| 27.04.2012, 06:01 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Workshop zeigte großes Interesse der Industrie Die Ergebnisse des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekts „Entwicklung einer industriellen Naturfaser-Pellet-Produktion zur Nutzung von Naturfasern als Verstärkung von (Bio-)Kunststoffen in Spritzguss und Extrusion“ (AZ: 27717-34) stoßen bei der Industrie auf großes Interesse: In einem Experten-Workshop am 16. April 2012 in Osnabrück zeigten sich Compoundeure, Spritzgießer, Extrudeure und Anwender aus der Kunststoff- und Automobilindustrie sehr angetan von den Naturfaser-Pellets aus Hanf, teilt das nova-Institut mit. Mit der Produktion und Optimierung der sog. „Softpellets“ ist es dem Projektpartner BaFa GmbH demnach gelungen, das Problem der Dosierung von Naturfasern in die Prozesse der Kunststoffindustrie zu lösen. Die umfassenden Versuche der Industriepartner FKuR Kunststoff GmbH, Linotech GmbH & Co. KG und H. Hiendl GmbH & Co. KG sowie des Fraunhofer WKI, die an der Hochschule Bremen ausgewertet wurden, zeigten den weiteren Angaben zufolge, dass die Naturfaser-Pellets nicht nur gut dosierbar sind, sondern sich zudem gut und gleichmäßig in der Schmelze auflösen. Prof. Dr. Jörg Müssig (HS Bremen, Bionik) untersuchte mit seinem Team die Eigenschaften der Hanffasern vor der Pelletierung, nach der Pelletierung, im Granulat und im Endprodukt ebenso wie die mechanischen Werte der Teststäbe und Endprodukte. Nur so sei eine fortschreitende Verbesserung der Naturfaser-Pellets im Projekt möglich gewesen. Projektleiter Michael Carus von der nova-Institut GmbH zeigte sich sehr zufrieden: „Endlich konnte der Flaschenhals der Naturfaser-Zuführung überwunden werden. Nun können auch Unternehmen mit wenig Erfahrung Naturfasern in Form von Pellets zuführen. Die Pellets sind gerade hart genug, um Transport und Lagerung zu überstehen, und weich genug, um sich in der Schmelze gut aufzulösen.“ Produzent BaFa bietet sowohl reine Naturfaser-Pellets an, als auch Pellets, bei denen bereits während der Pelletierung bis zu 40% Kunststoffe wie PP oder PLA sowie auf Wunsch Additive mit den Naturfasern gemischt werden. Ein überraschendes Ergebnis im Projekt: Pellets aus 60% Naturfasern und 40% PP konnten sogar ohne Compoundierung direkt in der Extrusion eingesetzt werden, was erhebliche Kosten und auch Prozessenergie sparen kann. ![]() Faserpelletieranlage mit Staubabsaugung, Sicht Ballenauflöser, im Hintergrund die Pelletiermatrize - (Bild: BaFa GmbH). Fachtagung am 21. Mai 2012 in Köln zum Abschluss des Projektes Am 21. Mai 2012 findet eine Fachtagung zum Abschluss des Projektes in Köln statt (www.bio-based.eu/faserpellets/tagung). Dort werden die Ergebnisse des Projektes umfassend vorgestellt und diskutiert. Jeder Teilnehmer kann zudem Muster für eigene Versuche mitnehmen. Ergänzt wird das Programm durch Vorträge von Unternehmen, die Naturfaser-Spritzgieß-Produkte bereits erfolgreich am Markt platzieren konnten. Weitere Informationen: nova-institut.eu, www.bafa-gmbh.de, fkur.com, www.linotech.de, www.hiendl-kunststofftechnik.de, www.wki.fraunhofer.de, www.bionik.hs-bremen.de |
nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH, Hürth
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