| 17.11.2010, 12:31 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das ifo Weltwirtschaftsklima hat sich im vierten Quartal 2010 zum zweiten Mal in Folge eingetrübt. Der Indikator befindet sich allerdings weiterhin über seinem langfristigen Durchschnitt. Der leichte Rückgang des Weltwirtschaftsindikators resultierte ausschließlich aus der Verschlechterung der Erwartungen für die nächsten sechs Monate. Die derzeitige Wirtschaftslage wurde von den befragten Experten dagegen besser eingeschätzt als im Vorquartal. Die Ergebnisse deuten insgesamt darauf hin, dass sich die konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft im nächsten halben Jahr verlangsamt fortsetzen wird. Die Entwicklung bleibt jedoch in den einzelnen Wirtschaftsräumen stark unterschiedlich. Der Wirtschaftsklimaindikator sank erneut in Nordamerika und Asien, stieg aber in Australien und marginal in Westeuropa. In Nordamerika haben sich die Urteile zur aktuellen Wirtschaftslage erneut eingetrübt, während die Aussichten für die nächsten sechs Monate konstant blieben. Die Wirtschaftslage in Asien verschlechterte sich den Wirtschaftsexperten zufolge etwas; vor allem jedoch sind die Erwartungen für das nächste halbe Jahr weniger zuversichtlich als bisher. In Westeuropa und Australien verbesserten sich erneut die Urteile zur aktuellen Wirtschaftslage; während sich die Wirtschaftsaussichten in Westeuropa für das nächste halbe Jahr etwas eintrübten, verbesserten sich diese in Australien. Im Weltdurchschnitt wird mit einem moderaten Preisanstieg in den nächsten Monaten gerechnet. Besonders niedrig wird in diesem Jahr nach Schätzung der WES-Experten die Inflationsrate im Euroraum und in Nordamerika ausfallen (jeweils 1,6%). Die Zahl der WES-Experten, die von steigenden kurz- und langfristigen Zinsen im Laufe der nächsten sechs Monate ausgehen, ist weiter zurückgegangen. Vor allem in Australien, China, Taiwan und Südkorea wird mit einem weiteren Anstieg der Notenbankzinsen im Laufe der nächsten sechs Monate gerechnet. Nach Ansicht der WES-Experten ist der US-Dollar im Weltdurchschnitt leicht unterbewertet. Sie gehen von einem weiteren Wertverlust im Laufe der nächsten sechs Monate gegenüber den meisten anderen Währungen aus, vor allem in Westeuropa, Asien sowie Australien. Weitere Informationen: www.ifo.de |
ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V., München
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