| 18.07.2006 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Bei der Herstellung von Kunststoffprodukten im Spritzgießverfahren fallen Abfälle an, die heute sehr aufwendig aufbereitet werden müssen. Gerade bei technisch hochwertigen glasfaserverstärkten Kunststoffen besteht eine große Nachfrage nach neuen, möglichst schonenden Verfahren, diese Abfälle wieder dem Produktkreislauf zuzuführen. Ein von der hw.tech works GmbH (www.hwtech.de) mit dem Süddeutschen Kunststoff-Zentrum (SKZ, www.skz.de) gestartetes Forschungsprojekt befasst sich mit dieser Fragestellung. Die Arbeiten bauen auf dem thermischen Regranuliersystem TRS 7000 der hw.tech auf. Bei diesem System werden Angüsse unzerkleinert einem Einschneckenextruder zugeführt, der diese dann plastifiziert und die erzeugte Schmelze anschließend sortenrein, gleichmäßig und ohne störende Staubanteile granuliert. Aufgrund der sehr kompakten Bauart kann die Regranulierung von Produktionsabfällen direkt an der Verarbeitungsmaschine stattfinden. Das TRS 7000 lässt sich in der heutigen Ausführung bereits für ein breites Materialspektrum einsetzen, bis hin zu thermoplastischen Elastomeren. Einen Grenzbereich stellen derzeit jedoch Kunststoffe dar, welche zu einem höheren Anteil (> 25%) mit Glasfasern verstärkt sind. Ziel des gemeinsamen Projektes ist die Entwicklung eines neuen Regranuliersystems, dessen Funktionsweise für die Verarbeitung glasfaserverstärkter Materialien, insbesondere PA 6 und PA 66, konzipiert ist. Neben der maschinentechnischen Entwicklung liegt ein Schwerpunkt auf der Entwicklung einer verbesserten Verfahrenstechnik. Aktuelle Studien zeigen, dass die Marktsättigung bei Polyamiden noch lange nicht erreicht ist. So stieg der weltweite Verbrauch im letzten Jahr um mehr als 5% und lag alleine in Westeuropa bei ca. 810 kt. Für die nächsten Jahre werden weitere signifikante Steigerungen prognostiziert, welche bis zum Jahre 2010 alleine in Europa etwa 500 kt betragen werden. Die Arbeiten werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen des Förderprogramms „ProInno II“ gefördert. Bild: Glasfaserroving zur Kunststoffverstärkung |
hw.tech works GmbH, Gottmadingen
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