Ilana Gross, Program Manager, Industrial R&D Programs Europe Hamered St.29, Tel Aviv 61500 Tel.: 00972 3/511 81 84 ilana@matimop.org.il, www.matimop.org.il Weiterführende Informationen |
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