| 26.08.2016, 06:03 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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Der Schweizer Verbundwerkstoff-Spezialist Gurit berichtet einen Nettoumsatz in Höhe von CHF 182 Millionen für das erste Halbjahr 2016. Dies enstpricht einem währungsbereinigten Wachstum von 3% und einem Plus von 2,5% in der Berichtswährung Schweizer Franken gegenüber dem Vorjahr. Die Betriebsgewinnmarge erreichte 10,5% und der Betriebsgewinn stieg auf CHF 19,1 Millionen; darin enthalten Einmalaufwendungen in Höhe von CHF 2,5 Millionen hauptsächlich für nicht-liquiditätswirksame Wertberichtigungen in U.K. in Höhe von CHF 2,0 Millionen. Der Betriebsgewinn verbesserte sich um 21% im Vergleich zum Betriebsgewinn von CHF 15,8 Millionen im ersten Halbjahr 2015. Die Betriebsgewinnmarge vor Einmalaufwendungen erreichte beachtliche 11,8% des Nettoumsatzes. Gurit Composite Materials Der Geschäftsbereich Composite Materials erzielte im ersten Halbjahr 2016 einen Nettoumsatz von CHF 136,0 Millionen (1HY 2015: CHF 136,6 Millionen). Dies entspricht einem Rückgang von -0,6% auf währungsbereinigter Basis und ‑0,4% in Schweizer Franken. Die Materialnachfrage im Windenergiemarkt verzeichnete einen Absatzrückgang von währungsbereinigten -3,1% bzw. -2,7% in Schweizer Franken. Trotz des Wachstums in den meisten anderen Windenergieregionen weltweit hatte die erwartete Nachfrageschwäche in China von etwa ‑15% im Vergleich zum Rekordjahr 2015 einen negativen Effekt auf das Unternehmen, aufgrund der hohen Bedeutung des chinesischen Marktes für Gurit. Die Umsätze in anderen Materialmärkten (Marine, Luft- und Raumfahrt, Industrie, Auto-Materialien und Ballistik) stiegen im ersten Halbjahr 2016 um 2,4% auf CHF 62,5 Millionen. Gurit Composite Components Der Geschäftsbereich Composite Components (Auto-Teile, Buskomponenten, Structural Engineering) erzielte im ersten Halbjahr 2016 einen Nettoumsatz in Höhe von CHF 9,4 Millionen im Vergleich zu 14,9 Millionen im ersten Halbjahr 2015. Dies entspricht einem währungsbereinigten Rückgang von ‑35,4% (‑36,8% in Schweizer Franken) und resultiert aus dem bekannten Auslaufen von Verträgen in 2015. Die Optimierung des zukünftigen operativen Profils des Geschäftsbereichs führte zum Grossteil der berichteten, nicht-liquiditätswirksamen Einmalaufwendungen aus Wertberichtigungen von Sachanlagen am Produktionsstandort in U.K.. Gurit Tooling Im Geschäftsbereich Tooling stieg der Nettoumsatz mit Formen zur Herstellung von Windturbinenblättern und zugehörigem Equipment in den ersten sechs Monaten 2016 um währungsbereinigte 44,3% auf CHF 36,8 Millionen bzw. um +40,2% in der Berichtswährung Schweizer Franken (1HY 2015: CHF 26,3 Millionen). Die Nachfrage internationaler Kunden fiel im ersten Halbjahr 2016 stärker als erwartet aus und auch die Nachfrage chinesischer Kunden für Formen zur Herstellung von längeren Windturbinenblättern hielt sich stärker als erwartet. Betriebs- und Finanzergebnis Gurit erzielte einen hohen Betriebsgewinn in Höhe von CHF 19.1 Millionen im ersten Halbjahr 2016. Die Betriebsgewinnmarge stieg entsprechend auf 10,5% des Nettoumsatzes, darin enthalten Einmalaufwendungen in Höhe von CHF 2,5 Millionen hauptsächlich für nicht-liquiditätswirksame Wertberichtigungen in U.K. in Höhe von CHF 2,0 Millionen. Der Betriebsgewinn verbesserte sich um 21% im Vergleich zum Betriebsgewinn von CHF 15,8 Millionen im ersten Halbjahr 2015. Die Betriebsgewinnmarge vor Einmalaufwendungen erreichte beachtliche 11,8% des Nettoumsatzes. Insgesamt profitierte die Profitabilität der Unternehmensgruppe vom anhaltend guten Umsatzniveau im Geschäftsbereich Tooling sowie von einem vorteilhaften Produktmix bei den Verbundwerkstoffen. Darüber hinaus trugen die andauernden operativen Verbesserungen stark zum ausgezeichneten Profitabilitätsniveau bei. Ebenso waren die Rohstoff-Einkaufsbedingungen im ersten Halbjahr 2016 vorteilhaft. Insgesamt erwirtschaftete Gurit im ersten Halbjahr 2016 einen positiven Netto-Geldfluss aus Betriebstätigkeit in Höhe von CHF 12,6 Millionen (1HY 2015: CHF 7,3 Millionen), hauptsächlich aufgrund des höheren Betriebsgewinns. Investitionsausgaben in Höhe von CHF 7,5 Millionen im ersten Halbjahr 2016 (1HY 2015: CHF 6,6 Millionen) waren hauptsächlich mit der Vollendung der zusätzlichen Produktionshalle im Geschäftsbereich Tooling in China, der Fertigstellung des Aufbaus der semi-automatisierten Autoteilefertigung in Ungarn, dem Abschluss der Kapazitätserweiterung der Balsaholzfertigung in Ecuador und der Fertigstellung des Aufbaus der Balsaholzfertigung am bestehenden Standort in China verbunden. Mit einer Eigenkapitalquote von 72,9% per Ende Juni 2016 im Vergleich zu 71,4% per Ende Dezember 2015 bleibt die Bilanz von Gurit weiterhin sehr solide. Ausblick Das Unternehmen bestätigt die Zielsetzung im Gesamtjahr 2016 ein einstelliges Umsatzwachstum zu erzielen. Im Hinblick auf die Profitabilität erwartet Gurit, dass sich einige der positiven Effekte aus dem ersten Halbjahr 2016 im Jahresverlauf ausgleichen werden und sich das Profitabilitätsniveau für das Gesamtjahr 2016 damit insgesamt in innerhalb des Zielkorridors von acht bis zehn Prozent Betriebsgewinnmarge bewegen wird. Über Gurit Die Unternehmen der Gurit Holding AG, Wattwil, Schweiz, sind auf die Entwicklung und Herstellung von Hochleistungsverbundwerkstoffen, zugehörigen Technologien und die Herstellung von Werkzeugen und fertigen Bauteilen spezialisiert. Das Materialsortiment beinhaltet faserverstärkte Kunststoffe (Prepregs) sowie Strukturkernmaterialien, Gel Coats, Klebstoffe, Harze und Verbrauchsmaterialien. Gurit beliefert weltweit Wachstumsmärkte mit Composite-Materialien einerseits und Bauformen, Engineering-Leistungen und fertigen Bauteilen anderseits. Die weltweit tätige Unternehmensgruppe verfügt über Produktionsstätten und Niederlassungen in der Schweiz, Deutschland, Ungarn, Italien, Spanien, Grossbritannien, Kanada, den USA, Brasilien, Ecuador, Australien, Neuseeland, Indien und China. Weitere Informationen: www.gurit.com |
Gurit Holding AG, Zürich, Schweiz
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