| 23.10.2013, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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"Der Fachverband Kunststoffrecycling hat sich als kompetenter und wichtiger Gesprächspartner in der Kunststoffbranche etabliert", erklärte Fachverbandsvorsitzender Dr. Dirk Textor anlässlich der Mitgliederversammlung seines Verbandes in Berlin. Textor verwies dabei auf die intensive inhaltliche Arbeit des bvse-Fachverbandes, die nicht nur im Fachverbandsvorstand, sondern in mittlerweile vier Arbeitsgruppen geleistet werde. Das Kunststoffrecycling habe insgesamt an Bedeutung gewonnen und habe dabei noch ein enormes Potenzial. Das zeige nicht zuletzt der Internationale bvse-Altkunststofftag, der sich mit mittlerweile mehr als 400 Teilnehmern zum größten Branchentreff in Deutschland und Europa entwickelt habe. Ziel der Arbeit des bvse-Fachverbandes sei es, die Rahmenbedingungen für das Kunststoffrecycling in Deutschland und Europa weiter zu verbessern. Nach wie vor würden zu viele Kunststoffabfälle deponiert oder verbrannt, die sich hervorragend recyceln ließen. Enttäuscht zeigte sich die Mitgliederversammlung auch vom End of Waste - Prozess für Kunststoffe. Es sei inakzeptabel und realitätsfremd, so bvse-Fachreferent Dr. Thomas Probst in seinem Vortrag, wenn nach diesen geplanten neuen Regeln, bisher als Produkte anerkannte und marktgängige Recyclate, zukünftig nur noch als Abfälle eingestuft würden. Das sei ein klarer Rückschritt, der mit der ursprünglichen Zielsetzung nicht mehr viel zu tun habe. Mit dieser Einschätzung sehe sich der bvse-Fachverband Kunststoffrecycling mit den anderen Branchenverbänden auf einer Linie. Thorsten Kühmann, vom VDMA-Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen, unterstrich in seinem Vortrag gerade auch die inhaltlichen Gemeinsamkeiten beider Verbände. Er machte deutlich, dass gerade Recyclinglösungen aus Deutschland weltweit Best-Practice-Beispiele liefern. So setze sich sein Verband ebenfalls dafür ein, dass offene Mülldeponien in Europa verboten werden und Kunststoffe möglichst nicht thermisch, sondern stofflich verwertet werden. Kühmann berichtete weiter, dass die Mitgliedsunternehmen seines Verbandes ein Produktionsvolumen von 6,5 Milliarden Euro repräsentieren und 27.300 Menschen beschäftigten. Er rechnet vor allem für das nächste Jahr mit einer deutlichen Steigerung des Produktionsvolumens auf fast 7 Milliarden Euro. Zwar sei China inzwischen die größte Maschinenbaunation, jedoch sei Deutschland nach wie vor mit Abstand Exportweltmeister und das werde sich in absehbarer Zeit auch nicht ändern. Die turnusmäßig anstehenden Neuwahlen des Fachverbandsvorstandes durch die Mitgliederversammlung bestätigten Dr. Dirk Textor in seinem Amt als Vorsitzenden und Dr. Jens Lühr als stellvertretenden Vorsitzenden. Als Beisitzer wurden Mechthild Ahaus, Hubert Eing Kunststoffverwertung GmbH, Christian Bracke, Bracke Umweltservice GmbH, Thomas Fischer, KS Kunststofftechnik GmbH & Co. KG, Jürgen Goldes, Goldes Recyclingtechnik GmbH, Harald Höglmeier, Höglmeier Polymer-Tech GmbH & Co. KG, Stephan Martin, Lohner Kunststoffrecycling, GmbH, Sascha Schuh, ASCON Gesellschaft für Abfall und Sekundärrohstoff Consulting mbH, Dr. Michael Scriba, mtm plastics GmbH, Michael Stechert, sat. Recyclingtechnik GmbH und Renhui Tischler-Li, TL Import-Export Handelsgesellschaft mbH gewählt. In den Vorstand wurden außerdem Dr. Dietmar Lohmann als Vertreter der Interessengemeinschaft Kunststoffrecycling-Initiative Sachsen e.V. (IG KURIS) und Wilhelm Klünk, Zellner Recycling GmbH, als Vertreter des bvse-Juniorenkreises, kooptiert. Weitere Informationen: www.bvse.de |
Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., Bonn
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