| 29.08.2007 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Ein dreidimensional ausgeformtes, im Blasformverfahren hergestelltes Luftführungsrohr aus einem unverstärkten, schlagzähmodifizierten und hitzestabilisierten Zytel® Polyamid von DuPont (www.dupont.com) versorgt großvolumige Volvo Lkw-Motoren mit der nötigen Menge an Verbrennungsluft. Mit einer Länge von rund 1 m, einem Durchmesser von rund 13 cm und einem Gewicht von knapp über 2 kg gehört es zu den größten DuPont bekannten Kfz-Teilen, die mit dieser Technik gefertigt worden sind. Bei seiner Herstellung setzt der norwegische Zulieferer TI Automotive die Schlauchmanipulation ein, um die komplexe Form auszubilden sowie zugleich die angestrebte Wanddickenverteilung und damit eine optimale mechanische Belastbarkeit zu erreichen. Zudem hält dieses Verfahren die Mengen an Produktionsabfällen sehr gering. Das blasgeformte Rohr ist zwischen Luftfilter und Turbolader angeordnet. Dort ist es Temperaturen von rund 140 ºC, Drücken von 1,2 bar bis 2 bar sowie Ölen, Blow-by-Gasen und Kraftstoff ausgesetzt. Diesen Einwirkungen muss es über die besonders lange, für Lkw geforderte Zeit von 10.000 Stunden widerstehen. Angesichts dieser anspruchsvollen Bedingungen waren solche Luftführungsrohre bisher aus Metall. Auf der Suche nach einer Gewicht sparenden Alternative entschied sich IT Automotive für eine Blasformkonstruktion aus Zytel®, die den mechanischen, thermischen und chemischen Belastungen gewachsen ist und zudem rund die Hälfte weniger wiegt als bisherige Ausführungen. Darüber hinaus erfüllt der gewählte Zytel® Typ auch die hohen Anforderungen an die Verarbeitbarkeit: Mit seinen sehr gut auf dieses Verarbeitungsverfahren abgestimmten Fließeigenschaften und der geringen Schrumpfwerte ermöglicht er die Realisierung der großen Abmessungen und der zugleich komplexen Form mit Wanddicken, die zwischen 4 mm und 2,5 mm variieren. Die Schlauchmanipulation ist eine spezielle Variante des Blasformens, bei der Roboter und sich bewegende Werkzeugteile eine exakte, räumliche Ablage des extrudierten Schlauchs in komplexe, dreidimensional geformte Werkzeugkavitäten ermöglichen. Zudem erlaubt diese Technik eine signifikante Verringerung der Produktionsabfälle, denn sie verhindert weitgehend die Ausbildung von Quetschnähten, was sich auch positiv auf die Festigkeit in den entsprechenden Randbereichen auswirkt. Bild: Rund ein Meter lang ist das blasgeformte Luftführungsrohr, das – eingebaut zwischen Luftfilter und Turbolader – die Motoren bestimmter Schwerlast-Lkw von Volvo mit der nötigen Luftmenge für die Verbrennung versorgt. |
DuPont de Nemours (Deutschland) GmbH, Bad Homburg v.d.H.
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