| 22.05.2019, 11:19 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Flammschutzmittel ermöglichen den sicheren Einsatz von Kunststoffprodukten bei Elektronikprodukten, im Transportsektor, bei Dämmmaterialien oder bei Einrichtungsgegenständen. Seit einigen Jahren ist der Markt für Flammschutzmittel im Umbruch. In Europa und Nordamerika werden halogenhaltige Wirkstoffe aufgrund gesundheitlicher Bedenken vom Markt genommen. Verarbeiter weichen auf neue Systeme aus. Günstige Alternativen sind phosphorhaltige Flammschutzmittel, die einen stetig wachsenden Marktanteil aufweisen. Im Trend sind weiterhin Flammschutzmittel mit makromolekularer Struktur und synergistisch wirkende Formulierungen. Technische Thermoplaste wie PET stellen besonders hohe Ansprüche an die Flammschutzmittel. Die Wirkstoffe müssen thermisch ausreichend stabil sein, um den hohen Verarbeitungstemperaturen standzuhalten. Sie dürfen aus dem teilkristallinen Material nicht ausblühen und die optischen Eigenschaften der Produkte nicht durch Trübung oder Verfärbung beeinträchtigen. In einem aktuellen FuE-Projekt hat das Institut für Kunststofftechnologie und -recycling (IKTR) ein neues Flammschutzmittel entwickelt, das auf die besonderen Anforderungen von PET zugeschnitten ist. Wie das IKTR weiter mitteilt, ist der phosphorhaltige Wirkstoff frei von Halogenen und Schwermetallen. Seine makromolekulare Struktur verhindert demnach Probleme durch Ausblühen und die ungewollte Freisetzung aus dem Produkt. Bereits bei einem Wirkstoffgehalt von 2,5 Prozent würden die Brandprüfungen nach DIN 4102 B2 und UL94 (V2) bestanden. Zugversuche sollen zeigen, dass das Flammschutzmittel das mechanische Verhalten des Kunststoffs nicht verändert. Auch die thermischen Eigenschaften des Polyesters sollen unverändert bleiben, insbesondere die Glasübergangstemperatur soll nicht gesenkt werden. Dies ermögliche den Einsatz der Produkte bei erhöhten Temperaturen. Die flammwidrig ausgerüsteten Filme sind farblos, ungetrübt und durchsichtig. Das Flammschutzmittel ist im kg-Maßstab verfügbar und steht als Pulver oder als Masterbatch in PET-A zur Verfügung. Interessierte Unternehmen können eine Produktpräsentation anfordern und haben die Möglichkeit, das Flammschutzmittel in ihren Produkten zu testen. Auch die Weiterentwicklung in einem gemeinsamen FuE-Projekt ist möglich. Hierzu kann auf die Ergebnisse des Projektes zurückgegriffen werden. Weitere Informationen: www.iktr-online.de |
Institut für Kunststofftechnologie und -recycling e.V., Südliches Anhalt, Ortsteil Weißandt-Gölzau
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