| 30.09.2016, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Gemeinsam mit Schlenk Metallic Pigments GmbH, einem Hersteller von Metallpulvern, -pigmenten und -folien, stellt die Grafe-Gruppe anlässlich der K 2016 ein einzigartiges Entwicklungsprojekt vor, bei dem Lichtreflektionen in allen Farben des Regenbogens auf einer Kunststoff-Oberfläche schillern und dort einen Hologramm-Effekt erzeugen. In Zusammenarbeit mit der Koziol GmbH, Hersteller von Kunststoff-Designartikeln für Haushalt und Büro, wurde dieses Projekt anschließend erstmalig erfolgreich umgesetzt. Bei dem hergestellten Produkt handelt es sich um eine Etagere, die aufgrund der unterschiedlichen Oberflächen die Wirkung des Pigmentes bei hochglänzenden und matten Strukturen aufzeigt. "Bislang gab es nicht die Möglichkeit ansprechende Hologramm-Effekte in Thermoplaste mit höheren Verarbeitungstemperaturen einzuarbeiten", erläutert der Leiter des Grafe Design Centers, Danny Ludwig. "Stattdessen standen nur Farbwechseleffekte im Bereich von zwei- oder vier Farben zur Verfügung, also die Änderung des Farbeindrucks unter verschiedenen Betrachtungswinkeln." Schlenk sei es jedoch gelungen, mit "MultiFlect" ein holografisches Effektpigment zu entwickeln, das je nach Anwendung und Lichteinfall vielfältige Wirkungen von Perlenschimmer über Regenbogenfarben bis hin zu Tiefenillusion erziele. Üblicherweise komme das in einem speziellen Produktionsprozess hergestellte "MultiFlect" im Automobilbereich bei Felgenlacken oder bei dekorativen Druckanwendungen zum Einsatz. Technisch wird das Effektpigment als "polychromatisch", also einen mehrfarbigen Interferenzeffekt erzeugend, bezeichnet. Den Angaben zufolge haben die mechanischen und thermischen Belastungen, denen der Kunststoff bei der Verarbeitung ausgesetzt ist, bisher einen Einsatz des entsprechenden Pigmentes verhindert. Grafe sei es nun jedoch gelungen, das Effektpigment auch in einer Kunststoff-Applikation umzusetzen. "Mit unserem Know-how bei Maschinen und Rezepturen konnten wir die Einarbeitung in das gewünschte Zielpolymer mit einer Dosierung von zwei bis drei Prozent realisieren und so den dreidimensionalen Farbeffekt erzielen. Dazu mussten wir in aufwändigen Tests die Maschinenparameter und Schneckenkonfigurationen der Extruder definieren und die Masterbatch-Rezepturen entsprechend entwickeln", berichtet Ludwig. Grundsätzlich sollen Anwendungen in Polyolefinen einfacher umzusetzen sein, als in technischen Werkstoffen, da bei diesen unter anderem höhere Verarbeitungstemperaturen und höhere Friktionskräfte auftreten. Inzwischen seien jedoch auch für technische Polymere, wie z.B. Polycarbonat, erste Rezepturen in der Testphase. Insbesondere die winkelabhängige Mehrfarbigkeit und der Regebogeneffekt sollen für hohe Aufmerksamkeit des mit MultiFlect pigmentierten Produktes beim Endkunden sorgen, weshalb Kunden trotz des anspruchsvollen Preissegmentes bereit seien, in höhere Rohstoffkosten zu investieren. Holografie-Pigmente dieser Art würden bislang beispielsweise auch in Banknoten als Sicherheitsmerkmal eingesetzt. Zusammen mit LEDs sei das Pigment auch in der Innenarchitektur einsetzbar. In diesem Zusammenhang bekam Schlenk im März 2016 die Auszeichnung "Innovation Material Award" von der New Yorker Unternehmensberatung Material Connexion. Weitere Informationen: www.grafe.com, www.schlenk.com, www.koziol.de K 2016, 19.–26.10.2016, Düsseldorf, Halle 6, Stand E75 |
Grafe Advanced Polymers GmbH, Blankenhain
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