| 14.05.2014, 11:35 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der ifo Index für die Weltwirtschaft ist von 103,2 auf 102,3 Punkte gesunken. Die Einschätzung zur aktuellen Lage bleibt konstant zufriedenstellend. Der wirtschaftliche Ausblick für die nächsten sechs Monate trübte sich leicht ein, bleibt aber insgesamt freundlich. Die WES-Experten erwarten für dieses Jahr für die Welt 2,5 Prozent Wirtschaftswachstum. Für Europa prognostizieren sie 1,6 Prozent, für Nordamerika 2,5 Prozent. In Lateinamerika dürfte die Expansion dagegen mit 2,3 Prozent und in Asien mit 3,7 Prozent hinter den hohen Wachstumsraten der jüngeren Vergangenheit zurückbleiben. Die Weltkonjunktur ist aufwärtsgerichtet, zeigt aber wenig Dynamik. Die Krise in der Ukraine hinterlässt deutliche Spuren in den Umfragedaten für Russland und der Ukraine. In Russland trübten sich die Erwartungen für die nächsten sechs Monate deutlich ein. Die Experten in Russland erwarten lediglich 0,8 Prozent Wirtschaftswachstum für das Gesamtjahr. Für die Ukraine wird eine Schrumpfung von 2,5 Prozent prognostiziert. Hinter der Stabilisierung des Weltwirtschaftsklimas verbergen sich unterschiedliche Tendenzen: Während insbesondere die Länder Nordamerikas und Europas wieder Tritt gefasst haben, scheint sich das Expansionstempo in den asiatischen und lateinamerikanischen Schwellenländern zu verlangsamen. So stieg der ifo Index für Nordamerika um 5,0 Punkte, vor allem aufgrund verbesserter Erwartungen. In Europa verzeichnete der Index einen nicht ganz so ausgeprägten Anstieg um 1,9 Punkte. Hier war die positivere Lagebeurteilung ausschlaggebend, während die Erwartungen etwas nachgaben. In Asien (Rückgang des Indikators um 7,9 Punkte), Lateinamerika (-4,6) und den GUS-Staaten (-8,3) trübten sich beide Komponenten des Wirtschaftsklimas ein. Die Inflationserwartungen sind weltweit moderat, mit Ausnahme von Lateinamerika und dort insbesondere Argentinien und Venezuela. Weitere Informationen: www.ifo.de |
ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V., München
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