| 24.02.2006 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Ehrgeizige Ausbauprojekte für PET-Granulat / Importe decken heute 90% des Bedarfs ab Das Wachstum der Getränkeindustrie verhilft dem russischen Markt für PET-Granulat und PET-Preformen zu guten Absatzzahlen. Zwischen 2002 und 2005 nahm der Verbrauch dieses Kunststoffs um fast 60% zu. PET wird in Russland nahezu ausschließlich zur Herstellung von Flaschenrohlingen verwendet. Den Bedarf an Granulat deckt der Ölexporteur zum größten Teil durch Importe. Noch - denn sollten die angekündigten Neubauprojekte für PET-Anlagen realisiert werden, dann könnte es in dem Land bald Überkapazitäten geben. (Kontaktanschrift) Polyethylenterephthalat (PET) wird in Russland erst seit wenigen Jahren und derzeit nur von einem einzigen Hersteller produziert. Das Unternehmen OAO Sibur-PETF (Tver) verfügt über eine Kapazität von 52.600 t PET pro Jahr. Die Produktionsanlagen stammen vom deutschen Unternehmen Zimmer AG. Die Produktion in Tver soll sich 2005 nach Schätzungen auf 46.500 t belaufen haben. Das Unternehmen gehört zur russischen Chemieholding Sibur und diese wiederum mehrheitlich dem Gaskonzern Gazprom. Sollten alle angekündigten Projekte für neue PET-Anlagen tatsächlich durchgeführt werden, dann werden sich die Kapazitäten in Russland bis zum Jahr 2008 gegenüber 2005 auf 502.600 jato fast verzehnfachen, so Vertreter der Marktforschungsfirma ZAO Creon auf der 2. Internationalen Fachkonferenz "PETF 2006" am 15.2.06 in Moskau. Hinzu könnte ein weiteres Vorhaben des russischen Marktführers für PET-Rohlinge NB-Retal (Retal Industries) kommen. Die Gruppe erwägt, eine Produktionslinie für PET-Granulat in Russland mit einer Kapazität von 154.000 jato zu bauen. Ob das Vorhaben tatsächlich realisiert werden wird, soll im Laufe des Jahres bekannt gegeben werden. Ursprünglich sollte die Anlage in Dshershinsk gebaut werden. Nun wird aber an einen anderen Standort gedacht. Die Anlagen werden dabei von der Zimmer AG stammen. Retal Industries (Neo Group/NB Europe) baut derzeit seine Kapazitäten am Stammstandort Klaipeda (Litauen) aus. Die bestehende erste Produktionslinie von rd. 150.000 jato (Anlagen ebenfalls von Zimmer AG) wird im Mai 2006 durch eine zweite ähnlicher Größenordnung ergänzt werden. Mitte 2007 soll eine dritte mit einer Kapazität von ebenfalls 150.000 jato hinzu kommen. Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
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