| 11.04.2011, 06:14 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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![]() Professor Christian Hopmann und Professor Walter Michaeli im Spritzgießtechnikum des IKV (Bild: Lachmann) Hopmann sieht das Institut exzellent aufgestellt im Hinblick auf die interdisziplinäre Forschung innerhalb und außerhalb der RWTH. Das IKV ist eingebunden in ein engmaschiges und weitverzweigtes Netzwerk hervorragender Forschung in zahlreichen Disziplinen. Es ist u.a. aktiv im Exzellenzcluster der RWTH "Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer", in Sonderforschungsbereichen und zahlreichen Projekten der industriellen Gemeinschaftsforschung sowie der öffentlichen Forschungsförderung. Hier arbeitet das IKV mit Hochschulinstituten und der Industrie gleichermaßen zusammen. Gleichzeitig ist das IKV als Partner der Industrie für die anwendungsorientierte Forschung einerseits und eine hochqualifizierte Ausbildung andererseits von hoher Bedeutung. Die akademische Lehre hat am IKV traditionell einen sehr hohen Stellenwert, und dies, so unterstreicht Hopmann, soll sich auch unter der neuen Leitung kontinuierlich fortsetzen. Die Bedeutung des IKV zeigt sich in der fachlichen Breite und Tiefe der Forschungsthemen. Von der Bauteilidee bis zum Produkt werden alle Felder abgedeckt, die in der Prozesskette Relevanz besitzen: Fragen der Werkstoffauswahl, der Produkt-, Werkzeug- und Prozessgestaltung werden ebenso behandelt wie die Maschinengestaltung und das Qualitätsmanagement. Auf der Materialseite werden Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere betrachtet. Die Verarbeitungsverfahren decken die gesamte Bandbreite vom Spritzgießen über Extrusion, PUR-Technologie und diverse Verfahren zur Verarbeitung von faserverstärkten Kunststoffe ab. "Diese inhaltliche Vielfalt des IKV, die das Institut in über sechzig Jahren stetig weiterentwickelt hat, macht es heute zu einer sehr bedeutenden Forschungseinrichtung auf dem Kunststoffsektor", sagt Hopmann. "Ich bin froh und dankbar, dieses Institut weiter in die Zukunft führen zu dürfen", kommentiert der neue Institutsleiter seine Aufgabe. "Dem gesamten IKV-Team und mir ist sehr daran gelegen, die Kontinuität sowohl in der Grundlagenforschung als auch in der vielfältigen industriellen Gemeinschaftsforschung zu wahren", beschreibt Hopmann die strategische Leitlinie des IKV. Auf Seiten der Lehre betont Hopmann den überaus vorteilhaften Einfluss der Forschungsergebnisse, der den Studierenden eine fundierte und praxisorientierte Ausbildung garantiere. Er übernimmt die Professur zu einem Zeitpunkt, zu dem der Masterstudiengang gerade eingeführt wird. "Eine spannende Aufgabe, die ersten Master-Jahrgänge zum Abschluss zu führen", freut sich der Hochschullehrer Hopmann. Die Fördervereinigung des IKV, die für die praxisnahe Ausrichtung des Instituts ebenso wichtig ist wie für die industrielle Gemeinschaftsforschung, will Hopmann mit Engagement weiter vorantreiben. Der Netzwerkgedanke wird in der heutigen Zeit immer wichtiger. Pflege und Ausbau des sehr guten bestehenden Netzwerks sieht er als eine zentrale Aufgabe an. "Die Kunststoffe bieten noch erhebliches Potenzial, und es ist meine tiefe Überzeugung, dass uns die beste Zeit noch bevorsteht. Um dieses Potenzial zu bergen, braucht es gleichermaßen hervorragende Köpfe und exzellente Forschung. Beides zu entwickeln ist Anspruch und Aufgabe des IKV in Lehre und Forschung. Alle, die sich dem Kunststoff verschrieben haben, sind willkommen, uns dabei zu unterstützen und mit uns zusammen zu arbeiten. Wir werden unseren Beitrag mit Freude leisten!", sagt Hopmann. Über Universitätsprofessor Dr.-Ing. Christian Hopmann Hopmann studierte Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung Kunststofftechnik an der RWTH Aachen und promovierte 2000 bei seinem Vorgänger Michaeli mit einer Arbeit über das Keramikspritzgießen. Nach seiner Assistentenzeit am IKV war er dort zunächst als Leiter der Abteilung Formteilauslegung/Werkstofftechnik und von 2001 bis 2004 als Oberingenieur des Instituts tätig. In dieser Aufgabe war Hopmann bereits stellvertretender Institutsleiter und bringt damit wertvolle Erfahrungen in seine zukünftigen Tätigkeiten ein. 2005 wechselte Hopmann in die Industrie und trat bei der RKW AG Rheinische Kunststoffwerke (heute: RKW SE), Europas führendem Hersteller von Polyolefin-Folien, Netzen und Vliesstoffen, zunächst als Leiter Quality Management am Standort Petersaurach ein. Von 2006 bis Ende 2009 war er als Leiter Extrusion für die Produktion von Folien für die Anwendungsgebiete Hygiene und Konsumverpackungen sowie für technische Anwendungen verantwortlich. In dieser Zeit vertiefte er seine Management-Kompetenzen durch die Teilnahme am Program for Executive Development am International Institute for Management Development (IMD), Lausanne, Schweiz. Seit 1. Januar 2010 bis zur Aufnahme seiner Tätigkeit am IKV war er Managing Director der RKW Sweden AB in Helsingborg, Schweden. Weitere Informationen: www.ikv-aachen.de |
Institut für Kunststoffverarbeitung, Aachen
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