| 08.01.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Ob zur Montage oder zur Befestigung: oftmals müssen Kunststoffbauteile nach der ersten Formgebung noch geschweißt, geklebt, geschraubt, genietet oder geschnappt werden, um die gewünschte Funktionalität des Gesamtsystems zu erzielen. Der Fügeprozess ist somit ein wichtiges Glied am Ende der Herstellungskette vieler Kunststoffprodukte. Allerdings wird bei der Konstruktion eines Formteils an das Fügen der Komponenten häufig zu spät gedacht. Dabei muss gerade dieser letzte Fertigungsschritt auf Ergebnisse und Randbedingungen vorangegangener Teilprozesse abgestimmt sein. Probleme und unnötige Kosten können schon im Vorfeld vermieden werden, wenn die Verbindungstechnik bereits frühzeitig bei der Konstruktion und Fertigungsplanung berücksichtigt wird. Umso wichtiger ist es, dass dabei das Verständnis in allen Schritten der Formteilentwicklung und -fertigung vorhanden ist. Stand der Technik, Neuentwicklungen und Trends Die IKV-Fachtagung "Fügen von Kunststoffen - Technologien für erfolgreiche Verbindungslösungen" behandelt am 27. und 28. April 2010 in Aachen die wichtigsten Fügeverfahren für Kunststoffformteile in der industriellen Serienproduktion. Schwerpunktmäßig werden gängige Schweißverfahren ausführlich diskutiert. Die Experten stellen sowohl den Stand der Technik als auch Neuentwicklungen und Trends vor. Dabei gehen die Referenten auf verfahrenstechnische Grundlagen, die Maschinentechnik und Prozessführung sowie auf typische Anwendungsprobleme und -lösungen ein. Außerdem vermittelt die Fachtagung die Grundregeln der konstruktiven Gestaltung und Berechnung von Fügeverbindungen. Darüber hinaus stehen mechanische Fügeverfahren im Fokus der Betrachtung. Sie gewinnen durch die Zunahme so genannter hybrider Bauteile immer mehr an Bedeutung. Zur Klebetechnik werden neben den theoretischen Grundlagen zahlreiche Applikationen aus der Praxis eingehend behandelt. Die Fachtagung richtet sich an alle, die einen fundierten Überblick über den Stand der Kunststoff-Fügetechnik und ihre Anwendungspotenziale gewinnen möchten. Das IKV stellt neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Maschinenkonzepte, aber auch innovative Materialien und Verfahren unter dem Gesichtspunkt des Nutzens für den Verarbeiter vor. Die Referenten aus Wissenschaft und Wirtschaft sind anerkannte Experten und verfügen über umfangreiche theoretische und praktische Erfahrungen auf dem Gebiet der Fügetechnik. Bild: Am IKV lasergeschweißter Probekörper Weitere Informationen: www.ikv-aachen.de IKV-Fachtagung "Fügen von Kunststoffen - Technologien für erfolgreiche Verbindungslösungen", 27.-28. April 2010, Aachen |
Institut für Kunststoffverarbeitung, Aachen
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