| 21.04.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Im Zuge der Nachhaltigkeitdiskussion von Produkten und Produktionsprozessen und steigender Energiepreise wird die Optimierung des Energieeinsatzes in Produktionsbetrieben immer wichtiger. Darüber hinaus ist es ein ergänzender Baustein zur Umweltauditierung z.B. nach ISO 14001 und schließlich ist es ein Schritt zur permanenten Kostenreduktion. Mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und TecPart e.V. wurde im Rahmen des Pilotprojekts "Energiecontrolling in der mittelständischen Kunststoffindustrie" gemeinsam mit Industriepartnern aus der Kunststoffindustrie Energieeffizienz-Controlling in der Praxis implementiert. Ziel war es, dass die neu entwickelte Methode zum Energieeffizienz-Controlling auf möglichst einfache Weise und mit wenig Aufwand helfen soll Energie einzusparen. Im Fokus stehen die aktive Kontrolle, Analyse und Steuerung von Informationen sowie Energiedaten zur Steigerung der Energieeffizienz. Anders als bei herkömmlichen Energiecontrolling-Systemen wurde der Schwerpunkt nicht auf den Verbrauch, sondern auf die Energieeffizienz der Anlagen und Bereiche gelegt (z.B. statt kWh Strom pro Monat, kWh Strom im Verhältnis zur erzeugten Produktmenge). Grundlage zur Beurteilung hierfür bilden Kennzahlen (Ist-Zustand), die eine einfache Überwachung der Effizienz der Prozesse ermöglichen und direkt den Vergleichskennzahlen (Soll-Zustand) gegenübergestellt werden können. Dies gewährleistet ein zeitnahes Erkennen von Abweichungen und erlaubt ein schnelles Agieren des Unternehmens. Mit der Etablierung des Energieeffizienz-Controllings haben sich die Unternehmen Transparenz ihrer Energieverbrauchsituation von Prozessen und Querschnittstechnologien im Betrieb geschaffen und somit eine Möglichkeit zur dauerhaften Senkung der Energiekosten. Zusammengefasst wurden die erforderlichen Schritte zur Einführung eines Energiecontrolling-Systems in einem, im Rahmen des Projektes entwickelten, Leitfaden. Auf Basis dieses Konzeptes sind Einsparungen in der Größenordnung von 10% bis über 50% der Energiekosten möglich - je nach Branche und Betrieb. Die Investitionskosten für ein solches System - für Beratung, Messtechnik und Software - hängen vom Umfang und Daten des Einzelbetriebs ab. Nach den Erfahrungen des Projektpartners ÖKOTEC Energiemanagement GmbH kann eine Amortisation des gesamten Systems bereits innerhalb von ein bis zwei Jahren erreicht werden. TecPart e.V. und ÖKOTEC haben einen Workshop vorbereitet, um interessierte Unternehmen an das Thema heran zu führen. Die Zielsetzung dabei ist, den Teilnehmern anhand des Leitfadens aufzuzeigen, wie sie ein Energieeffizienz-Controlling-System in Eigenregie aufbauen und einführen können. Mit praktischen Übungen werden die Teilnehmer für die Umsetzung von betrieblichem Energiemanagement geschult. Der Leitfaden Energieeffizienz-Controlling in der Kunststoffindustrie ist dabei Grundlage und Bestandteil des Workshops, heißt es in einer TecPart-Mitteilung. Der Workshop findet am 28.04.2010 in Frankfurt statt. Weitere Informationen: www.tecpart.de |
TecPart-Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V., Frankfurt
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