| 28.04.2016, 06:03 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Nach drei Jahren Forschung präsentiert der Verbund von vier Partnern eine Ergebnisdatenbank zur vielfältigen Verarbeitung von Biokunststoffen, die am 27. April 2016 im Rahmen der Hannover Messe offiziell an den Förderer, das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), übergeben wurde. Vor drei Jahren haben die vier Projektpartner
Das Ergebnis ist eine kostenlose und frei zugängliche Online-Datenbank, in der der Praktiker Hinweise auf die unterschiedlichen Verarbeitungsverfahren von knapp 100 biobasierten Kunststoffen erhält. Es stehen Daten zum Compoundieren und Spritzgießen, zum Tiefziehverhalten, zur Faserverstärkung, zum Extrusionsblasformen und zur Flachfolienherstellung zur Verfügung. Weiterhin kamen Füge- und Verbindungstechniken, Fließverhalten, Einfärbbarkeit u.v.m. auf den Prüfstand. Um zu den gewünschten Ergebnissen zu gelangen, können Nutzer den Weg über das Material oder über das Verfahren gehen. Eine erste grobe Beurteilung im Vergleich zu den direkt konkurrierenden konventionellen Kunststoffen kann der Nutzer einem Ampelsystem entnehmen, das wiederum mit abrufbaren Detailinformationen hinterlegt ist. Eine Übersicht zu den betrachteten Verfahren und untersuchten Materialien beinhaltet die Veröffentlichung "Verarbeitung von Biokunststoffen - ein Leitfaden". Im Kapitel "Spritzgießen" wurden z.B. verschiedene spritzgießtechnische Verarbeitungseigenschaften untersucht, wie das Entformungsverhalten, die Maßhaltigkeit, die Plastifizierleistung, die Bindenähte, hart/hart-Verbunde beim Mehrkomponentenspritzgießen, Inline-Oberflächenbeschichtung und natürlich auch die Betrachtung des Materials im "Gesamtsystem" des Spritzgießprozesses. Der Leitfaden steht auch als PDF zum Herunterladen auf der Internetseite des Projektes unter www.verarbeitungsprojekt.ifbb-hannover.de zur Verfügung. Das Forschungsprojekt unterliegt dem Projektträger des BMEL, der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., und geht nun in die zweite Phase. In dieser Phase sollen die Herausforderungen der verarbeitenden Industrie und damit die Praxisnähe noch stärker im Mittelpunkt stehen. Verarbeiter sind daher dazu aufgerufen, sich mit Fragestellungen bezüglich des Einsatzes und/oder der Verarbeitung von Biokunststoffen an die Verbundpartner zu wenden. Weitere Informationen: www.ifbb-hannover.de, ifbb-knvb.wp.hs-hannover.de/db |
IfBB - Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe, Hochschule Hannover, Fakultät II-Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik, Hannover
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