| 08.05.2002 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die speziellen Reitplatzmatten aus 100 Prozent Recyclingkunststoff der Otto Sport und Reitplatz GmbH (Altdorf, www.ottosport.de) dienen seit den Olympischen Spielen in Altlanta 1996 als umweltfreundliche Bodenbedeckung für zahlreiche internationale Meisterschaften der Spring- und Dressurreiter. Das Ausgangsmaterial sind in der Hauptsache gebrauchte Folien aus dem Gelben Sack, die die Deutsche Gesellschaft für Kunststoff- Recycling mbH (DKR, Köln, www.dkr.de) zur Verfügung stellt. „Der erfolgreiche Einsatz im Spitzensport zeigt zweierlei", so DKR-Geschäftsführer Dr. Volker Gibs: „Unsere Partnerunternehmen entwickeln leistungsfähige Recyclingprodukte, und sie können sich damit am Markt behaupten."
Die patentgeschützten Lochmatten werden mit einer Tretschicht aus lehmhaltigem Sand und Spänen verlegt. Ihre Noppenstruktur verhindert gerade auf dem glatten Betonboden einer Messehalle, dass die Pferde bei scharf gerittenen Wendungen ausrutschen. Gleichzeitig schont die federnde Konstruktion der elastischen Matten die Gelenke der Tiere, die speziell beim Springen stark beansprucht werden. „Bei hochklassigen Turnieren erwarten die Reiter diese Qualität", erklärt Horst Hösselbarth von Otto Sport. Ein weiteres Verkaufsargument sei der günstige Anschaffungspreis: „Wir können den Quadratmeter für rund 14 Euro anbieten. Würden wir Neukunststoff verwenden, wäre der Preis um ein Vielfaches höher." Auch für Stallungen, Pferdeboxen oder Trennwände bieten verschiedene Hersteller (siehe u.a. www.govaertsrecycling.com) Bauteile aus Recyclingkunststoff an. Sie lassen sich wie Holz verarbeiten, können aber weder verrotten noch splittern, sind pflegeleicht, robust und erneut recycelbar. |
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