| 25.01.2013, 06:03 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Zur Aufbereitung stark verunreinigter Polyamid 11-Reststoffe hat der britische Recycler K2 Polymers Ltd., Leicester, vor ca. einem Jahr in eine MRS-Extrusionsanlage der Gneuß Kunststofftechnik GmbH, Bad Oeynhausen, investiert. Gemahlene Polyamid 11-Reststoffe fallen in großen Mengen an, wenn Tiefsee-Ölleitungen nach dem Versiegen einer Ölquelle nicht mehr benötigt und an Land gebracht werden müssen. Dieser hochwertige Kunststoffabfall ist jedoch aufgrund des teilweise jahrzehntelangen Einsatzes durch Öl stark verunreinigt. Neben an der Oberfläche anhaftenden Ölresten erschweren Ölreststoffe, die in den Kunststoff eindiffundiert sind, die Aufbereitung enorm. Aufbereitung und Dekontamination in einem Arbeitsschritt Mit dem Multi Rotation System (MRS)-Extruder gelingt nach Angaben des Herstellers die Aufbereitung und Dekontamination des Polyamid 11-Mahlgutes in einem Arbeitsschritt. Vor der Verarbeitung im Extruder sei kein aufwändiges chemisches Waschen notwendig. Somit entfalle nicht nur ein Arbeitsschritt, sondern auch die anschließende, teure Abwasserbehandlung. Möglich sei dies dank der patentierten Verfahrenstechnik des MRS, die eine enorm hohe Entgasungs- und Dekontaminationsleistung erbringe. Bei dem Namen gebenden Multi Rotation System-Element handelt es sich um eine große Multischneckentrommel, die den weiteren Angaben zufolge eine 25 Mal größere Schmelzeoberfläche als ein Doppelschneckenextruder und eine besonders hohe Oberflächenerneuerungsrate sicherstellt. In diesem MRS-Teil findet demnach eine optimale Entgasung schon bei einem moderaten Vakuum von 20 bis 40 mbar statt. Gleichzeitig würden aber nicht nur Feuchtigkeit, sondern auch weitere flüchtige Bestandteile, in diesem Falle die Ölreststoffe, sicher aus der Schmelze abgezogen. K2 Polymer entschied sich für einen MRS 70 mit einer Ausstoßleistung von bis zu 150 kg/h. Abgerundet wird die Aufbereitungseinheit durch den an den Extruder angeflanschten Schmelzefilter RSFgenius 90. Dieser rotierende Schmelzefilter sorgt laut Anbieter mit seiner großen aktiven Filterfläche und der druck- und prozesskonstanten Arbeitsweise für die sichere Entfernung kleinster Verunreinigungen. Für K2 Polymers stellt die MRS-RSF-Kombination eine wirtschaftliche Lösung dar, um aus Polyamid 11-Resten einen wertvollen Sekundärrohstoff herzustellen, dessen Qualität sogar den hohen Ansprüchen der Automobilindustrie genügt, heißt es abschließend. Weitere Informationen: www.gneuss.com, www.k2polymers.com |
Gneuß Kunststofftechnik GmbH, Bad Oeynhausen
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