| 15.11.2012, 12:13 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Indikator für das ifo Weltwirtschaftsklima ist im vierten Quartal weiter gesunken, allerdings nur leicht. Für die Verschlechterung sind sowohl ungünstigere Beurteilungen zur aktuellen Lage als auch die nach unten revidierten Erwartungen für die nächsten sechs Monate verantwortlich. Als derzeit wichtigstes wirtschaftliches Problem wird mehrheitlich von den WES-Experten die zu geringe Nachfrage angegeben. Die Weltkonjunktur tritt auf der Stelle. Während der Indikator für das Wirtschaftsklima in Nordamerika und Asien gegenüber dem dritten Quartal nur leicht gesunken ist, fiel der Rückgang des Indikators in Westeuropa etwas stärker aus. In Westeuropa liegt dies sowohl an den ungünstigeren Einschätzungen der aktuellen als auch der zukünftigen Wirtschaftslage. In Nordamerika wurde die aktuelle Lage zwar etwas schlechter beurteilt als im Vorquartal, die Erwartungen hingegen sind jetzt positiver, wenn auch nur leicht. Dies trifft vor allem auf die USA zu. Im Gegensatz dazu sind in Kanada die Werte der beiden Klimakomponenten deutlich weniger positiv als bisher. In Asien verharrte die aktuelle Lage auf insgesamt nicht befriedigendem Niveau. Die Erwartungen wurden zwar etwas zurückgenommen, verbleiben aber im positiven Bereich. Die Inflationserwartungen für das Jahr 2012 sind im Weltdurchschnitt leicht von 3,4% auf 3,6% p.a. gestiegen. Die WES-Experten gehen im Durchschnitt von weitgehend unveränderten kurzfristigen Zinsen im Laufe der nächsten sechs Monate aus. Die langfristigen Zinsen werden ihrer Meinung nach allenfalls leicht steigen. Im weltweiten Durchschnitt erwarten die Wirtschaftsexperten kaum noch einen weiteren Wertzuwachs des US-Dollar im nächsten halben Jahr. Weitere Informationen: www.ifo.de |
ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V., München
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