| 15.05.2002 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Durch das Recycling von rund 2,3 Millionen Tonnen Leichtverpackungen (Aluminium, Kunststoffe, Verbunde und Weißblech) wurden im Jahr 2001 in Deutschland umgerechnet rund 400.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Die Reduzierung an Treibhausgasen entspricht der Kohlendioxid-Menge, die 64.000 Durchschnittshaushalte jährlich bei der Verbrennung von jeweils 2.000 Litern Heizöl produzieren. Dies ist vergleichbar mit der Produktion einer Stadt in der Größe von Potsdam oder Heidelberg. Gleichzeitig konnte durch das Recycling der Leichtverpackungen eine Energieeinsparung von rund 33 Milliarden Megajoule erreicht werden. Zu diesem Ergebnis kommt die zweite, erweiterte Ressourcenbilanz der Duales System Deutschland AG (DSD, www.gruener-punkt.de), die Anfang Mai in Berlin vorgestellt wurde.
„Durch die Ressourcenbilanz wird für jeden Verbraucher sichtbar, welche positiven Effekte für die Umwelt sein tägliches Trennen von Verpackungen hat. Für unser Unternehmen ist sie ein wichtiges Instrument, um noch bestehende Schwächen in der Recyclingkette zu erkennen und Verbesserungen einzuleiten“, erläuterte Wolfram Brück, Vorstandsvorsitzender der Duales System Deutschland AG. Die Erfassungsmenge für Leichtverpackungen ist im Jahr 2001 um 3,6 Prozent gestiegen. Grund hierfür ist die veränderte Marktsituation, insbesondere der immense Anstieg von Polyethylenterephthalat (PET), der allerdings in der Tonnage den Rückgang von Glas nicht vollständig auffangen konnte. Jeder Bundesbürger entsorgte im Jahr 2001 durchschnittlich 76,6 Kilogramm Wertstoffe über die Sammelbehälter des Dualen Systems. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit die Gesamterfassungsmenge leicht um 2,1 Prozent zurückgegangen und beträgt für das Jahr 2001 6.290.896 Tonnen. Auf Grund verbesserter automatischer Sortiertechniken und -verfahren konnte die werkstofflich verwertete Menge an Kunststoffverpackungen im Jahr 2001 um mehr als 10 Prozent gesteigert werden und liegt damit erstmals höher als die rohstofflich verwertete Menge. Für die technologische und strategische Ausrichtung des Unternehmens sind neben der Ressourcenbilanz auch externe Studien unabhängiger Institute wichtig. So spricht sich das Öko-Institut in seiner jüngsten Studie für die Ausweitung von werkstofflichen Recyclinganstrengungen aus, weil dadurch weitere positive Effekte für die Umwelt zu erwarten sind. „Nachhaltigkeit ist eine der größten globalen Herausforderungen. Das wird mit Blick auf den anstehenden Weltgipfel in Johannesburg Ende August besonders deutlich. Mit den ermittelten Kohlendioxideinsparungen durch das Verpackungsrecycling für 2001 haben wir einen konkreten Beitrag zu den ehrgeizigen Klimaschutzzielen der Bundesregierung geliefert“, so Brück. Zwischen 1993 und 2001 konnten nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums die Kohlendioxidemissionen um 38,2 Millionen Tonnen gesenkt werden. In den nächsten Jahren beabsichtigt das Duale System die Ausweitung der Ressourcenbilanz auf alle im System erfassten Verpackungsarten (einschließlich Glas und Papier) und auf weitere Umweltparameter wie Eutrophierung der Gewässer oder Versauerung der Böden. |
Duales System Deutschland AG, Köln
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