| 18.05.2012, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Bayer MaterialScience will an seinem Standort Otterup in Dänemark ein globales Kompetenz- und Entwicklungszentrum für Windenergie einrichten. Es soll die weltweiten Aktivitäten lenken und koordinieren, mit denen moderne Werkstoffe für Anwendungen im Bereich der Windenergie entwickelt werden. Leiter des neuen globalen Kompetenzzentrums ist Kim Harnow Klausen. Er übernimmt die Aufgabe zusätzlich zu seiner Funktion als Geschäftsführer von Bayer MaterialScience A/S in Dänemark. Das Projekt soll verdeutlichen, mit welchem Engagement das Unternehmen innovative und nachhaltige Materialien und Technologien für die Energieerzeugung aus regenerativen Quellen entwickelt. Im gesamten Produktportfolio von Bayer MaterialScience - angefangen von Polyurethanen über Polycarbonate bis hin zu Lacken, Klebstoffen und Spezialitäten - soll das Zentrum die Entwicklungskapazitäten bündeln und die Expertise von Forschungs- und Entwicklungsteams aus aller Welt vereinen. Die Einzelheiten zum globalen Kompetenzzentrum für Windenergie werden zurzeit geklärt. Patrick Thomas, der Vorstandsvorsitzende von Bayer MaterialScience, betrachtet das Projekt als Chance für eine effektivere Nutzung des unternehmenseigenen Know-how im Bereich Chemie und Verfahrenstechnik mit dem Ziel, die Kosten der Energieerzeugung mit Windturbinen dauerhaft zu senken. "Dies ist ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige Energieversorgung, der insbesondere der Windkraftindustrie neue Möglichkeiten eröffnen wird. Durch unsere jahrzehntelange Erfahrung im Bereich moderner Materialentwicklung können wir meiner Überzeugung nach einen wichtigen Beitrag für diese Schlüsselindustrie leisten", so Patrick Thomas. Zu diesem Zweck plant Bayer MaterialScience am Standort seines Polyurethan-Systemhauses in Otterup eine Erweiterung des Portfolios um Lösungen für Windkraft-Anwendungen. Dazu gehören Rohstoffe für Lacke und Klebstoffe, Kohlenstoff-Nanoröhrchen, Matrixwerkstoffe und Produktionsverfahren für Rotorblätter, außerdem Faserverbundstoffe und Produktionsverfahren für die Triebwerksgondeln. Eine der jüngsten Technologieentwicklungen in diesem Bereich stellt ein Polyurethan-Hybridsystem von Bayer dar, mit dem Rotorblätter im Vakuum-Infusionsverfahren hergestellt werden können. Hierdurch sollen sich die Kosten der Energieerzeugung deutlich verringern lassen. Als Standort des Zentrums wurde Dänemark gewählt, da das Land eine führende Position im Bereich Energieeffizienz einnehme und dort überdies umfangreiches Fachwissen im Bereich Windkraft zur Verfügung stehe. Angaben des dänischen Windenergieverbands DWIA zufolge werden bereits mehr als 20 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Dänemark aus Windkraftanlagen gedeckt. Bis zum Jahr 2020 soll sich dieser Wert auf bis zu 50 Prozent erhöhen. Dies unterstreicht die Vorreiterrolle, die die dänische Windkraftindustrie seit rund 40 Jahren innehat und die auch zur Einführung hoher technologischer Standards in der Industrie geführt hat. Inzwischen entwickeln und produzieren dänische Unternehmen fast die Hälfte aller Windturbinen der gesamten Welt. Außerdem haben sich viele Zulieferer in dem Land niedergelassen. Bayer MaterialScience will mit Materialkenntnissen und einer global vernetzten Infrastruktur an der technologischen Weiterentwicklung dieses bedeutenden Industriezweigs mitwirken. |
Bayer Materialscience AG, Leverkusen
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