| 22.07.2002 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die führenden deutschen Kunststoff-Profilhersteller ließen ihren Ankündigungen bei der Nürnberger Messe "fensterbau" jetzt Taten folgen: In Bonn wurde die Gründung der im März beschlossenen neuen Altfenster-Recyclinggesellschaft vertraglich besiegelt. Die junge GmbH trägt den Namen Rewindo (www.rewindo.de) und ist mit einem Stammkapital von 90.000 Euro ausgestattet. Sie vereint in ihren Reihen die bisherigen Gesellschafter der Fenster Recycling Initiative FREI sowie das Unternehmen VEKA AG und deckt somit etwa 80 Prozent des deutschen Kunststoff-Fenstermarktes ab. Zugleich wurde die 1993 ins Leben gerufene Verwertungsgesellschaft für Altfenster GbR (FREI) aufgelöst.
"Nachdem nun alle gesellschaftsrechtlichen Dinge geregelt sind, werden wir mit unserer Arbeit unverzüglich starten", erklärte Michael Vetter, Geschäftsführer der neuen Gesellschaft, anläßlich der Vertragsunterzeichnung. Der Recycling-Experte war zuvor Bereichsleiter bei der Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V. (AgPU, www.agpu.com). Gegenstand der neu gegründeten GmbH ist die Überwachung, Kontrolle, Koordination und Dokumentation der Umsetzung der "Freiwilligen Selbstverpflichtung" der PVC-Industrie. Dabei geht es insbesondere um den Teilbereich der werkstofflichen Verwertung von PVC-Altfenstern und -Profilabschnitten. Vetter: "Die Rewindo GmbH will durch flächendeckende Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland den Rücklauf von Altfenstern aus PVC in den Recycling-Kreislauf signifikant erhöhen. Darüber hinaus ist sie beratend tätig beim Ausbau sowie der Optimierung von Verwertungssystemen." Es werden mit den Recycling-Anbietern selbst keine Verträge abgeschlossen, wohl aber gegenüber den Gesellschaftern diejenigen Verwertungsunternehmen empfehlen, die die notwendigen hohen Qualitätsanforderungen für PVC-Fensterrecycling erfüllen. Derzeit, so Vetter, sei dies bei den Unternehmen Dekura Kunststoffrecycling GmbH, Rahden, sowie der Firma VEKA Umwelttechnik GmbH, Behringen, gewährleistet. Weitere Anbieter könnten grundsätzlich einbezogen werden, wenn die technischen und logistischen Voraussetzungen stimmen. Generell seien die Gesellschafter frei, Vereinbarungen mit dem einen oder anderen Recyclingunternehmen zu treffen. Die Profil-Hersteller verpflichten sich in jedem Fall zur Rücknahme der Recyclate für ihre eigene Fensterprofil-Produktion. Die Gesellschafter der neuen Recycling-GmbH sind: aluplast GmbH, Ettlingen; Gealan Werk Fickenscher GmbH, Oberkotzau; KBE Profilsysteme GmbH, Berlin; Kömmerling Kunststoff GmbH, Pirmasens; Roplasto Fensterprofile GmbH, Bergisch Gladbach; SCHÜCO International KG, Bielefeld; Thyssen Polymer GmbH, Bogen; HT Troplast AG,Troisdorf für TROCAL und Knipping; VEKA AG, Sendenhorst. Die Rewindo GmbH hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: Gemäß der "Freiwilligen Selbstverpflichtung" sollen bis 2005 mindestens 50 Prozent der erfassbaren verfügbaren Menge von Abfällen Altfenster aus Fensterprofilen wiederverwertet werden. Es gilt daher, gegenüber potentiellen Auftraggebern vermehrt Überzeugungsarbeit zu leisten, um sie für die umweltfreundliche Alternative zur Deponie zu gewinnen. Dabei werden künftig neben der Zielgruppe der kommunalen Entscheider auch die Abbruchunternehmen in den Fokus der Öffentlichkeitsarbeit genommen. Die privaten Wohnungsbaugesellschaften stellen im Rahmen ihrer Modernisierungskonzepte für Wohnanlagen einen weiteren wichtigen Ansprechpartner dar. Die Rewindo GmbH soll darüber hinaus eng mit der europäischen Dachorganisation EPPA (European PVC-Window-Profile and Related Building Products Association) zusammenarbeiten. Die EPPA überprüft dabei die jeweiligen Fortschritte der PVC-Hersteller auf nationalem Gebiet und informiert die verantwortlichen Gremien der Europäischen Union in regelmäßigen Abständen. "Wir sind zuversichtlich, daß diese Berichte von EPPA mit Hilfe der neu geschaffenen Recycling-Gesellschaft positiv ausfallen und daß wir die in der 'Freiwilligen Selbstverpflichtung' formulierten Recycling-Ziele erreichen werden", so Vetter. |
Rewindo GmbH, Bonn
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