| 22.06.2015, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Am 11. Juni 2015 fand in Bern die diesjährige Mitgliederversammlung des Schweizer Branchenverbands "Swiss Plastics" statt. Doris Fiala leitete als Präsidentin die Mitgliederversammlung von Swiss Plastics und warb für tiefgreifende strukturelle Änderungen im Verband, insbesondere zur Stärkung des Wir-Gefühls und zur Konsolidierung der schwierigen Rechnungssituation. Swiss Plastics im Strukturwandel Der Wechsel vom früheren Kunststoffverband Schweiz zu Swiss Plastics bedeutete im vergangenen Geschäftsjahr auch, dass verbandsintern Strukturen angepasst werden mussten. Unter der Führung der Präsidentin, Nationalrätin Doris Fiala, und dem neuen Geschäftsführer Urs F. Meyer wurden einige Abläufe neu organisiert. Ein Schwerpunkt habe dabei auf der Finanzsituation gelegen, um die seit 2003 unverändert belassenen Mitgliederbeiträge den aktuellen Herausforderungen anzupassen. Auch personell gab es wichtige Änderungen: wegen der Übernahme der Verkaufsorganisation musste Thomas Metzler, bisher Georg Fischer Rohrleitungssysteme AG, seinen Posten im Vorstand von Swiss Plastics zur Verfügung stellen. An seine Stelle wurde sein Nachfolger in der Firma, Claude A. Fischer, gewählt. In ihrer Begrüßungsrede ging die Präsidentin auf die schwierige Lage der Branche nach der Entscheidung der Nationalbank zum Wechselkurs ein. Sie zeigte auf, wo die Unternehmen entlastet werden könnten, nämlich durch die Verhinderung neuer Steuern und den raschen Abbau von Bürokratie und Regulierung. Nur so sei es möglich, Produktionsbetriebe in der Schweiz zu behalten. Auch das Thema eines tiefen einheitlichen Mehrwertsteuersatzes müsse die Politik zügig weiter behandeln. Der Verband Swiss Plastics selber könne durch das Zusammenstehen der Mitglieder an Stärke gewinnen. Dazu seien durch den Vorstand und die Geschäftsstelle große Anstrengungen unternommen worden, um das Angebot zu straffen und neu auszurichten. Energiestrategie 2050 - Implikationen für die Wirtschaft Vizedirektor Daniel Büchel, Bundesamt für Energie, stellte die vom Bund geplante Energiestrategie 2050 vor. Für die Branche sind die Energiekosten neben den Löhnen und den behördlichen Auflagen eine maßgebende Größe für die Wettbewerbsfähigkeit und die Planung von Investitionen. Aus Sicht von Swiss Plastics kann die Unterstützung ausländischer Wirtschaftsstandorte durch die EU einzig durch den Abbau administrativer Hürden und durch den Vorteil bei den Stromkosten wettgemacht werden. Daniel Büchel führte aus, dass in der Energiewirtschaft große Veränderungsprozesse im Gang seien. Darauf gelte es Antworten zu formulieren. Wirtschaftsdaten 2014 Wie alle Jahre hat Swiss Plastics die Wirtschaftsdaten bei den Mitgliedern erhoben. Dies geschieht mittels Umfrage an alle 836 Schweizer Unternehmen der Kunstbranche. Im Jahr 2014 konnte die Branche vom Umsatz her 1% gegenüber dem Vorjahr zulegen und erreichte 15,09 Mrd. CHF. Der Umsatz der Verarbeiter stieg um 0,1%. Die Beschäftigung nahm um 0,1% auf 33.887 ab, was einerseits auf eine statistische Schwankung, andererseits aber auch auf einen leicht höheren Automatisierungsgrad zurückzuführen sei. Schwergewichtig ist die Branche im KMU-Umfeld angesiedelt. Die Entwicklung in der Schweiz entspricht bis Ende 2014 etwa den Erwartungen, die sich auch in der EU widerspiegeln. Weitere Informationen: kunststoff.swiss |
Swiss Plastics, Aarau, Schweiz
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