| 19.06.2017, 07:43 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Am 18. Mai 2017 startete die erste Präsenzphase für die Studierenden des neuen berufsbegleitenden Zertifikatsstudiums „Anwendungstechniker (FH) für Additive Verfahren/Rapid-Technologien“ an der Hochschule Schmalkalden. Das innovative Studium wurde in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF), dem Institut für werkzeuglose Fertigung (IwF) der Fachhochschule Aachen und dem Fachgebiet Fertigungstechnik der Universität Duisburg-Essen entwickelt und soll insbesondere technischen Fachkräften Kompetenzen für die Nutzung von Additiven Fertigungsverfahren vermitteln und sie in die Lage versetzen, diese zielführend und gewinnbringend in die betrieblichen Prozesse einzubinden. Elf Studierende aus ganz Deutschland reisten zum Studienstart nach Schmalkalden. In den nächsten zwei Semestern sollen sie sich umfangreiche Kenntnisse über technologische Aspekte, Werkstoffe und Konstruktionsweisen der Additiven Fertigung aneignen und die Kompetenz erwerben, Chancen und Risiken im Bereich der Rapid-Technologien zu analysieren und zu bewerten sowie Projekte aus dem Bereich der Additiven Fertigung eigenständig und unter Berücksichtigung von Kosten- und Qualitätsaspekten zielorientiert umsetzen zu können. Ziel der ersten Präsenzphase war, sich zunächst mit den Grundlagen und Rahmenbedingungen der Additiven Fertigung vertraut zu machen. Sebastian Platt von der Universität Duisburg-Essen und erster Dozent im Studium erläuterte den Studierenden das Innovationspotential, die Handlungsfelder und Grenzen der Additiven Fertigung sowie die einzelnen Verfahren. Auf dem Lehrplan standen zudem Preprocessing, Postprocessing, Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit. Darauf aufbauend betrachtete Prof. Dr. Thomas Seul, Studiengangleiter und Professor für Fertigungstechnik und Werkzeugkonstruktion an der Hochschule Schmalkalden, die einzelnen Werkstoffe und deren Qualifizierung für die Additive Fertigung. Beim anschließenden Praktikum im Kunststofflabor konnten die Studierenden die theoretisch erlernten Inhalte dann selbst erproben. In zwei Praktika bestimmten sie Mechanische Kennwerte und führten Versuche zur Rheologie, dem Verformungs- und Fließverhalten der Kunststoffe, durch. Den Abschluss der Präsenzphase übernahm Praxisdozent Antonius Köster, Geschäftsführer der Antonius Köster GmbH & Co. KG aus Meschede - ein Unternehmen spezialisiert auf die Bearbeitung organischer Formen im 3D-Druck. Das Thema seiner Vorlesung lautete „3D-Druck im nichtindustriellen Bereich“. Die Studierenden werden innerhalb des nächsten Jahres zu sechs weiteren Präsenzphasen nach Schmalkalden, Aachen, Duisburg und Halver reisen. Auf dem Lehrplan stehen dann „Kunststoff-basierte additive Fertigungsprozesse“, „Metall-basierte additive Fertigungsprozesse“, „Produktentwicklungsprozess und Konstruktion“, „Qualitätssicherung und -kontrolle“, „Innovationsmanagement“, „Additive Fertigungsprozesse für nichtmetallisch-anorganisch Werkstoffe“, „Einführung additiver Verfahren und Prozesse in die betriebliche Produktionsumgebung“, „Projektmanagement“, „Kommunikation und Präsentation technischer Projekte“ sowie Praxisanwendungen zu den jeweiligen Gebieten. Der nächste Studienstart ist für das Sommersemester 2018 geplant. Weitere Zertifikatsstudienangebote im Bereich Kunststofftechnik Zum Wintersemester 2017/2018 starten im Bereich Kunststofftechnik die beiden berufsbegleitenden Zertifikatsstudien „Projektmanager (FH) für Werkzeug- und Formenbau“ sowie „Produktionsmanager (FH) für Kunststofftechnik“. Das Werkzeugbaustudium richtet sich vordergründig an Fach- und Führungskräfte aus dem Werkzeug- und Formenbau. Das Studium vertieft Kenntnisse und Fertigkeiten innerhalb des Werkzeugbaus, setzt sich mit innovativen Werkzeugtechnologien auseinander und vermittelt Fähigkeiten auf den Gebieten „Fertigungsstrategien“, „Dokumentation“, „Organisation“ und „Projektmanagement“. Zudem werden relevante rechtliche und betriebswirtschaftliche Grundlagen vermittelt um Fach- und Führungskräfte für die aktuellen Anforderungen an einen effizienten, wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Werkzeug- und Formenbau zu qualifizieren. Das Studium zum „Produktmanager (FH) für Kunststofftechnik“ richtet sich in erster Linie an technische Mitarbeiter von Kunststoff erzeugenden Unternehmen bzw. Herstellern von Kunststoffmaschinen, an technische Mitarbeiter von Kunststoffinstituten und Kunststoffverbänden sowie an Fachkräfte von Unternehmen, die eng mit der Kunststoffindustrie verbunden sind (z.B. Flugzeugbau, Automobil-, Lebensmittel-, Textil- und Verpackungsbranche). Ziel des Studiums ist die Weiterentwicklung der Kenntnisse und Fertigkeiten innerhalb der Kunststoffkunde und Kunststoffverarbeitung sowie die Auseinandersetzung mit betriebswirtschaftlichen Aspekten der Kunststoffproduktion und -verarbeitung. Weitere Informationen: |
Hochschule Schmalkalden, Schmalkalden
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