| 04.04.2011, 15:46 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Die deutsche Wirtschaft sucht dringend Ingenieure: Im Jahr 2010 fehlten durchschnittlich 36.000 Fachkräfte. Dies zeigt die aktuelle Studie "Ingenieurarbeitsmarkt 2010/11 – Fachkräfteengpässe trotz Bildungsaufstieg", die der VDI Verein Deutscher Ingenieure und das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) auf der Hannover Messe präsentierten. "Das Ausmaß wird durch den daraus resultierenden Wertschöpfungsverlust verdeutlicht: 3,3 Milliarden Euro gingen der deutschen Wirtschaft im vergangenen Jahr verloren", erläuterte VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. Im vergangenen Jahr gab es vor allem wieder mehr offene Ingenieurstellen. Die Zahl stieg von Januar bis Dezember um über 50 Prozent an. Die Arbeitslosenquote im Ingenieurberuf lag hingegen im Durchschnitt bei 2,4 Prozent und damit auf Vollbeschäftigungsniveau. Bildungsaufsteiger mit besten Chancen im Ingenieurberuf Potenziale für kommende Ingenieurgenerationen sieht IW-Geschäftsführer Dr. Hans-Peter Klös bei Kindern und Jugendlichen, deren Eltern keine Akademiker sind: "Unsere Studie zeigt, dass drei von vier Ingenieuren in Deutschland akademische Bildungsaufsteiger sind. Das ist ein enorm hoher Anteil." Juristen oder Mediziner kämen hingegen mehrheitlich aus akademischen Elternhaushalten. In keinem anderen Beruf seien die Aufstiegschancen so wenig vom elterlichen Bildungshintergrund abhängig wie bei Ingenieuren. "Dies bedeutet beste Chancen für junge Menschen auf einen gut bezahlten Beruf, egal welchen Bildungshintergrund sie haben", betonte Klös. Es müssten jedoch noch stärkere Anstrengungen erfolgen, diese jungen Menschen für eine Ingenieur-Karriere zu begeistern, z.B. durch eine weitere Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung oder zusätzliche ökonomische Anreize. Bundeseinheitliche Bildungsstrategie gegen den Fachkräftemangel Auch in 2009 konnten die Absolventenzahlen in den Ingenieurwissenschaften wieder um neun Prozent gesteigert werden. Dies reiche aber nicht aus, um die seit 2001 vom VDI und dem IW Köln aufgezeigte Ingenieurlücke zu schließen. Der VDI mahnt seit Jahren ein Umdenken in der Schulpolitik und Unterrichtsgestaltung an. Die Politik handele jedoch nur zögerlich und unabgestimmt. Deshalb fordert der VDI nun mit Nachdruck eine bundeseinheitliche Bildungsstrategie. "Nur durch eine Strategie, in der die technische Bildung integraler Bestandteil unserer Schulbildung ist, wird das Verständnis und die Akzeptanz für Technik größer. Dies ist für eine Industrienation wie Deutschland dringend notwendig", so Fuchs. Denn für die Zukunft können der VDI und das IW Köln keine Entwarnung geben: Die Ingenieurlücke werde 2011 weiter ansteigen und wahrscheinlich sogar einen Höchstwert seit Beginn der Berechnungen erreichen. Weitere Informationen: www.vdi.de |
VDI Wissensforum GmbH, Düsseldorf
» insgesamt 110 News über "VDI Wissensforum" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Arburg: Standalone-Roboter mit eigener Steuerung
Spectrix + voestalpine: Additive Formeinsätze verkürzen Zykluszeit um 28 Prozent
Borouge: Kapazitätsausbau für mechanisch recycelte Polyolefine
Arburg: Partnerprojekt integriert individuelle Data-Matrix-Codes direkt in den Spritzgießprozess
Amis: Zerkleinerungssysteme für Spritzguss- und Blasformabfälle
Ernst Jäger Kunststoffverpackung: Insolvenzverfahren nach Sanierung in Eigenverwaltung aufgehoben
Meist gelesen, 10 Tage
Leuna-Polyamid: Insolvenzverfahren eröffnet - Geordnete Stilllegung der Anlagen eingeleitet
Arburg: Partnerprojekt integriert individuelle Data-Matrix-Codes direkt in den Spritzgießprozess
Westlake: Aus für PVC-Werk von Vinnolit in Köln
Ernst Jäger Kunststoffverpackung: Insolvenzverfahren nach Sanierung in Eigenverwaltung aufgehoben
Schleich: David Albert übernimmt die Unternehmensführung
Amis: Zerkleinerungssysteme für Spritzguss- und Blasformabfälle
Meist gelesen, 30 Tage
Borouge: Roland Janssen übernimmt Leitung von Vertrieb und Marketing
Arburg: Mikro-Spritzgießen filigraner 0,002-Gramm-Bauteile
Engel: Neuer Fertigungsstandort in Serbien erweitert europäisches Produktionsnetzwerk
Lotte Chemical: Übernahme der Engro Polymer & Chemicals
Haitian: Spritzgießtechnik, Automation und europäische Fertigung im Fokus
Alpla: Zwei neue Werke in İzmir und Adana erweitern Produktionskapazitäten in der Türkei
Meist gelesen, 90 Tage
Karl Hess GmbH & Co. KG: Vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet
VBI Plastic: Vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet
Arburg: Übernahme der Stork Plastics Machinery B.V.
Hess plastics: Neuaufstellung im Insolvenzverfahren - Strukturierter Investorenprozess eingeleitet
Erema: Gruppe bleibt trotz deutlichem Umsatzrückgang profitabel
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| "Dichten. Kleben. Polymer." - Ausgabe 2026
|